Donnerstag, 10. Januar 2008

Kiss Kiss Bang Bang

Wer auf bleihaltige Komödien steht, sollte sich "Kiss Kiss Bang Bang" nicht entgehen lassen.

Harry (Robert Downey Jr.) ist ein miserabler Kleinganove, der auf einer seiner Diebestouren von der Polizei erwischt wird und über seine Flucht irgendwie ins Filmbuisness gerutscht und in LA gelandet ist. Dort soll ihm der schwule Detektiv Perry (Val Kilmer) Nachhilfestunden geben, damit er sich in seine Rolle hineinfindet. Harry begleitet Perry also eines Nachts und aus einem Observationsauftrag wird Ruck Zuck eine Hetzjagd auf Leben und Tod. Während Harry so gar nicht mehr klar ist, was denn gerade für ein Film läuft, versucht er noch nebenher seine Jugendliebe Harmony abzuschleppen, die ebenfalls in LA verweilt. Wie es sich für einen Trottel gebührt, will so garnichts klappen und Harry kann sich irgendwann nicht mehr vor Leichen retten...

Bei vielen Filmen hat man schon das Gefühl: "Ich weiss was gleich passieren wird." und ist meist enttäuscht wenn es tatsächlich passiert. KISS KISS BANG BANG ist kaltschnäuzig genug dem Zuschauer schon eine halbe Stunde vorher das Ende des Films zu verraten und man weiss als Zuschauer: "ok, so kommts dann halt." Und dann.... kommts auch so. Wer sich nun vorab der Spannung beraubt fühlt sei beruhigt, dass das für den Spass am Film vollkommen unerheblich ist.

Der Erzählstil mit vielen Rückblenden, Flashbacks und kleinen Versatzstücken mag den einen oder anderen irritieren, aber nur so wird der Film mit der recht schmächtigen Handlung spannend serviert (was Shane Black (Lethal Weapon) auch wunderbar gelingt).

Action- und Sprücheanteil stimmt, hier und da n knackigs Mädel - fertig ist die Gute-Laune-Packung für den Abend.

8 von 10 Patronen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen