Mittwoch, 17. Dezember 2008

Redhand / Band 2

Band 2: Die Waffe der Götter

Der namenlose Held, der nur Redhand genannt wird hat auf seinen Reisen mittlerweile Silacaea erreicht, den größten Hafen der nördlichen Inseln. Hier entstand in den letzten Jahrhunderten eine prächtige Stadt. Redhand verdingt sich in verschiedenen Jobs und versucht so gut es geht ein normales Leben zu führen. Da sonst die Geschichte vorbei wäre geht das natürlich nicht lange gut. Redhand ist in einer Kneipe als der Zauberer Ishmin einen Bannzauber wirkt um mit seiner Ziehtochter der einäugigen Mara, die Gäste auszurauben. Als bei Redhand kein Zauber wirken will glauben die Menschen er sei ein Dämon. Vorbei ists mit der Ruhe. Er schließt sich vorübergehend dem Duo an, um aus der Stadt zu entkommen. Mara hat aber andere Pläne mit ihm...

Wie sagte ich zum letzten Band? Redhand hat Potential, muss aber zeigen, dass Busiek und Alberti es auszuspielen wissen. Mit "die Waffe der Götter" sind wir leider nur kleine Schrittchen weiter gekommen. Nach wie vor liegt der Hintergrund der postapokalyptischen Welt weitestgehend im Dunkeln. Auch Redhands Schicksal ist kaum deutlicher zu sehen als noch vor 48 Seiten. Schade, denn das Artwork ist wieder sehr schön, der Band liest sich in einem angenehmen Tempo und auch Spannung ist wieder ausreichend vorhanden, wenn unser Vorzeigeatheist sich mit dem Aberglauben der Menschen herumplagt.

Allerdings ist die Frage gerechtfertigt, ob die Geschichte, da als Dreiteiler ausgelegt, im letzten Drittel überhaupt zu einem vernünftigen Abschluss gebracht werden kann.
Hoffen wir das Beste.

The Goon

Band 1: Krudes Zeug

Was ist potthässlich, hat vorstehende Zähne, eine Kappe auf dem Kopf, Muskeln vom Haaransatz bis zum Arsch und den Tritt eines Mulis? Der GOON natürlich!

Eric Powells Schreckgespenst der Untoten treibt seit Ende der 90er sein Unwesen und erscheint nun beim Cross-Cult-Verlag auch auf Deutsch. Wurde auch Zeit, dass dieser sprechende-kettensägenschwingende, sinnfrei um sich ballernde, Untote quälende, immer einen lockeren Spruch absondernde, bullenhassende Unflat auch bei uns die Zeit ins Gestern zurück prügelt.

Langweilig wird es mit dem Goon jedenfalls nicht. Im ersten Band sind drei Kurzgeschichten enthalten, die uns den Alltag des Goon näher bringen. Seit der Untoten-Priester mit seiner Armee Zombies in der Stadt eingefallen ist und die Herrschaft an sich zu reissen gedachte, ist nichts mehr wie zuvor. Denn die Zombies mussten schnell fest stellen, dass außer ihnen noch die Mafia, die Bullen, Vampire und sonstiges Natterngezücht ebenfalls einen Anteil vom Kuchen wollen. Und mittendrin der mies gelaunte Goon mit seinem sadistischen Kumpel Franky.

Kurzum: in bester Lobo-Tradition bekommt die Untoten-Schaar kräftig aufs Maul. Mit total schrägen Einfällen gewürzt, bleibt hier kein Auge trocken.

Wer feinsinnige Unterhaltung sucht ist - wie der Autor so schön bemerkt - hier an der falschen Adresse. "The Goon" bietet humoriges Backenfutter für alle, die einen schrägen Humor haben.

Abgerundet wird der leider recht kurze Band (die folgenden sind deutlich dicker) von Konzeptzeichnungen und einem Interview mit dem Zeichner Eric Powell (Farben sind übrigens von Dave Stewart, der für seine Arbeit an B.U.A.P. einen Eisner Award bekam).

Freitag, 5. Dezember 2008

Der Schimpansenkomplex / Band 2

Band 2: Die Söhne des Ares

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2036.

Helen Freeman befindet sich mit weiteren Astronauten auf dem Weg zum Mars. Dort hoffen sie das Geheimnis um die Kopien von Buzz Aldrin und Neil Armstrong zu lüften, nachdem man auch auf dem Mond eine weitere Leiche von Armstrong gefunden hatte. Helens Tochter Sofia glaubt auf der Erde schon lange nicht mehr an eine Rückkehr ihrer Mutter und begibt sich selbst auf eine Reise ins Ungewisse. Während Robert verzweifelt versucht sie zu finden, entdecken die Forscher auf dem Mars eine alte Raumstation der Russen aus der Zeit des Kalten Krieges. Helen begibt sich dort auf die Suche nach den Puzzleteilen und spricht mit einer Ikone der russischen Raumfahrt als etwas Unvorhergesehenes geschieht.

Teil 2 setzt sauber dort an, wo der erste endete. Spannend wird die Geschichte um die "Relikte" des Kalten Krieges (=die Söhne des Ares (Ares, der griech. Kriegsgott; bzw. dessen römisches Pendent: Mars)) fortgeführt. Zudem werden endlich einige Antworten auf Fragen im ersten Band gegeben, allerdings auch neue aufgeworfen.

Das spannende Ende macht Lust auf den Abschluß der Trilogie mit dem die Geschichte schließlich stehen und fallen wird. Am Zeichenstil hat sich nichts geändert, der nach wie vor an die Roto-Scope-Technik aus dem Film "A Scanner Darkly" erinnert. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben (Hardcover, sauberer Druck, gutes Lettering, stabiles Papier). SF Fans, die auch mit Mystery etwas anfangen können, kann ich spätestens jetzt eine Kaufempfehlung aussprechen.

B.U.A.P. / Band 6

Band 6: Der Garten der Seelen

Das Team hat Roger endlich beigesetzt und würde gerne einige weitere ruhige Wochen verbringen, als Abe Sapien ein Päckchen erhält, das ihn in den indonesischen Dschungel lockt. Zusammen mit Captain Daimio begibt er sich auf den langen Weg, denn jemand scheint von seiner frühreren Existenz als Mensch mit Namen Langdon Everett Caul bescheid zu wissen. Während Abe seiner Vergangenheit auf die Schliche zu kommen versucht, wird Liz im Hauptquartier von apokalyptischen Visionen geplagt und Johann fördert aus den Archiven der Behörde ein dunkles, schmutziges Geheimnis aus der Vergangenheit eines der Mitglieder hervor.

Angenehm fällt auf, dass Mignola und Arcudi mit der neuen Geschichte nach dem ruhigen letzten Band nicht mit aller Gewalt voll durchstarten, sondern wieder parallel mehrere wichtige Ereignisse in Gang setzen, deren Stein also nun erst langsam ins Rollen kommt und in den nächsten Geschichten Höchstgeschwindigkeit erreichen wird. Wie nannte man das doch gleich? Ach ja: Spannungsbogen! Und den beherrschen die beiden sehr gut. Während man gespannt und fasziniert verfolgt wie Abe auf einer Art "Insel des Dr. Moreau" wandelt, ziehen daheim im Hauptquartier dunkle Wolken herauf. Man darf sich also auf die Fortsetzung freuen. Zwar markiert "Garten der Seelen" keinen Höhepunkt Serie, bleibt aber in deren durchweg sehr hohen Qualität.

Zeichnerisch erwartet den Leser nichts großartig Neues. Und das ist auch gut so, denn Guy Davis ist brilliant wie immer. Die Technikdesigns, die an alte Jules Verne Verfilmungen erinnert, machen einfach Laune. Besonders gelungen ist die Koloration der Szenen, die im 19. Jahrhunder spielen. Die Farbpalette imitiert sehr gut den Sepia Stil alter schwarzweiss Fotographien. Für Fans der Reihe ein Pflichtkauf. Alle anderen sollten schleunigst mit Band 1 loslegen.

Donnerstag, 6. November 2008

Quantum of Solace

BA BA BA DAAAAAAAAA
BA BA BAAAAAA
BADAAAAA

James Bond alias Daniel Craig alias die Doppelnull 7 ist zurück. Und das auch noch mit einem richtigen Kracher als Einleitung. Bond hat wie wir am Ende von "Casino Royale" gesehen haben Mr. White angeschossen und gefangen genommen. Nun wird er von dessen Schergen durch die italienische Walachei gejagt und braust mit seinem Aston Martin voraus. Es ist als ob Regisseur Marc Forster allen Zweiflern bereits mit der ersten Einstellung zeigen wollte, dass er, der er für raffiniert inszenierte Dramen bekannt ist (Stay, Drachenläufer, Monsters Ball), auch einen Actioner auf die Beine stellen kann.


Freitag, 17. Oktober 2008

Wenn die Eisenfaust zweimal zuschlägt

Hellboy 2 - Die Goldene Armee

Ron Perlman aka Hellboy is back! Und das mit großem Getöse, was sein Chef Tom Manning (Jeffrey Tambor) bei der B.P.R.D. (Bureau for Paranormal Research and Defense) überhaupt nicht leiden kann. Ist er doch stets darauf bedacht die Existenz der Behörde geheim zu halten. Daher muss ein neuer Leiter für das Einsatzteam her - und Hellboy disqualifiziert sich durch sein ungehöriges Auftreten von selbst. Ersatz kommt aus Europa, genauer gesagt aus Deutschland. Es handelt sich hierbei um ein Medium das seines Körpers verlustig gegangen ist, nun als ektoplasmische Erscheinung in einem Schutzanzug auftritt und auf den Namen Johann Krauss hört.

Der neue Führer kommt aus Deutschland? Für Hellboy ganz klar: das geht mal auf keinen Fall. Schließlich ist er durch seinen Hass auf die Nazis vorbelastet. Fortan versucht er den Neuen im Team zu torpedieren, was zu allerlei amüsanten Wortgefechten führt. Dabei macht es ihm Johann zu Anfang auch recht einfach, da er kompromisslos und herrschsüchtig auftritt. Tom Manning jedenfalls ist begeistert vom Neuzugang. 

Während man sich bei der B.P.R.D. Luxusproblemen widmet braut sich in der Unterwelt neues Unheil zusammen. Elfenprinz Nuada sucht die Teile einer Krone zusammen, die ihm die Macht über die Goldene Armee gewähren soll und schreckt auch nicht vor Mord am eigenen Vater zurück. Einst hat diese Maschinenarmee die Erde verwüstet. Die Elfen erkannten, dass sich so aber nicht das Problem mit den Menschen lösen ließ. Also schloß der König der Elfen mit den Menschen Frieden und die Krone wurde in mehrere Teile zerbrochen damit diese schreckliche Armee nie wieder entfesselt wird. Nuada allerdings ist es leid im Untergrund zu verweilen, wo er seinen Hass auf die Menschen genährt hat, die im Laufe der Jahrtausende das Wissen um die Existenz dieses alten Volkes verloren haben. Er will die Elfen zu alter Größe zurückführen. Wenn er dafür die Menschheit auslöschen muss, dann sei es so.

Mit dem zweiten Teil der Hellboy Reihe legt Guillermo del Toro noch einmal eine Schippe drauf. Bessere Effekte, mehr Gags, mehr und schönere Masken, mehr Schauplätze, coolere Action und und und. Insgesamt wirkt der neue Film ein ganzes Stück runder im Gesamtkonzept als der Erste, der ebenfalls viel Freude bereitete. Zudem erfahren alle wichtigen Figuren eine deutliche Weiterentwicklung, die vorab schon Lust auf den dritten und abschließenden Film macht, der hoffentlich nicht in allzu weiter Ferne auf uns wartet. Fans von phantastischen Filmen und Comicverfilmungen im Speziellen sollten sich "Hellboy II" nicht entgehen lassen. 


Natürlich kann man auch etwas zu meckern finden. So ist Johann Krauss z.B. wie die meisten Figuren der del Toro Verfilmungen deutlich anders angelegt als im Comic. Dort ist er nämlich der eher empfindsame Typ. Andererseits belegt diesen Posten im Film bereits Abe... und zwei Sensibelchen wäre nun wirklich zu viel. Zum Comic ist auch der zweite Teil eine tolle Ergänzung, aber mit Sicherheit kein Ersatz. Denn so gut wie die Papiervorlage wird der Film dann doch nie werden.

SO muss Popcorn-Kino sein: schnell, laut, aber intelligent gemacht.

9 von 10 Zahnfeen

Sonntag, 12. Oktober 2008

Dieses Review zerstört sich in 5 Sekunden von selbst...

Burn after reading

Wer Filme wie "The Big Lebowski", "O Brother where art thou" oder "Ladykillers" kennt, der weiss womit er zu rechnen hat, wenn die Coen Brothers eine neue Komödie auf den Markt bringen: rabenschwarzen Humor vom Scheitel bis zu Sohle.

Dieser Erwartung werden die beiden auch bei "Burn after reading" voll gerecht.

Dienstag, 30. September 2008

Aus dem Dschungel kommst du nur im Sarg wieder raus - Teil 2

Tropic Thunder

Als Regisseur hat man es beileibe nicht leicht. Besonders dann nicht, wenn man zum ersten mal einen Spielfilm drehen darf an den auch noch hohe Anforderungen gestellt werden, man sich mit einem amoralischen Produzenten (Tom Cruise) abgeben muss und zudem eine Hand voll Hauptdarsteller hat, die sich wie Primadonnen aufführen. So kommt es wie es kommen muss: zum Eklat am Set zu Tropic Thunder, in dem der Actionfilmheld Speedman (Ben Stiller), die drogensüchtige Furzulknudel Jeff Portnoy (Jack Black), der zum Schwarzen umgefärbte Charakterdarsteller Kirk Lazarus (Robert Downey jr.) und der Jungdarsteller und Rapper Alpa Chino (Brandon T. Jackson) die Hauptrollen spielen. Lazarus kann Speedman ob seiner bislang seichten Filme nicht ab - zumal er ihn für einen hirnlosen Affen hält. Speedman hingegen befindet sich mit seinen Actionfilmen auf dem absteigenden Ast und sieht in Tropic Thunder seine letzte Chance auf ein Comeback.


Bräute, Bier und Blaue Bohnen

Torpedo

Endlich erscheint mit Band 5 der Abschluss der Gesamtausgabe von Torpedo, dem jähzornigen Auftragsmörder, der uns bereits in den ersten vier Büchern Freud und Leid seines Berufstandes mitzuteilen wusste.

Auch im neusten Band hat Torpedo - alias Luca Torelli - nichts dazu gelernt und ist mit seinem leicht beschränkten Buddy Rascal unterwegs um mit schmutziger Arbeit Geld an Land zu schaffen. Dabei kann sich der Leser wieder auf skurrile Situationen, unnötige Gewaltausbrüche, Fettnäpfchen, schwarzen Humor und jede Menge nackte Weiber freuen - Torpedo eben.

Zeichnerisch steht Band 5 dem übrigen Werk in nichts nach. Lediglich eine Besonderheit hebt ihn hervor: in ihm sind die beiden einzigen in Albenlänge verfassten Geschichten enthalten. Fans von Torpedo, Bernet, Abuli oder Hard Boiled Geschichten im Film Noir Setting machen mit diesem Stück Comicgeschichte garantiert nichts falsch. Abgerundet wird der aktuelle Band mit einem Essay über Berufskiller in Comic, Film, Fernsehen und dem realen Pendant.

Armer Yorick - ich kannte ihn gut!

Monsieur Mardi Grad - Unter Knochen

Band 1: Willkommen!

An manchen Tagen meint es das Schicksal einfach nicht gut mit uns. Victor Tourterelle hätte entweder die Augen aufmachen oder seinem Sohn verbieten sollen mit seinem Spielzeugauto im Bad zu spielen.

Eines morgens rutscht er auf eben jenem Plastikobjekt aus und bricht sich unsanft das Genick am Badewannenrand. Unversehens findet er sich in einer Kreidewüste wieder. Staub und Geröll bis zum Horizont, der Himmel pechschwarz verdunkelt als sei hätte sich der Inhalt eines Tintenfasses darüber ergossen. Erhellt wird die Welt lediglich von einem fahlen Mond, der ebenfalls den Eindruck macht als sei er den Weg alles Irdischen gegangen. Einzig die Gebeine sind von Victor noch übrig geblieben.

Nach einigen Tagen taucht ein weiteres Skelett auf, das ihm mitteilt es sei ein Postbote und müsse ihn nach Sainte-Cecile bringen und Victor laute nun auf den Namen Mardi-Gras Aschermittwoch. Als er dann alleingelassen ohne Plan in der Stadt strandet, von zwielichtigen Gestalten in Quecksilber getaucht wird und man ihm seine Schädeldecke aufsägt platzt Mardi-Gras der Kragen. Er muss raus aus dem Irrenhaus!

Éric Liberge präsentiert mit "Unter Knochen" eine düster humorige Version des Jenseits, die trotz des bislang eher spartanischen Settings auch auf optischer Seite über die ersten 63 Seiten der auf vier Bände angelegten Geschichte zu überzeugen weiss. Die Farbpalette ist aufgrund des Themas relativ eingeschränkt, lediglich die metallischen Beschläge, mit denen Knochen repariert werden, sorgen für etwas Abwechslung. Zudem erinnern die Landschaften frappierend an Designs, die auch aus Moebius Feder stammen könnten, was selbverständlich als Kompliment zu werten ist.

Insgesamt krankt die Geschichte nur unter allgemeinen Tatsache, dass auf rund 60 Seiten nicht allzuviel Geschichte erzählt werden kann und beinahe nur Fragen gestellt werden, aber Antworten schuldig bleiben. Potential ist reichlich da. Mit Band 2 im Dezember werden wir etwas schlauer sein und wissen ob es sich lohnt den Abenteuern von Mardi-Gras weiter zu folgen.

Samstag, 27. September 2008

Hellboy vs. Unterwelt 2:0

Hellboy Band 9 - Ruf der Finsternis

Hellboy ist nach seinen höchst seltsamen Erlebnissen in Afrika nach England zurückgekehrt, wo ihn die Hexen zu ihrem neuen König küren wollen. Ihre alte Herrin Hekate - die Göttin der Kreuzwege - wurde von Igor Bromhead niedergerungen, der in der Vergangenheit auch bereits Hellboy über dessen echten Namen unter seine Knute zwingen wollte.

König der Hexen? Darauf hat HB genausowenig Lust wie auf die ganze restliche "Tier der Apokalypse" Geschichte, macht sich deshalb aus dem Staub und zieht sich den Groll aller Hexen zu.

Eine alte Feindin Hellboys - die Baba Jaga - hat nur hierauf gewartet. HB findet sich unvermittelt in ihrem Zwischenreich wieder in dem die russische Folklore lebendig geworden ist.

Wie immer versucht Hellboy nun ohne eine Ahnung oder dem Ansatz eines Planes zu einem Platz zu entkommen an dem er endlich einmal Ruhe hat. Doch der Rache der Baba Jaga entgeht man nicht so einfach.

Endlich ist die langerwartete Fortsetzung der Hellboy Reihe erschienen - wie immer in der gewohnt hohen Cross Cult Qualität. Lange mussten Fans des gepflegten Pulps und der lovecraftschen Unterhaltung warten. Mit dem neuen Hellboy betritt auch ein neuer Zeichner die Bühne. Duncan Fegredo übernimmt gekonnt den gewohnten Strich von Mike Mignola und verquickt ihn mit seinem eigenen Stil zu einer vollkommen neuen Optik, die dank der Koloration von Dave Stewart (Eisner Award für B.U.A.P) den Genuß an Hellboy noch ein weiteres Mal zu steigern weiss. Jeder, der befürchtet hat, HB könnte unter einem neuen Zeichner leiden, der sei beruhigt.

Die Story wird in einem angenehmen Tempo erzählt und macht dank des Subplots in dem einige Wesen aus der Unterwelt den kommenden Krieg und die Vernichtung der Menschheit vorbereiten Lust auf den Nachfolger. Bis dahin (wohl 2009) müssen wir uns noch gedulden und beginnen mit der Reihe am besten bei Band eins noch einmal von vorne.

Irgendeinen neuen Hinweisfitzel oder Querverweis, den man zuvor übersehen hat, lässt sich bei jedem erneuten Lesen finden und die Geschichte noch dichter erscheinen als sie auf den ersten Blick den Anschein gemacht hat.

Donnerstag, 21. August 2008

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?!

The Dark Knight

Heath Ledgers Tod löste Anfang des Jahres einen regelrechten Hype um den neuen Batman Streifen aus. Was wurde da nicht alles spekuliert. Von Depressionen aufgrund seiner Rolle als Joker war da die Sprache oder dass ihn der Film gar umgebracht habe. Legendenbildung VOR dem Erscheinen eines Filmes? Das gab es zuletzt bei „The Crow“ und Jason Lees Tod. Dank der umfangreichen Berichterstattung stürmen derzeit die Besucher rund um den Globus die Kinosääle, „The Dark Knight“ bricht alle Zuschauerrekorde und überholt auf dem Treppchen der erfolgreichsten Filme einen Streifen nach dem anderen und arbeitet sich mit großen Schritten auf den Thron zu um die Titanic ein zweites mal zu versenken. Viel Glück dabei. :-)

Montag, 18. August 2008

Splitterwelt - Sse Muhfie

Splitterwelt

Soderle, mein Beitrag zur Goldenen Himbeere ist online. Mit ein paar Kumpels (dank an Bernhard und Andy) hab ich aus dem Splitterwelt-Comic eine Art Hörbuch mit Bildern gebastelt. Derzeit ist nur die Low-Quality Version auf Myspace online, aber in einigen Tagen folgt der HQ Download auf Blackdays.de

Einen Schlag Links gibts auch noch:

http://myspacetv.com/index.cfm?fuseactio…ideoid=41018453
(Vorspann)
http://myspacetv.com/index.cfm?fuseactio…ideoid=41020682
(Kapitel 1)

Na denn viel Spass!

Samstag, 16. August 2008

Am Ende macht doch jeder seinen Schnitt

Hack/SLASH

Was das horizontale Gewerbe darstellt sollte jedem klar sein. Da gibt es aber noch die Profession des horizontalisierenden Gewerbes. Nein, Menschenschieber aus Osteuropa sind damit nicht gemeint. Die Bezeichnung zielt eher auf Figuren wie Jason Vorhees, Mike Myers, Freddy Krueger, Maniac Cop oder Leatherface ab. Richtig, unsere allseits beliebten Freunde von der Slasher-Fraktion, die zielsicher und engagiert mit Vorliebe Teenys und Twens in eine endgültig horizontale Lage bringen, bevorzugt sechs Fuß tief, mit Erde aufgefüllt, Blümchen oben drauf und Grabstein inklusive.


Donnerstag, 7. August 2008

Der Schimpansenkomplex / Band 1

2035 - indischer Ozean

Das US-Militär beobachtet den Wiedereintritt einer Raumkapsel, die ins Meer zu stürzen droht. Streitkräfte vor Ort bergen die Kapsel der zwei Astronauten entsteigen. Helen Freeman von der NASA wird als Beraterin hinzugezogen, da die Astonauten die Zusammenarbeit mit den Soldaten verweigern. Als Identität der beiden Überlebenden herausstellt schrillen in Washington alle Alarmglocken. Denn, wenn sie wirklich Buzz Aldrin und Neil Armstrong sind, wer kehrte dann 1969 auf die Erde zurück? Um Nachforschungen anstellen zu können wird eine Expedidion zum Mond organisiert bei der sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten.

Mit dem ersten Band "Paradoxon" liefern Richard Marazano und Jean-Michel Ponzio den ersten Teil der SF-Mystery-Trilogie "Der Schimpansenkomplex" ab. Der generelle Look der Zeichnungen und Koloration erinnert frappierend an Linklaters Verfilmung "A Scanner Darkly" in dem die Schauspieler in ihren Sets gefilmt wurden und das Material dann nachträglich durch Rotoscope Technologie das Aussehen eines Animes verpasst bekamen. Dieser Stil weiss gekonnt die düstere Gruselstimmung einzufangen und entlässt am Ende den Leser mit dem Wunsch zu erfahren, wie Helens Reise weiter geht und wie sie mit ihren Konflikt zwischen den Pflichten als Mutter und als Astronautin lösen wird.

Montag, 28. Juli 2008

Des Teufels Advokat

Michael Clayton

Wie viel Geld ist ein Freund wert? Ist es vertretbar für Geld ein Verbrechen zu verschweigen oder sogar zu vertuschen?

Michael Clayton (George Clooney) ist Anwalt und arbeitet in der Kanzlei Kenner, Bach und Leeden. Allerdings arbeitet er dort nicht als Anwalt, wie man vermuten könnte, sondern als Hausmeister oder "Aufputzer", wie er sich selber nennt. Jedoch räumt er die Scheisse im Großen Rahmen auf, indem er wichtige Leute aus schwierigen Situationen herausboxt und sein Organisationstalent spielen lässt. Privat sieht es nicht gut bei ihm aus. Er ist geschieden, sieht nur hin und wieder seinen Sohn und er hat Schulden, die er dringend bezahlen muss bevor ein endültiger Preis eingefordert wird.


Sonntag, 27. Juli 2008

Wenn Superman der Sprit aus ginge

Superhero Movie

Was waren das noch für Zeiten in denen Jerry Zucker verantwortlich für Perlen des Humors war wie beispielsweise "Die Reise in einem verrückten Flugzeug", "Top Secret" oder "Die Nackte Kanone". Zotig derbe Kleinode vom Randbereich des Geschmacks, aber treffsicher pointiert.

Mittlerweile wird der Zuschauer mit der "Movie" Reihe gequält. Scary Movie, Fantastic Movie und nun Superhero Movie. "Superhero Movie" reiht sich sodann auch exzellent ein und präsentiert eine leidlich nacherzählte Spiderman Geschichte, der man an den entsprechenden Stellen nur den einen oder anderen Gag aufgesetzt hat.


Neulich beim Gehirn um die Ecke

Splitterwelt 

Unverschämt wie ich bin, gibts nun mal Werbung in eigener Sache. Seit etwa eineinhalb Jahren zeichne ich an einem Comic, der grob gepeilt in einem SF/Fantasy Szenario spielt und dabei Serien und Filme aller Art nebenher aufs Korn nimmt.

Dabei geht es um die zwei stets verpeilten Kumpels Sven und Axel, die zugedröhnt und vollgetankt bis zur Hirnrinde auf einer nächtlichen Wanderung fast von einem Meteoriten erschlagen werden. Als sie
die Reste des Himmelskörpers untersuchen geraten sie durch ein Dimensionstor in eine fremde Welt. Dort angekommen gibt es natürlich nur ein Ziel: nix wie heim!

Die Erlebnisse dieser Chaoten habe ich bislang in 4 Kapiteln festgehalten und gestern das erste Kapitel des zweiten Bandes fertig gestellt.

Völlig für lau und vollkommen für umme gibbet das Teil als PDF Online zum Download. 

Viel Spaß! 

ZUM COMIC GEHTS HIER LANG

Mittwoch, 23. Juli 2008

Eckaaat, die Russen sind dooo!

The Red Star

Eieiei, nach dem Auspacken des Comics dacht ich schon: "shit, der müffelt ja mehr als Raclettekäse aus der zugeschweisseten Packung."

Und das waren auch so ziemlich schon meine Negativpunkte zu "The Red Star". Hauptsache was zu meckern.

"The Red Star" spielt irgendwann in der Zukunft und zeigt das fiktive Schicksal einer Sowjetunion eingebettet in SF- und Fantasyelemente. Neben Raumschiffen tauchen auch allerhand Zauberer, Geister und sonstiger metaphysischer Schmarrn auf.

Auf den etwa 150 Seiten des ersten Bandes erzählt Christian Gossett die Geschichte von Maya und Markus Antares. Sie ist eine Zauberin, die auf dem Wolkenbrüter Konstantinov (ein Schlachtschiff) Ihren Dienst versieht. Ihr Ehemann ist einfacher Soldat. In Rückblenden erzählt Maya von der Schlacht vor Kar Dathras Tor, in der die Vereinigten Republiken des Roten Sterns (VRRS) neun Jahre zuvor vernichtend geschlagen wurden. In dieser Schlacht verlor Sie ihren Mann Markus. Oder doch nicht?


Freitag, 18. Juli 2008

Ätsch, mein Geheimdienst ist viel schöner als deiner!

Get Smart

"Hallo Scheffchen!"

Jason Bourne, James Bond und XIII können sich warm anziehen, denn Maxwell Smart (Steve Carell) betritt nach langer Abwesenheit wieder die Bühne um die Welt zu retten. Zumindest täte Max das gerne. Als Analytiker sitzt er in der Zentrale des Geheimdienstes "Control" und verrichtet dort dröge Schreibtischarbeit. Er will endlich in den Aussendienst, doch sein Chef braucht ihn im Büro. Als der gegnerische Geheimdienst "Kaos" die Identitäten der Control-Agenten herausfindet werden diese nach und nach dahingemeuchelt. Endlich schlägt Max große Stunde. Mit Agentin 99 (Anne Hathaway) reist er nach Osteuropa, um gestohlenes spaltbares Uran zurückzuholen. Dabei setzt er seine Gadgets und seinen ganz eigenen Charme dazu ein 99 und seinem Chef (Alan Arkin) mächtig auf die Nerven zu gehen...


Dienstag, 15. Juli 2008

Unglaublich: Grünbepinselte Prügelklöte randaliert in Amerika!

Der unglaubliche Hulk

Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn...

Ja, der Hulk ist zurück und verteilt munter Veilchen wie in alten Tagen. Nachdem Bruce Banner (Edward Norton) 2003 untertauchen musste, weil General Ross (William Hurt) ihn gefangenzunehmen gedachte um aus ihm eine Waffe für das US-Militär zu basteln, verschlug es ihn nach Südamerika. Dort verdingt er sich als Arbeiter in einer Getränkefabrik. In seiner Freizeit forscht er an einem Mittel um seine Kräfte zu neutralisieren. Wir erinnern uns: Nach einer Übderdosis "Gamma Ray" ist es gefährlich Mr. Banner auf die Nerven zu gehen. Steigt sein Puls auf über 200 mutiert er in den mies gelaunten, grünhäutigen Gebäudezerbrösler HULK.


Donnerstag, 10. Juli 2008

Bewußtseinserweiternde Drogen ;)

Die hermetische Garage

Immer wieder begleiten den Leser eines Buches bei der Lektüre Fragen. Manchmal fängt dies schon beim Einband an. "Die hermetische Garage". Sofort fragt man sich: was ist die hermetische Grarage? Ist es eine Welt? Eine Dimension? Ein Paradoxon? Ist es schlicht nur eine profane hermetisch verschlossene Garage? Ist die Garage am Ende nur ein Gedankenspiel? Ein philosphischer Witz?

Auf welchen Schluss auch immer man am Ende der Lektüre kommen mag, eines ist belegt: Die hermetische Garage ist in jedem Falle ein Experiment.

Altmeister Moebius (oder auch als Giraud bekannt (Leutnant Blueberry)) erschuf Ende der Siebziger einen Comic, der monatlich erschien, jeweils nur 2 bis 4 Seiten, in denen sich dem Leser bizarre Welten mit noch seltsameren Namen und Ereignissen darboten. Ohne, dass Moebius selber genau wusste wo sich die Geschichte hinentwickeln würde, reihte er Episödchen an Episödchen bis sich tatsächlich etwa ab der Hälfte so langsam ein genaueres Bild abzeichnete.

Um nicht zu viel der Geschichte und damit der Interpretationsvielfalt vorwegzunehmen eine Andeutung der Handlung: Der Ingenieur Barnier zerstört aus Versehen einen Kabelverleger von Jerry Cornelius. Aus Angst vor dem Besitzer flieht Barnier über die verschiedenen Ebenen um auf eine andere Welt zu entkommen. Inzwischen sucht Jerry Cornelius nach seinem Ingenieur, doch sein Gegenspieler Major Grubert ist auf der Suche nach ihm und sendet seine Spione aus.

Definitiv gehört "Die hermetische Garage" in die Welt der Science Fiction, ist dabei aber sehr surreal gestaltet und mit Sicherheit nichts, was man nur "nebenher" schmökern sollte. Auch heute, da alle Episoden in einem Album erscheinen verlangt der Comic viel Aufmerksamkeit vom Leser.

Dankenswerterweise erscheint der Klassiker in S/W und nicht in Farbe. So kommen Moebius´ Zeichnungen noch besser zur Geltung.

Freitag, 4. Juli 2008

Necronomicon ex Morits

B.U.A.P. - Die universelle Maschine

Das Team ist nicht mehr komplett. Rogers Tod hat eine Lücke in der Behörde hinterlassen und jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während Kate Corrigan in Frankreich nach einem uralten Buch über die Erschaffung von Homunkuli sucht, um so vielleicht Rogers Körper erneuern zu können, setzen sich Captain Daimio, Liz, Abe und Johann Kraus in der Behörde zusammen, um gemeinsam den Tod ihres Freundes zu verarbeiten. Jeder erzählt aus seiner Vergangenheit von sehr persönlichen Begegnungen mit dem Tod. Dabei ahnen sie nicht, dass sich Kate in die Fänge eines skrupellosen Antiquariats begeben hat, der keine alltägliche Transaktion im Sinne hat...

Im letzten Band "Schwarze Flamme" herrschte Action als Handlungselement vor und markierte den vorläufigen (dramatischen) Höhepunkt in der Geschichte der Behörde, nicht zuletzt durch Rogers Opfer. Nun wird das Tempo merklich zurückgefahren und die ebenso für Hellboy typischen Gruselgeschichten halten wieder Einzug. Die größtenteils sehr traurigen Geschichten um Daimios Vergangenheit, einen Wendigo, Liz´ Träume über ihre tote Familie und Johann Kraus Obsession zu dem Geist einer verstorbenen Frau, lassen den Leser immer wieder zweifeln, ob Rogers Schicksal einen glücklicheren Verlauf nehmen wird.

Obwohl eine solch illustre Erzählrunde stets die Gefahr birgt, dass das Tempo vollkommen aus der Story genommen wird und im schlimmsten Fall wirkt als wolle man gezwungen mehr Tiefgang in die Figuren bringen, umschiffen Mignola und Arcudi dieses Riff gekonnt. "Die Universelle Maschine" fügt sich ohne Schrammen und Schönheitsfehler in die Reihe ein und gleicht - daran lässt die permanent vorhandene unterschwellige Bedrohung keinen Zweifel - die Ruhe vor dem Sturm, dem Verweilen im Auge eines Zyklons; nur für einen kurzen Moment bis neues Unheil droht, wenn der "Garten der Seelen" im November endlich erscheint.

Wie immer sorgt der flotte Strich von Guy Davis für wundervolle, phantasievoll gestaltete Welten, unterstützt von Dave Stewarts Kolorierung. Dass auch Mike Mignola auf den letzten Seiten den Pinsel schwingt, Hellboy seinen ersten Gastauftritt der Serie hat und trotz aller Melancholie durch die Einführung der Figur Andrew Devon auch der Humor nicht allzu kurz kommt, lässt "Die universelle Maschine" zu meinem persönlichen Favoriten avancieren.

Supermans Erben

Hancock

"Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist ein besoffenes Arschloch, das in der Gosse haust!"

Ungefähr dergestalt ist der Einstieg in Will Smiths neusten Streifen Hancock in dem er selben mimt. Hancock hat Superkräfte und greift hin und wieder ungefragt der Polizei unter die Arme. Was dabei seine Motivation ist bleibt im Großen und Ganzen im Dunkel, denn beliebt macht er sich hierdurch nicht.

Jedesmal, wenn John Hancock auf Verbrecherjagd geht legt er halb L.A. in Schutt und Asche, weswegen die Stadtherren schon die Portokasse anrühren müssen um die Reparaturen zu bezahlen. Als Hancock dem erfolglosen PR-Berater Ray (Jason Bateman) das Leben rettet bietet dieser ihm an sein Image aufzupolieren, damit die Menschen ihn endlich lieb haben. Der Plan: Hancock geht in den Knast. Wenn ein paar Wochen vergangen sind und die Verbrechensrate steigt, wird er schon vermisst werden...


Donnerstag, 26. Juni 2008

Ice, Ice, Baby!

Whiteout: Melt

US-Marshal Carrie Stetko geniesst in ihrem Urlaub zur Abwechslung einmal die Wärme Neuseelands statt die eisigen Winde der Antarktis. Als jedoch auf dem ewigen Eis eine russische Forschungsstation explodiert, Atomwaffen verschwinden und sich die Leichen nur so stapeln, vermuten die US-Behörden, dass mehr als nur ein Unfall dahinter steckt und setzen Carrie als Ermittlerin ein.

Eigentlich hat sie garkeine Lust den Urlaub abzubrechen, aber die Vorgesetzten ködern sie mit der Heimreise in die Staaten. So kehrt sie zu dem gefährlichsten Ort der Erde zurück, dem Miststück, mit dem sie eine Hassliebe verbindet. Vielleicht, nur dieses eine mal, könnte der launische Kontinent mehr Verbündeter als Feind sein. Vielleicht...

Während die erste Miniserie ein waschechter Krimi war, so verschiebt sich der Plot mit Spionen, Geheimdiensten, Elitesoldaten, verschwundene Atomsprengköpfen, Verfolgungsjagden und ein kleines bisschen Action im zweiten Auftrag von Carrie in Richtung Thriller. Dabei ist der unumstrittene Star und Hauptdarsteller des Buches die Antarktis selbst. Der Leser erfährt noch mehr über die Tücken des Landes, das bereits so viele Leben gefordert hat ("Der Kontinent duldet deine Anwesenheit sozusagen Zähneknirschend, aber er zahlt es dir heim") und wird durch vier kurzweilige Kapitel bis zum Ende der Geschichte geführt. Die S/W-Zeichnungen sind wie im ersten Whiteout sehr gut und vermitteln prima den invertierten Look des Film Noir (statt vieler Schatten wurde vieles "ausgeweisst").

Leider kommt die Geschichte aber auch sehr gradlinig daher und wirkt daher recht kurz. Die Handlung muss ohne große Wendungen und Überaschungen auskommen. Den Lesespass an sich mindert das aber kaum, da man in der kurzen Zeit zumindest vortrefflich unterhalten wird.

Die Qualität ist Cross-Cult typisch sehr gut. Zudem runden zwei sehr ausführliche Interviews mit den Machern Greg Rucka und Steve Lieber das Angebot ab. Bleibt zu hoffen, dass der aktuelle dritte Band "Whiteout: Night" es ebenfalls über den Großen Teich schafft.

Mittwoch, 25. Juni 2008

HASS - La Haine

Der 1995 in Schwarz-Weiß gedrehte Film von Mathieu Kassovitz spielt zur der Zeit, als in Frankreich der Rechtsextreme Politiker Le Pen sehr viel Zulauf hat/hatte.

Es wird das trostlose Leben in einer Vorstadt Frankreichs geschildert. Er zeigt 24 Stunden im Leben der drei jugendlichen Hauptdarsteller, deren Welt von HipHop, Gewalt, Drogen und Schikanen durch die Polizei bzw durch Polizeigewalt geprägt ist.

La Haine gilt als Meilenstein des französischen Kinos der 1990er und gewann unter anderem beim Filmfestival in Cannes 1995 die Auszeichnung für den besten Regisseur, den César für den besten Film und den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Young European Film of the Year.

Der Film beginnt mit den folgenden Worten:
„Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von einem Hochhaus fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder:
‚Bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut…‘.
Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!“
Man wird als Zuschauer allein gelassen mit einer schwarzen Leinwand und diesen Worten. An deren Ende steht ein Bild der Welt vom All aus gesehen, das von einem Molotow-Cocktail getroffen in Flammen aufgeht.


Rapunzel, der böse Wolf, das Lebkuchenmännchen und andere Homies

Brothers Grimm

In einer Welt in der kein Aberglauben mehr existiert, die Ignoranz der Vergangenheit angehört und die Religionen nur noch blosse Erinnerungen sind, in der der Verstand obsiegt hat und uns die Vernunft leitet.... moment... sorry, war in Gedanken bei einem Science-Fiction Film.

Also in einer SOLCHEN Welt spielt "Brothers Grimm" definitiv nicht. Im Gegenteil; Wilhelm und Jakob Grimm (Matt Damon, Heath Ledger) leben im 19.Jahrhundert im von den Truppen Napoleons besetzten Deutschland und reisen durch die Fürstentümer des in viele kleine Reiche zersplitterten Staates. Die Zeiten sind hart und das Geld liegt nicht auf der Straße. Die Brüder verdingen sich als Exorzisten, Hexenaustreiber und Gespensterjäger. Dabei ist Wilhelm davon überzeugt, dass nichts Übernatürliches in der Welt existiert.


Dienstag, 24. Juni 2008

Gammelfleischskandal!

Immer Ärger mit Bernie

Jaja, die 80er, wer sie mitgemacht hat weiss wie gut es ist, dass sie vorbei sind: Ronald Reagan, Police Academy wird am Fließband produziert, Microsoft erblickt das Licht der Welt, grausame Musik, Kalter Krieg, Pastellfarbene Klamotten und Hawaiihemden, es gibt noch keinen Riesenporno namens WorldWideWeb, Tschernobyl, Hair Crimes wohin man schaut, Videospiele haben nur 16 Farben, zu Weihnachten gabs mal wieder nur Playmobil obwohl ich Lego wollte und ... ach belassen wir es dabei. Nun gut, es mag nicht nett sein das Jahrzehnt komplett zu verdammen, denn es war ja nicht alles schlecht. Es gab da beispielsweise eine ganze Reihe sehr guter Filme.

Montag, 23. Juni 2008

You have much to learn, young Padawan!

Star Wars - The Fate of the Galaxy

Wer von den nicht allzu jungen Semestern hat als Star Wars Fan nicht auch in den 90ern die Kracher Xwing, Tie-Fighter und X-wing - Alliance gezockt?! Da es um Lawrence Holland und seine Space-Action-Sims ausgesprochen ruhig geworden ist hat ein Team von Moddern das Problem bei den Eiern gepackt und ein bisschen Freespace 2 vergew.... äh convertiert.

Mit "Fate of the Galaxy" steht Ende 2008 eine Total Conversion im Stil von "The Babylon Project" an. Bisher sieht das Teil schon sehr lecker aus und die Videos auf der Homepage machen Lust auf mehr. Zwar darf man nicht die neusten Shader Technologien erwarten - immerhin ist die Engine von Freespace2 schon über 8 Jahre alt - aber dennoch ist alles sehr hübsch geworden. Der Soundtrack ist ebenfalls orischinool und die Sounds sowieso.

Hoffen wir, dass die Jungs schön dran bleiben und die erste Kampagne noch dieses Jahr veröffentlichen können. Dann wird endlich wieder der Joystick ausgepackt und dem Imperium die Hammelbeine lang gezogen ... oder ich unterzeichne beim Imperium und mach den Weicheiern schön Feuer unterm Hintern. Jepp, richtig gelesen, man kann beide Seiten spielen.

Erste Infos und Videos sind auf der offiziellen Seite zu erhaschen:
http://swc.hard-light.net/files.php

Sonntag, 22. Juni 2008

Was kommt heraus wenn RED STAR und AKIRA kopulieren?

Casshern

"Ist es ein Flugzeug? Ist es ein fliegender Puertoricaner? Ist es Superman?"
"Nein!"
"Ja was ist es denn dann?"

Comicverfilmungen liegen in dieser Dekade voll im Trend. Meist werden dabei aber Comics aus den US of A verwurstet. Seltener ist da die Gattung der Mangaverfilmungen. Nun gut, man kann zu Recht dagegen halten, was denn mit all den Animes sei. Allerdings kommt mit "Casshern" eine Semi-Realverfilmung daher. Bis auf die Schauspieler und einige wenige Gegenstände kommt der komplette Film wie schon "Sky Captain and the World of Tomorrow" (Gott war der schlecht) aus der Retorte. Und das Bild ist dermassen stark bearbeitet, dass man sich wundern kann überhaupt noch reale Schauspieler vorzufinden. Genausogut hätte der Film zur Gänze CGI sein können. Aber da das alles wunderbar ausschaut will ich mich auch garnicht beschweren.


Freitag, 20. Juni 2008

Das Schnetzeln ist des Metzgers Lust

Redhand - Preis des Vergessens

Es wird dereinst der Tag kommen, an dem ein namenloser Mann, geboren als Erwachsener ohne Mutter und ohne Vater, kommen wird um die Götter niederzuwerfen, ihnen ihre Macht zu nehmen und Existenz zu negieren. Jener Tag wird schon bald kommen...

Was nun klingt, als sei es geradezu als Psalm aus dem trölfunfierzigsten Knöchelverzeichnis 3. Buch Hasenfuß aus einem X-beliebigen religösen Buch entsprungen, ist hingegen der Ausgangspunkt von Redhand, der nun in einer zunächst dreibändigen Reihe im Albumformat bei Cross-Cult erscheint.

Viele hundert Jahre nach einem apokalyptischen Ereignis, das die ursprüngliche hochentwickelte Zivilisation vom Antlitz des Planeten fegte, finden Kotar, Ator und Bioka auf ihrer Flucht vor Sklavenjägern einen namenlosen Mann, der aus einer mysteriösen Kapsel steigt. Obwohl er weder weiss wer er ist und wo er sich befindet, noch jemals eine Waffen in den Händen hielt, befördert er instinktiv die Verfolger mit einem Schwert vom Leben zum Tode. Die drei geben ihm den Namen "Redhand" und nehmen ihn mit in ihr Dorf. Redhand lernt ihre Sprache und versucht ein akzeptiertes Mitglied der Gemeinschaft zu werden. Doch der Dorfschamane traut ihm und dem geheimnisvollen Wissen nicht, über das Redhand verfügt, sodass sich Konflikte nicht vermeiden lassen...

Der erste Band "Preis des Vergessens" präsentiert sich als relativ langer, actionreicher Prolog zu einer größeren Geschichte, weshalb nicht allzuviel auf den etwa 50 Seiten passiert. Dafür entschädigen das interessante Szenario (ein pragmatischer, atheistischer Protagonist in einer von Abgerglauben und relgiösem Wahn befallenen Welt) und die schönen Zeichnungen von Mario Alberti, dass man gerne mehr erfahren hätte. Somit bleibt abzuwarten, ob der zweite Band den Leser tiefer in die Geschichte einsaugen kann und zeigt, dass Redhand nicht nur Potential hat, sondern es auch auszuspielen weiss.

Sonntag, 1. Juni 2008

Die Axt, das Nashorn mit dem Keks und eine echt miese Tanzeinlage

Tötet Smoochy

Dunkle Tage ziehen für Rainbow Randolph (Robin Williams) auf, den Kinder-TV Moderator der nach ihm benannten Show. Gestern noch war er erfolgreich im Geschäft, mit traumhaften Einschaltquoten, jeder kannte und liebte ihn. Und heute? Randolphs Gier wurde ihm zum Verhängnis als das FBI ihm eine Falle stellte und ihn der Korruption überführte. Aus und vorbei sind die glücklichen Tage und eine lange Zeit der Entbehrungen und Demütigungen stehen füt ihn ab sofort auf dem Programm. Dem Sender ist Rainbow Randolphs Schicksal natürlich egal, denn wegen seinen Eskapaden braucht man nun einen Ersatz mit blütenreiner Weste. 

Freitag, 30. Mai 2008

Bundeswehr Im Wald Ausser Kontrolle

Kein Bund für´s Leben

"ERSTES STABS- UND SOLDATENVERNICHTUNGSBATAILON 5! VOR DEM GEBÄUDE AAAAAANGETREEETÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄN!

So, ihr Maden, ich als euer Hauptmann habe euch etwas Wichtiges mitzuteilen. Nachdem ich gestern wie jeden Tag meine Lieblingskomödie "Die durch die Hölle gehen" gesehen hab, offerierte mir mein Eheweib, dass sie sich scheiden lassen will. Aus diesem Grund war ich gestern ab 22hundert äusserst unbefriedigt. Da aufgrund meines anhaltenden Kommandotons keine Nutte in der Stadt mehr mit mir in die Kiste geht bin ich also gezwungen meine Launen ab sofort an euch alleine auszulassen. Du, du bis du da hinten, ich geht nun in die Waffenkammer und schießt euch den Schädel weg. DU, DU und DU, ihr holt schonmal Putzzeug. Der zweite Zug marschiert mit vollem Gepäck einen 200 km Leistungsmarsch. SCHAUT NICHT SO DUMM AUS DER WÄSCHE, IHR ELENDES GESCHMEISS! Wenn ihr wie Weiber ausseht, behandle ich euch halt auch so. WAS?! Ein Paar von euch SIND Frauen?! Das wird ja immer schlimmer!!! So, der dritte Zug schleppt meinen Lieblingspanzer von einem Ende der Kaserne zum Nächsten! Ach ja, die verhinderten Wehrdienstverweigerer rausgetreten und in mein Büro. Mir ist ein wenig nach Arschficken! ---
AUSFÜHREN!"

Donnerstag, 22. Mai 2008

Jungle Hunt - the Movie

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Totgesagte leben länger. Und Indiana Jones wurde schon so manches mal zu Grabe getragen. Damals, Ende der 80er als der letzte Kinofilm "... und der letzte Kreuzzug" anlief, dann nochmal als die für damalige Verhältnisse überaus gut produzierte Serie "Young Indiana Jones Chronicles" eingestellt wurde.

Heute taucht Indiana Jones, respektive Harrison Ford, auf der Leinwand auf und verlängert doch noch einmal die Liste der Kinoabenteuer des Peitschenschwingers. Dabei geht es actionreich zu, wie gewohnt: Indy muss sich diesmal der Russen und nicht der Nazis erwehren, begibt sich in Vervolgungdjagden, überlebt gerade so eine Atombombenexplosion, ist auf der Suche nach uralten Artefakten, lässt wieder einmal antike Gebäude zerbröseln und... aber von vorne:

Dienstag, 13. Mai 2008

Unterwürfige Sperma-Rambos als Fickfleisch missbraucht - Teil IV

Batman Begins

HA! Reingefallen! Hier geht es nicht um Pornos, sondern um Filme! Wer die Überschrift aber mag, darf sich gerne unter http://lyrik2000.sarento.de/porngen.php mit dem Pornotitelgenerator neue erstellen lassen. Viel Spass! Was wollte ich eigentlich nochmal? Ach ja: Filme!


2005 stand für Batman Fans die Kinowelt Kopf. SO hatte man ihren Lieblingshelden noch nie gesehen. Ganz besonders nicht SO realistisch - soweit man das bei einer phantasievollen Comicverfilmung überhaupt sagen kann. Und auch die Kinogänger, die sich nie mit den Comics beschäftigt haben wunderten sich: "nanu, keine Fortsetzung? Das spielt davor? Ne, dazwischen? Auch nicht! Die Geschichte mit seinen Eltern ist so anders als im ersten Film..." Na logisch! Christopher Nolan stand Pate für diese Neuinterpretation des Dunklen Ritters. Anlässlich der in diesem Jahr anstehenden Fortsetzung huldige ich einmal mehr mit einem kurzen Rückblick einem Höhepunkt des Genres.

"Als Mensch aus Fleisch und Blut werde ich ignoriert oder getötet, aber als Symbol kann ich unbestechlich sein und unvergänglich."

Dienstag, 6. Mai 2008

Tanze Muay Thai mit mir, Muay Thai die ganze Nacht...

Revenge Of The Warrior
OT: Tom Yum Goong

Bild: PAL (1,85:1 / anamaorph 16:9)

Laufzeit: ca. 82 min

Ton:
Deutsch (DTS 5.1)
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Thailändisch (Dolby Digital 5.1)

Für den deutschen Markt gibt es eine Single-DVD (die ich habe) und eine Doppel-DVD mit den folgenden Extras auf DVD 2:
  • Regisseur Prachya Pinkaew schildert die Dreharbeiten zur legendären extralangen "One Shot-Kampfszene" (35:11 Min.)
    Workout mit Tony Jaa (07:01 Min.)
    Interview mit Petchtai Wongkamlao (Mark) (01:35 Min.)
    Interview mit Bongkoj Khongmalai (Pla) (01:31 Min.)
    Interview mit Tri Nguyen (Johnny) (03:24 Min.)
    Interview mit Jing Xing (Madame Rose) (01:23 Min.)
    Interview mit Jonathan Patrick Foo (Wushu-Kämpfer) (02:06 Min.)
    Interview mit Kevin McGrath (Produzent) (01:35 Min.)
    Tony Jaa's "Ong-Bak"-Promotion Tour in Frankreich (03:08 Min.), in Japan (03:01 Min.), in Korea (02:41 Min.), in Taiwan (01:58 Min.), in den USA (01:31 min.)
    Tony Jaa's "Tom Yum Goong"-Promotion Tour in Korea (07:24 Min.)
    Tony Jaa's Guiness-Weltrekord: 1000 Menschen trainieren mit ihm "Muay Thai" (04:20 Min.)
    Artwork-Galerie (03:24 Min.)
Kurzinhalt
Als die beiden Elefanten von Kahms Familie von einer Mafiaorganisation aus Thailand nach Australien verschleppt werden, macht dieser sich auf nach Sydney um sie zu suchen. Dort angekommen muss er feststellen, dass er einem skrupellosen Feinschmeckerring auf die Schliche gekommen ist. Diese machen selbst vor bedrohten Arten nicht halt und auch die Polizei scheint ihre Finger im Spiel zu haben...


Freitag, 2. Mai 2008

"Ich bin nur ein Opfer des Kapitalismus!"

Iron Man

Die einen handeln mit Obst und Gemüse, andere mit Zeitschriften, wieder andere verkaufen Elektroartikel, preisen Dummheit oder geilen Geiz an, und dann gibt es wiederum ganz andere, die verkaufen Waffen. Im Gegensatz zu ihren Kollegen in den anderen Sparten, gehören Waffenhändler aber nicht zu der beliebtesten Sorte Mensch. In der Regel zu Recht wie ich finde. Tony Stark (Robert Downey Jr.) wird sich eines Tages nach einer Waffenschau in Afghanistan darüber bewusst, dass man in seinem Job leicht zur Zielscheibe wird.

Freitag, 25. April 2008

TAKE THE POWER BACK!

Fight Club

"Die Leute fragen mich immer ob ich Tyler Durden kenne."

Woran merkt man, dass man so langsam aber sicher ein alter Sack wird? Genau, man fängt an die Jubileen von Filmen mitzuzählen, die man damals bei Release selbst im Kino gesehen hat. Nun gut, bei "Fight Club" ist das zwar noch ein Jahr bis zum Zehnjärigen, aber das soll mich nicht abhalten bereits heute ein Hoch auf diesen Klassiker auszurufen. Wenn der geneigte Leser "Fight Club" noch nicht gesehen hat sei er gewarnt, dass ich spoilern werde, wie noch nie zuvor gespoilert wurde.  Am besten also Film ausleihen, kaufen oder sonstwie erwerben, dann sehen wir uns hier wieder.

Alles klar? Los gehts!

"Mit einem Pistolenlauf zwischen den Zähnen bringt man nur noch Vokale heraus."

Montag, 21. April 2008

Keanu Reeves wankt von Tatort zu Tatort

Street Kings

Es gibt Dinge, die sich einfach nicht vertragen: Mann und Frau, Hund und Katze, Bier und Wein und ganz besonders Alkohol und Schusswaffen.

Detective Tom Ludlow (Keanu Reeves) hat von Beidem ausreichend zur Verfügung. Seit seine Frau vor einigen Jahren einen unschönen Abgang hingelegt hat, ist er dem Alkohol zugetan. Auch in betrunkenem Zustand erledigt er seinen Job noch sehr effizient. Abgestumpft und nihilistisch führt er alle Befehle seines besten Freundes und Vorgesetzten Captain Jack Wander (Forest Whitaker) aus. Das führt dazu, dass er sich den Ruf als brutalster Bulle der Stadt einfährt. Kein Wunder, wenn die Strategie "erst schiessen, dann Beweise unterschieben und dann Fragen stellen" lautet.

Dienstag, 15. April 2008

Meine vital benachteiligten Nachbarn

Fido

"Amerika ist durch den Fleiß des Arbeiters groß geworden. Alle großen Amerikaner wurden von den Arbeitern erst zu dem gemacht, was sie sind. Arbeit, das Kapital der Unterschicht, dem Kaffeesatz der Gesellschaft. Durch die Arbeit definieren wir alle unseren Wert in dieser Demokratie. Doch graue Wolken dräuen am Horizont und künden von großem Unheil. Die Arbeit wird knapp für uns Amerikaner. Jawohl! Und wisst ihr auch warum? Weil wir dank der Politik dieser rückgratlosen Lackaffen in Washington nicht nur durch Weiber und Ausländer, die in Scharen in unser schönes Land kommen, um freie Stellen betrogen werden, NEIN, neuerdings auch durch ganze Horden von Zombies! Untote machen uns die Arbeit streitig! Die, die in den Gräbern faulen sollten, sind mit der Sucht nach Menschenfleisch wiederauferstanden! Wir hätten sie alle verdammt nochmal umbringen sollen. Nur das Gehirn, mehr muss man nicht zerstören um dieses Ungeziefer unschädlich zu machen. Aber NEIN! Wir haben sie nicht ausgerottet.

Weil Dr. Geiger eine Apparatur erfand, mit der die Untoten gezämt und abgerichtet werden können, müssen wir loyalen Arbeiter Amerikas um unsere Existenz bangen. Doch unsere Regierung schaufelt sich bei dem Geschäft mit untoten Sklaven nur die Taschen voll und ignoriert unsere Nöte. Zomcom, Geigers Firma, verdient mit unserem Leid Milliarden! Dieses Geld gehört dem arbeitenden amerikanischen Volk! Washington schaut weg, aber wir nicht! Wir nehmen uns nun das was rechtmäßig uns gehört. Lasst uns zur örtlichen Zomcom-Niederlassung gehen und die Gebäude schleifen. Lasst uns eine Revolution entfesseln und unsere Arbeit und unsere Würde wiedererlangen! NIEDER MIT DEN ZOMBIES! NIEDER MIT ZOMCOM!"

Ja, der Arbeitsmarkt wird hin und wieder durch ungewöhnliche Krisen gebeutelt. Doch bleibt ausgerechnet dieser Aspekt in dem Zombie-Spaß "Fido" gänzlich unerwähnt.

Montag, 14. April 2008

Die Axt im Walde

Verleih: Sunfilm
DVD-Verleihstart: 18.10.2007
DVD-Verkaufstart: 09.11.2007
Verpackung: Steelbook Doppel-DVD

Ton:

- Deutsch: DD 5.1 & DTS
- Englisch: DD 5.1

Untertitel:
Deutsch
Bild:
16:9 (1:1,78)
Laufzeit: ca. 81 Min. (uncut)

Extras:

• Audiokommentar
• The Making of Hatchet
• Meeting Victor Crowley
• Guts & Gore
• Anatomy of a Kill
• A twisted Tale
• Gag Reel
• Trailer

Hatchet


Schöner Oldschool Slasher!

Mal wieder einer der üblichen Sonntage:
Besch***enes Wetter (um das mal ganz milde auszudrücken) und bevor die Langeweile Einzug hält mal eine DVD raussuchen. Fällt mir doch glatt "Hatchet" ins Auge, noch schön in der Folie drinne. Der Kurzinhalt liest sich schonmal nicht schlecht. Hier mal ein kurzer Auszug:

Als Ben seinen Kumpel Marcus bei ihrem New Orleans-Besuch überredet eine "Haunted Swamp Tour" mitzumachen, ahnen beide noch nicht, dass die Legende von Serienkiller Victor Crowley ganz und gar der Wahrheit entspricht...


Der Spruch auf der Front Es ist kein Remake, es ist keine Fortsetzung und es ist nicht nach einer japanischen Vorlage macht auch schon Hoffnung. Ich kann nämlich die Hollywood-Remakes von "RING" und "Grudge" etc. nicht wirklich ab *würg*

Mittwoch, 9. April 2008

Run Fatboy Run

Was gibt es denn schöneres im Leben als einen Menschen zu finden und mit ihm oder ihr ein glückliches Leben zu führen, das hin und wieder ruhig auch mal ein Tief haben darf?! Für Dennis (Simon Pegg) ist es der pure Alptraum. Und so kommt es, dass er seiner schwangeren Libby (Thandie Newton) an ihrem Hochzeitstag einen ungewöhnlichen Anblick beschert: seinen Rücken. Er gibt Fersengeld als gäbe es kein Morgen mehr.

Woran liegt es? Nein, Libby ist durchaus gutaussehend und eher von der liebreizenden Sorte. Vielmehr liegt es daran, dass er glaubt, er sei nicht gut genug für sie.


Montag, 7. April 2008

Uuuuund Schnitt!

Abgedreht

Mike (Mos Def) und Jerry (Jack Black) habens wirklich schwer.

Jerry arbeitet in einer Werkstatt und ist Mikes bester Freund, der in der Videothek um die Ecke seine Brötchen verdient. Mr. Flechter (Danny Glover) ist der Besitzer des Ladens und im Grunde könnte das Leben schöner nicht sein. Recht unbekümmert fristen sie ihr Leben in der Straße in der der Jazzspieler Fats Waller einst lebte. Ok, die Bude ist ein wenig heruntergekommen und es kommen kaum noch Kunden, weil Mr. Fletcher es versäumt hat von VHS auf DVD umzustellen; doch was solls? Schließlich gehört ihm der Laden und eigentlich ist er doch eh zu alt um noch einmal von vorn zu beginnen. Doch dann taucht die Baubehörde auf, die entweder die schweineteure Renovierung des Ladens fordert oder einen Abriss. Was tun in einer solchen Situation? Mr. Fletcher jedenfalls fährt ersteinmal in Urlaub.

Once upon a Mammut

10.000 B.C.

Im Jungpaläolithikum ist der Teufel los. Das zumindest dachte sich wohl Roland Emmerich, als er mal wieder nach einer Idee für einen vergurkten Film forschte.

Nach "Independence - der Tag", "der Patridiot" und "Tomorrow The Day Is In The After" nun die neue Hirnerweichungsmaßnahme von unserem Spätzle-Export in Hollywood.

Samstag, 5. April 2008

Futurama - Benders Big Score

Ihr könnt mich alle an meinem glänzenden Metallarsch lecken!

So oder so ähnlich muss Matt Groening mit seinem Team an die Arbeit zum Futurama Film gegangen sein, der sowohl in den Staaten als auch hier eine Direct-To-DVD veröffentlichung ist. Futurama wurde abgesetzt aufgrund von Querelen mit dem US Sender FOX, die die gesellschaftskritischen und freizügigen Untertöne nicht mochten und von Groening verlangten die Serie "konservativer" zu gestalten.

Da der Meister nicht kooperieren wollte, wurde die Serie kurzerhand abgesetzt. Zwei Jahre danach erscheint nun doch ein Film zur Serie, der den Sender doch tatsächlich bewogen hat die Produktion wieder aufzunehmen.

Samstag, 29. März 2008

No Country For Old Men

Es gibt wenig Duos, die lange zusammenarbeiten und äußerst produktiv im Filmgeschäft sind. Und Brüder sind da noch seltener. Da wären im Action-Genre die Wachowsky Brothers, die aber in den letzen Jahren doch sehr nachgelassen haben, die Farelly-Brothers, die das Gesicht der Komödie in den letzten 15 Jahren deutlich mitgeprägt haben und die Cohen-Brüder Ethan und Joel. Zwar gingen auch sehr humorvolle Filme auf deren Konto, doch sind deren Werke eher dem Drama zugehörig. O Brother where art thou, Ladykillers, Fargo, The Big Lebowski und The Man who wasn´t there bilden einen guten Querschnitt durch das Schaffen der Brüder.

Zwar fehlt es "No Country For Old Men" nicht an einigen humorvollen Elementen, doch handelt es sich eher um ein düsteres Drama.

Sonntag, 2. März 2008

Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

Mit der Liebe ist das so eine Sache. Mal will die Angebetete nichts von einem wissen, dann verbockt man es vielleicht mit einer unbedachten Aussage oder es klappt und man kommt zusammen. Im London des 19. Jahrhunderts hatte Benjamin Barker Glück und konnte mit seiner Angebeteten eine Familie gründen. Soweit, so Zucker für die Zähne. Zum Glück für den Zuschauer mag Richter Turpin dieser Anblick garnicht behagen, denn er begehrt seinerseits Turpins Frau.

Dienstag, 26. Februar 2008

Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

„Ladys and Gentlemen, willkommen zum heutigen Schaukampf im Schlechtgewichtsboxen. In der linken Ecke haben wir den Titelverteidiger J.R.R. Tolkien. In der rechten Ecke bereitet sich der Herausforderer Peter Jackson auf seinen Gegner vor. Wer meine Damen und Herren wird den Kampf gewinnen? Das wird heute sehr spannend werden. Während Tolkien mit einer Menge Erfahrung auf seiner Seite mit Sicherheit nicht so schnell in die Falle zu locken sein wird, kann Jackson mit einem übermächtigen Budget aufwarten.“

„Ring frei für Runde 1!“

Donnerstag, 21. Februar 2008

Herr der Ringe - Die Zwei Türme

Nächster Fall!“
„Guten Tag. Bevor wir starten, klären wir zunächst die Personalien. Wie lautet ihr Name?“
„Peter Jackson, euer Ehren.“
„Bitte setzen Sie sich und packen sie sich das Kraut aus dem Gesicht, das scheinbar ihr Haar ist. Ah, danke, sie sitzen doch mit dem Gesicht zum Gericht.
Was sind Sie von Beruf?“
„Regisseur.“
„Was verdienen sie so in etwa pro Film?“
„Kommt drauf an, aber es wird ein ganzer Arsch voll sein.“
„Herr Staatsanwalt, bitte verlesen sie die Anklageschrift!“


„Mr. Jackson, Ihnen wird zur Last gelegt den Film „Die Zwei Türme“ verbrochen zu haben. Dabei gestaltet sich diese cineastische Zeitverschwendung wie folgt. Der Film beginnt mit der schlechtesten Szene des ersten Herr der Ringe Filmes, für den sie sich ebenfalls zu verantworten haben.

Montag, 18. Februar 2008

Herr der Ringe - Die Gefährten

Der Herr der Ringe (ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick)
nach einer Nacherzählung eines Kerls, der nen Typ kennt, dessen Geliebte mal ein Verhältnis mit einem hatte, der einen kannte, der sich das Buch gekauft, den Einband gelesen und dann ins Regal gestellt hat.

So oder so ähnlich müsste eigentlich der Film im Vorspann angekündigt werden. Wäre wenigstens ehrlich. Denn nach dem Genuss dieses Machwerks hat man den Eindruck, dass die Macher gar nicht so recht im Bilde waren, was sie da machen. Oder der Druck durch das Studio war so groß, dass Peter Jackson sich zugunsten des Budgets prostituieren musste. So viel zum künstlerischen Anspruch, der immerzu im Kampf mit den ökonomischen Anforderungen steht. Dazu später mehr, wenn die Beispiele auftauchen.

Die Bücher sind wunderbar und wirklich jedem zu empfehlen, der gerne liest und Fantasy mag. Der Film ist eher was für Masochisten oder Leute, die das Buch nicht kennen und sich daher deutlich seltener wundern müssen, warum das auf der Leinwand Gezeigte mal gerade wieder null Sinn gemacht hat.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Von Wildschweinen und anderen Sauereien

Asterix bei den Olympischen Spielen

Romantix hat sich per Brieffreundschaft in die Prinzessin Griechenlands (!) verliebt. Dummerweise ist sie dem pöbelhaften Brutus versprochen, den sie aber so garnicht vor den Altar führen möchte. Daher kommt es zu einer Herausforderung: Wer die Olympischen Spiele gewinnt hat seinen Wert bewiesen und bekommt die Hand der Prinzessin. Asterix, Obelix, Miraculix und Troubadix begleiten Romantix nach Olympia um ihm bei den Wettkämpfen zur Seite zu stehen. Das ist auch bitter nötig, da Brutus garnicht daran denkt fair zu kämpfen.

Montag, 4. Februar 2008

Es war einmal in Amerika - Once upon a time in America

Die 1920er Jahre im New York zur Zeit der Prohibition waren ein hartes Pflaster, doch Noodles, Patsy, Max und Cookie schlagen sich für Kinder recht erfolgreich mit Erpressung und Schmuggel durch. Gangsterboss Bugsy sind sie jedoch ein Dorn im Auge, sodass er ihnen von Zeit zu Zeit auf die Pelle rückt. Bei einer dieser Begegnungen wird einer der Freunde tödlich von einer Kugel getroffen. Noodles rächt sich umgehend - von Raserei gepackt - und sticht den Mörder nieder. Selbst die eingreifenden Polizisten können ihn nicht aufhalten. So landet Noodles für über zwölf Jahr im Gefängnis. Als er entlassen wird, warten seine Freunde schon auf ihn. In der Zwischenzeit haben sie mit dem Schmuggel von Alkohol eine Menge Geld verdient und sind dabei ein kleines Gangsterimperium zu errichten. Noodles fügt sich in seine Rolle als zweiter Anführer nach Max, aber ihm behagen die neuen Methoden nicht. Er hält nicht viel vom Morden. Zudem hat er mit seinen unkontrollieren Gewaltausbrüchen und seiner Opium-Sucht zu kämpfen. Schließlich wird die Freundschaft von Max und Noodles auf eine harte Probe gestellt als die Situation eskaliert.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Spiel mir das Lied vom Tod - Once Upon A Time In The West

"Menschen sind leichter zu verängstigen wenn sie sterben." (Frank)

Das Leben könnte so einfach sein. Frank (Henry Fonda) machte sich am frühen Morgen mit seiner Bande zum Sweetwater Hof auf um Brett McBain und seine verdammte Brut aus den Pantoletten zu ballern. Nun, zugegeben, das klappte auch vorzüglich. Zuerst fiel diese hässliche Tochter Maureen in den Staub, dann nahmen sie sich Brett und seine beiden Söhne vor, schade um den Kleinen, er war vielleicht erst sieben oder acht. Aber einer seiner Jungs musste ja unbedingt Franks Namen ausplaudern. So konnte er Bretts Filius nicht laufen lassen. Aber kaum ist man fort, weil man der Überzeugung ist, der Job sei erledigt, taucht mit dem Zug in der benachbarten Stadt auf einmal eine Frau aus New Orleans auf, die behauptet sie sei McBains Frau Jill (Claudia Cardinale).


Montag, 28. Januar 2008

Shoot 'em up!

"Weisst du was ich hasse...?!"

Es gibt Tage im Leben, da wäre man besser im Bett liegen geblieben. Etwas ähnliches muss sich Smith (Clive Owen) auch gedacht haben, als er Karotten mümmelnd an der Bushaltestelle saß und eine hysterisch schreiende Schwangere dicht gefolgt von einem bewaffneten Mann an ihm vorbei laufen. Er seufzt einmal schwer und geht den beiden hinterher und kann gerade so den pöhsen Purchen davon abhalten Mami das Lebenslicht auszupusten, indem er ihm eine Möhre ins Auge rammt, als dessen Spielkameraden auftauchen. Zu aller Not setzen auch ausgerechnet in dem Moment die Wehen ein. Smtih hat alle Hände voll damit zu tun die Knallchargen ins Jenseits zu befördern und Opfer-Junior zu motivieren ein bisschen eher als geplant aus Mami rauszukrabbeln. Als das Baby endlich da ist muss ein Fluchtplan her. Dummerweise hat Mami einen so kleinen IQ, dass sie die Kugeln mit der Stirn einfängt. Am liebsten würde Smith sich nun einfach so davon machen, aber den Kleinen will er auch nicht zurücklassen. Er seufzt ein zweites mal und kann sich schon denken, dass die nächsten beiden Tage ein echt beschissener Ritt für ihn sein werden.


Sonntag, 27. Januar 2008

Wenn ich groß bin spiele ich mal Indiana Jones

Das Vermächtnis des geheimen Buches

Gemäß den Gesetzen Hollywoods muss ein erfolgreicher Film fortgesetzt werden. So jüngst geschehen in "Das Verrmächtnis des geheimen Buches". Wir erinnern uns an das Ende des Vorgängers: Ben Gates bekommt seinen Tempelritterschatz, die weibliche Hauptrolle als Freundin und der Bösewicht war überm Jordan.... mit etwas Nachhelfen wohlgemerkt.

Hier setzt der zweite Teil an, der somit die erste Fortsetzung in der Karriere von Nicholas Cage darstellt. Und damit hat es sich im Grunde schon mit den Neuerungen. Ben Gates und Abigail (Diane Kruger) haben sich jüngst getrennt, sein Bester Freund Riley (Justin Bartha) hat ein Buch über Verschwörungstheorien auf den Markt gebracht und alles ist somit wieder auf Null zurückgesetzt worden.


Donnerstag, 24. Januar 2008

Zwei glorreiche Halunken - The Good, the Bad and the Ugly

AIIAIIAAAAAA -WAH WAH WAH

Zum letzten Mal reitet 1966 der Mann ohne Namen (Clint Eastwood) in einem Film von Sergio Leone. Diesmal sind er, der hässliche immerzu fluchende Tuco (Eli Walach) und der kaltherzige Sentenza (Lee van Cleef) auf die Spur eines vergrabenen Goldschatzes gekommen; einer Kiste mit Sold der für die Armee bestimmt war, jedoch von Soldaten gestohlen und versteckt worden ist. Dabei kreuzen sich die Wege der drei immer wieder auf mehr oder weniger schmerzhafte Weise bis es zum finalen Showdown auf einem Friedhof kommt.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Drachenläufer

Amir ist zwölf Jahre alt und lebt 1978 in Kabul, Afghanistan. Meist schlägt er die freie Zeit mit seinem besten Freund Hassan beim Drachen steigen lassen und Geschichten erzählen tot. Hassan lebt mit seinem Vater auf dem Anwesen von Amirs Vater, der dessen Herr ist. Amirs Vater hat sehr genaue Vorstellungen von einem moralisch gefestigtem Lebenswandel und ist recht wohlhabend, sodaß sie sich einen großzügigen Lebensstil erlauben können. Regelmäßig nehmen die Freunde an den Drachenwettbewerben teil, bei denen der gewinnt, dessen Drache am längsten in der Luft bleibt. Amir gewinnt einen dieser Wettbewerbe und Hassen läuft los um seinem Freund den gewonnenen Drachen zu bringen. Als Hassan nicht wieder kommt folgt Amir ihm durch die Gassen und muss mitansehen, wie die älteren Jungs Hassan verprügeln und vergewaltigen, weil er Amirs Drache beschützt und einer Minderheit angehört. Beschämt über sich selbst, weil er nicht den Mut aufgebracht hat Hassan zu helfen, entfernt sich Amir immer weiter von ihm. Als dann im Dezember 1979 die Sowjets in Kabul einmarschieren und Amir mit seinem Vater nach Amerika flieht, glaubt er nie wieder von Hassan zu hören.

Dienstag, 22. Januar 2008

Für ein paar Dollar mehr

Der Namenlose Fremde ist zurück. Clint Eastwood ballert sich wieder stilvoll durch den Wilden italienischen Westen. Und diesmal ist Lee van Cleef an seiner Seite, der in den 50ern in vielen amerikanischen Western zu sehen war und hier die Figur Colonel Mortimer mimt.

Der haschrauchende Indio wird von seiner Bande aus seiner Zelle befreit. Sofort schmiedet er Pläne für einen spektakulären Bankraub. Er will die am sichersten bewachte Bank knacken. Mortimer und der Namenlose Fremde sind zwei Kopfgeldjäger, die ihm auf der Spur sind und deren Wege sich dabei kreuzen. Als beide erkennen müssen, dass sie sich ebenbürtig sind, verbünden sie sich um Indios Bande das Handwerk zu legen. Währenddessen treibt Indio auf seinen Trips zwischen Traumwelten und der Wirklichkeit hin und her und führt seine Männer ins sichere Verderben.

"Für eine handvoll Dollar" schlug ein wie eine Bombe. Zumindest in Europa.

Hier greift dann das oberste Gesetz Hollywoods: wenn ein Film erfolgreich ist, ist er es wert eine Fortsetzung zu bekommen, auf dass er noch mehr Geld in die Kassen spiele, hugh!

Montag, 21. Januar 2008

Für eine handvoll Dollar

Etwa zur selben Zeit als Slapstick-Filme ihre Blütezeit hatten - also in der Stummfilmära der 20er Jahre - war auch eine andere Art Film sehr beliebt:

Der WESTERN!

Während die Slapstickfilme mit der Erfindung der Tonspur wie die Dinausaurier den Fehler machten bei Rot über die Ampel zu gehen und zum Großteil plötzlich den Löffel abgaben, konnte sich der Western weiterhin behaupten. Zu dieser Zeit wuchs auch Sergio Leone in Italien auf und er liebte die Westernfilme dieser Zeit. Er hatte Anfang der 60er bereits als Assistent an einigen Sandalenfilmen wie "Die letzten Tage von Pompeji" gearbeiten und seine erste Regie an "Der Koloss von Rhodos" beendet, als er 1963 einen Film sah, der ihn wie die Western nachhaltig beeindruckte: Akira Kurosawas "Der Leibwächter" aus Japan. Kurosawa hatte sich auf Filme über die Samurai spezialisiert und ließ sich für diese (laut eigenen Aussagen) von Western inspirieren.

