Montag, 28. Januar 2008

Shoot 'em up!

"Weisst du was ich hasse...?!"

Es gibt Tage im Leben, da wäre man besser im Bett liegen geblieben. Etwas ähnliches muss sich Smith (Clive Owen) auch gedacht haben, als er Karotten mümmelnd an der Bushaltestelle saß und eine hysterisch schreiende Schwangere dicht gefolgt von einem bewaffneten Mann an ihm vorbei laufen. Er seufzt einmal schwer und geht den beiden hinterher und kann gerade so den pöhsen Purchen davon abhalten Mami das Lebenslicht auszupusten, indem er ihm eine Möhre ins Auge rammt, als dessen Spielkameraden auftauchen. Zu aller Not setzen auch ausgerechnet in dem Moment die Wehen ein. Smtih hat alle Hände voll damit zu tun die Knallchargen ins Jenseits zu befördern und Opfer-Junior zu motivieren ein bisschen eher als geplant aus Mami rauszukrabbeln. Als das Baby endlich da ist muss ein Fluchtplan her. Dummerweise hat Mami einen so kleinen IQ, dass sie die Kugeln mit der Stirn einfängt. Am liebsten würde Smith sich nun einfach so davon machen, aber den Kleinen will er auch nicht zurücklassen. Er seufzt ein zweites mal und kann sich schon denken, dass die nächsten beiden Tage ein echt beschissener Ritt für ihn sein werden.


Die Edelnutte Donna (Monica Bellucci) soll sich um den Jungen kümmern, aber die Zielscheiben unter dem Befehl von Hertz (Paul Giamatti) spüren sie auf. Smith taucht einmal mehr unter, diesmal auch noch mit Donna im Schlepptau. Doch irgenwie kleben die bösen Buben wie die Scheisshausmücken an seinen Hacken. Egal wo er sein Gesicht zeigt ist Hertz nicht weit. Zudem hätte Smith so langsam gerne mal überzeugende Antworten auf ein paar Fragen...

"Du bist ein böser Bugs Bunny."

Dies sind so ziemlich genau die ersten acht Minuten von "Shoot ´em up!"; und in diesem Tempo geht es die folgenden 72 Minuten weiter. Eine abgedrehte Idee reiht sich an die nächste. Kein Unfug ist zu schade um nicht doch in die Story mit eingebaut zu werden. Alleine die zweckentfremdeten Karotten sind ein Spaß erster Güte. Hoher Bleifaktor, schneller, aber ruhiger Schnitt und keine Minute Ruhe lassen Langeweile erst garnicht aufkommen. Clive Owen scheint seine Rolle Dwight aus "Sin City" zum besten zu geben, Monica Bellucci ist auch als Mitvierzigerin immer noch eine Augenweide. Aber was dem Ganzen die Krone aufsetzt ist Paul Giamattis Darstellung des Gangsters Hertz.

"...?! Das sind Pussys mit Kanonen!"

Neben den knackigen One-Linern kommt diese Bleiplatte auch mit einem tollen Soundtrack daher. Nirvana, AC/DC, Wolfmother, Motörhead, Mötley Crue und Iggy Pop unterstreichen das Tempo des Films auf musikalischer Ebene.

Für Fans schneller Action, die auch einem erhöhten Gore-Faktor mögen. "Crank" hat einen Bruder bekommen. *eineTränederRührungausdemlinkenAugeputz*

8 von 10 auswegslose Situationen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen