Freitag, 28. April 2017

Familienbande



Marvel läutet sein Kinojahr 2017 mit dem zweiten Teil der Guardians of the Galaxy ein und lässt dabei nichts anbrennen, wagt dabei jedoch keine allzu großen Experimente. Im Grunde war das zu erwarten und ist aus meiner Sicht nicht weiter schlimm. Es ist wie mit der neuen Scheibe der Lieblingsband: man weiß in etwa worauf man sich einlässt und wird am Ende nicht enttäuscht sein. Übermäßig viele Kinogängern wird das vermutlich nicht betreffen, aber ich erwähne es lieber direkt, damit diejenigen, die eine Revolution erwarten, ihre Erwartungshaltung vorm Kinobesuch zurückschrauben.

Doch zur Story:

Mittwoch, 26. April 2017

State of Play

Fanboys sind merkwürdige Vögel. Aus mir unerfindlichen Gründen muss das Objekt der Begierde bis aufs Blut verteidigt werden, als handele es sich um den Heiligen Gral, der Gefahr läuft den ungläubigen Horden in die Finger zu fallen. Vom normalen Fan trennt sie die eine fast bewundernswerte, unerschütterliche Betriebsblindheit. Hierbei handelt es sich nicht um ein isoliertes, modernes Phänomen. Nein, leider durchzieht es so ziemlich alle Bereiche des Lebens. Sei es Religion, Partei, Lieblingsmannschaft, Auto, Smartphone oder Freizeitbeschäftigung: sie sind in der Minderheit, aber überall und überaus lautstark. Fanboys sind der eitrige Pickel am Arsch jeder Diskussion und immer nur ein Jota vom hundsgemeinen Hater entfernt. Sobald sich einer dieser Kerle in einer Unterhaltung zu Wort meldet, stehen die Zeichen auf schnelle Eskalation. Nicht umsonst wurden in den letzten Jahren überflüssige, negativ konnotierte Begriffe wie „Lügenpresse“, „Console-Wars“ und „PC Masterrace“ geprägt.

Um zum eigentlichen Thema dieses Beitrags zu kommen, machen Fanboys auch nicht vor Comics halt. Schon vor vielen Jahrzehnten bildeten sich hauptsächlich zwei Lager heraus: Marvel und DC mit ihren vor Superhelden überquellenden Pantheons. Allein schon aus Kostengründen konnte man es sich als Teenager nicht leisten den Publikationen beider Verlage Aufmerksamkeit zu schenken. Während man Publisher A supertoll fand, musste Publisher B automatisch doof sein. Grob vereinfacht, zugegeben, aber auf diesen Gedankengang kann man die Angelegenheit herunter brechen. Diesen Konkurrenzkampf feuerte man in den Neunzigern sogar noch mit einer gemeinsamen Comicreihe an: DC vs Marvel nannte sich das launige Event. Ich mache mir nicht viel aus der Superheldenthematik und besaß von Lobo und einigen Batman Ausgaben abgesehen nicht viel, was hieran anknüpft. Independent Comics bzw Graphic Novels sind eher mein Ding. Dass allerdings sogar meine Wenigkeit bei DC vs Marvel zuschlug, sollte deutlich machen, wie ungewöhnlich und kurzweilig das Event war.

Donnerstag, 6. April 2017

Once upon a time... the end!


Da war's! Ende Gelände! Finito! Schluss! Aus! Gehen Sie weiter! Es gibt hier nichts mehr zu sehen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt


Der Weltraum – unendliche Weiten. Dies sind die unglaublich repetitiven Abenteuer des Raumschiffs Tempest. Der Genuss dieser Produktion kann zu Bluthochdruck, Tobsuchtsanfällen, Lachkrampf, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Schwindel und eingeschlafenen Füßen führen. Kontaktieren Sie daher sicherheitshalber im Vorfeld einen Arzt, ob Mass Effect: Andromeda für Sie geeignet ist.

So. Puh! Das tat gut. Direkt zu Anfang dem Spiel einen Tritt in die Weichteile zu verpassen hilft etwas Dampf abzulassen. Nachdem der Zorn ein wenig verraucht ist, schaffe ich es vielleicht den Rest des Reviews ohne weiteres Vernennen hinter mich zu bringen. Nicht dass ich ernsthaft daran glauben würde...