Somit lag es nahe aus dem Stoff von "Der Leibwächter" einen Western zu stricken. Leone machte sich sodann an die Arbeit und adaptierte die Geschichte - allerdings ohne sich mit Kurosawa abzusprechen, was noch seine Folgen haben sollte, fügte der Handlung jedoch viele eigene Elemente hinzu.


Freitag, 18. Januar 2008

M

Die Menschen in Berlin leben in Angst. Seit Monaten geht ein Kindermörder um. Paranoia greift um sich, jeder verdächtigt jeden. Da kann es durchaus passieren, dass ein harmloser Passant, der von einem Kind angesprochen wird, sich auf einmal im Handgemenge oder im Gefängnis wieder findet. Während die Berliner immer ungeduldiger werden, arbeitet die Polizei auf Hochtouren. Doch dem Organisierten Verbrechen ist dies nicht genug. Die ständigen Razzien bringen die Geschäfte zum Erliegen und so beschließen sie selbst tätig zu werden und die Bettlergilde, die in der ganzen Stadt präsent ist als Beobachter einzuspannen.

Der Kindermörder indes ahnt nicht, dass sowohl Polizei als auch die Berliner Unterwelt ihm dicht auf den Fersen sind...

Romuald Karmakar von der Süddeutschen Zeitung schrieb über M: "Dieser Film ist Weltkulturerbe, nicht offiziell, aber im Herzen aller, die das Kino lieben."


Mittwoch, 16. Januar 2008

Hellboy

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges versucht Hitler - der vom Okkulten besessen ist - das Ruder noch einmal herumzureissen. Hierbei soll ihm Rasputin, die ehemalige rechte Hand des Russischen Zaren um die Jahrhundertwende, helfen. Rasputin baut mithilfe einiger Gesellen wie dem mehr oder weniger untoten Kroenen, seiner Geliebten Ilsa Haupstein und namenloser Nazi-Wissenschaftler eine Apparatur die der Wehrmacht ungeahnte Kräfte verleihen soll. Die Maschine ist ein Portal zur in den kalten Weiten des Alls gefangenen Bestie Oggdru Jahad. Diese gedenkt Rasputin in Wirklichkeit zu erwecken, denn sie ist es der er seine Unsterblichkeit verdankt (wir erinnern uns: den echten Rasputin musste man ja auch mehrmals töten bis er auch endlich mal tot war und blieb ). Es kommt wie es kommen muss: das Experiment geht dank des Eingreifens der US-Marines deftigst in die Hose und alle Bösewichter geben erstmal den Löffel ab. Doch durch das Portal ist ein kleines rotes Geschöpf gekommen, das von dem Wissenschaftler Broom adoptiert wird. Hellboy.

Dienstag, 15. Januar 2008

Todeszug nach Yuma

Westernfilme haben seit den Siebzigern einen schweren Stand. Nachdem die Zuschauer mit den Ami- und den Italo-Western in den 50er und 60er Jahren geradezu überschwemmt worden sind mit dieser Art Film, war man es leid Cowboys, Indianer, Prärier und Pferde zu sehen. Mehr oder weniger versank das Genre im Orkus. Meiner Meinung nach zu Recht, denn die große Masse dieser Filme war auf Zelluloid gebannter Müll, wenn man von einzelnen Werken, wie denen Leones und weniger anderer mal absieht.

Doch getreu dem Knorkator-Song "Die Scheisse rennt dir nach" kommt auch aus dem Klo der Unterhaltung hin und wieder was nach oben. Und da das so selten geschieht sind das dann meist auch richtige Filmperlen. Zu erwähnen sind da unter anderem "Erbarmungslos", "Schneller als der Tod" oder die Serie "Deadwood". "Todeszug nach Yuma" (3:10 to Yuma) reiht sich hier souverän ein, soviel sei vorab verraten.


Montag, 14. Januar 2008

Stay

"Möge Gott sein zwischen dir und dem Leid an allen verlassenen Orten, die du erreichen wirst."

Wie heisst es doch so schön: wenn es einem an Talent oder Zeit fehlt die richtigen Worte zu finden, dann klaut man sich die Guten Sätze am Besten von denen die Zeit und Talent haben; respektive hatten. 

Henry Letham (Ryan Gosling) ist auf einer Reise; angezogen von Orten, die so einsam sind, dass sie ihn gefangen halten und er sich einer deprimierenden Lösung stellen will: er will sich am Samstag um 21 Uhr das Leben nehmen.

Samstag, 12. Januar 2008

I am Legend

Remakes sind ja seit den Anfang 90ern ein schweres IN-Thema geworden, was mit Sicherheit zum großen Teil an dem qualitativen Sprung in Sachen Tricktechnik liegt. Der Trend hält nach wie vor an (allen voran die Neuinterpretationen von Superheldenfilmen) und wird mit "I am Legend" konsequent fortgesetzt.

Die mittlerweile vierte Verfilmung des S/F Romans von Richard Matheson weiss auch dann sogleich hauptsächlich durch die verwendete Technik zu begeistern. Das verlassene New York ist so atemberaubend in Szene gesetzt, dass es wahre Gruselschauer über den Rücken gleiten lässt. Man fühlt sich ob der verstopften Strassen, der wuchernden Pflanzen und den zwischen Autos umherlaufenden Tieren sofort an Terry Gilliams Meisterwerk "12 Monkeys" erinnert.

Freitag, 11. Januar 2008

Das Reich der Sonne

Am Tag als 1941 die Japaner Pearl Harbour überfielen wurden in Shanghai alle westlichen Zivilisten in den Diplomatenvierteln deportiert.

Dort lebt auch der 11jährige Flugzeugfan Jim mit seinen Eltern. Während Shanghai schon lange von den den Japanern besetzt ist wagen sie sich nicht in die geschützen Viertel von Briten und Amis einzumarschieren.  Die Häuser, das Gesellschaftliche Leben, der Luxus, Schulen, alles sah aus wie in der Heimat; ein Staat im Staat.

Als die Japaner auch mit den Amerikanern im Krieg liegen, besteht kein Grund mehr für Zurückhaltung. Viele versuchen zu Flüchten, landen aber nur in Auffanglagern. Dabei wird Jim von seinen Eltern getrennt und versucht im besetzten China zu überleben. Was folgt ist eine Odysse, die ihn direkt in die Gefangenschaft führt. Dort lernt Jim wie man im Krieg überlebt und auf kürzestem Weg erwachsen wird.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Little Britain

Little Britain, das sind Matt Lucas und David Williams in einer der skurrilsten Sketch-Shows bis dato.

Little Britain, verpackt in eine Art Pseudo-Doku über die Bewohner der Insel, quasi als Aufklärungsmaterial, damit man als Besucher weiss, was man zu erwarten hat.

Little Britain, das sind Figuren wie

die asoziale Ghetto-Tussi Vicky Pollard, immer mit einem Bein im Knast,

der schwulenfeindliche Schwule Daffyd Thomas, der keinen anderen Hinterlader im Dorf haben will,

die gehässige Diätkursleiterin Marjorie Dawes, die keine Gelegenheit auslässt auf ihren Dicken herumzuhacken,

die Transe Emily Howard, die doch so gern eine Lady sein möchte,

der im freiwilligen Sozialen Jahr stecken gebleibene Lou, der sich mit mütterlichem Masochismus um den behinderten (?) Andy kümmert,

die fette, im Spa lebende und vor den Rechnungen fiehende Bubbles De Vere, die gern in Naturalien zahlen würde,

die erzkonservativen Rentnerinnen Judy und Maggie, die alles unbritische zum Kotzen finden,

der "Happi" süchtige Harvey Pincher, der sogar bei der eigenen Hochzeit nach der mütterlichen Brust verlangt,

und jede Menge mehr.

Auch wenn oft ein Gag über mehrere Folgen in zig Varianten schon fast totgeritten wird, schaffen es Lucas und Williams immer wieder einen draufzusetzen. Die erste Staffel war ja schon gut, aber die zweite bricht noch erbarmungsloser die Regeln des political correctness.

Wer kann sollte sich die Serie im Original anschauen. Aber dank ziemlich mieser Dialekte sollten Untertitel an sein. Im Zweifelsfall tut es auch die ziemlich gute Übersetzung aus der Feder von Oliver Kalkofe und Oliver Welke, die auch alle Rollen sprechen.

Teenage Mutant Ninja Turtles

Cowabunga! The Turtles are back!

Nach den mehr oder weniger peinlichen Real-Umsetzungen der Comics von Kevin Eastman und Peter Laird wagen sich die Weinstein Brüder nun an eine Umsetzung. Und wie es sich für einen Comicstoff gehört diesmal als Computeranimation. Zwar bekomme ich vor lauter animierten Ratten, Mäuschen, Eichhörnchen, Bären, Pinguinen, Insekten und dem anderen Gekröse so langsam aber sicher das Kotzen, aber für die Turtles genehmige ich eine Ausnahme.

Kiss Kiss Bang Bang

Wer auf bleihaltige Komödien steht, sollte sich "Kiss Kiss Bang Bang" nicht entgehen lassen.

Harry (Robert Downey Jr.) ist ein miserabler Kleinganove, der auf einer seiner Diebestouren von der Polizei erwischt wird und über seine Flucht irgendwie ins Filmbuisness gerutscht und in LA gelandet ist. Dort soll ihm der schwule Detektiv Perry (Val Kilmer) Nachhilfestunden geben, damit er sich in seine Rolle hineinfindet. Harry begleitet Perry also eines Nachts und aus einem Observationsauftrag wird Ruck Zuck eine Hetzjagd auf Leben und Tod. Während Harry so gar nicht mehr klar ist, was denn gerade für ein Film läuft, versucht er noch nebenher seine Jugendliebe Harmony abzuschleppen, die ebenfalls in LA verweilt. Wie es sich für einen Trottel gebührt, will so garnichts klappen und Harry kann sich irgendwann nicht mehr vor Leichen retten...

Bei vielen Filmen hat man schon das Gefühl: "Ich weiss was gleich passieren wird." und ist meist enttäuscht wenn es tatsächlich passiert. KISS KISS BANG BANG ist kaltschnäuzig genug dem Zuschauer schon eine halbe Stunde vorher das Ende des Films zu verraten und man weiss als Zuschauer: "ok, so kommts dann halt." Und dann.... kommts auch so. Wer sich nun vorab der Spannung beraubt fühlt sei beruhigt, dass das für den Spass am Film vollkommen unerheblich ist.

Der Erzählstil mit vielen Rückblenden, Flashbacks und kleinen Versatzstücken mag den einen oder anderen irritieren, aber nur so wird der Film mit der recht schmächtigen Handlung spannend serviert (was Shane Black (Lethal Weapon) auch wunderbar gelingt).

Action- und Sprücheanteil stimmt, hier und da n knackigs Mädel - fertig ist die Gute-Laune-Packung für den Abend.

8 von 10 Patronen