Mittwoch, 5. Oktober 2011

Dou kommst hier ned rein!



Horror, Komödie, jugendliche Gangster, Hip-Hop, Schwarzer Humor, Aliens, Splatter, Muthafucka, Kiffer, Marihuana, Gore, Spannung, Action, Trash und Nick Frost!

Wer bei mindestens dreien dieser Stichworte ein eindeutiges "JA!" empfindet, sollte sich "Attack the Block" näher anschaun. Die krude Trash Produktion aus Großbritannien vereint Horror und Humor in einem ungewöhnlich geschnürten Paket aus möchtegern Gangsta-Milieu und Kifferszene das mit "Monster aus dem All" Reminiszenzen vermischt wurde.


Wer nun immer noch Bahnhof versteht, ein wenig ausführlicher zur Story:
Moses (John Boyega) und seine Freunde sind eine Teenager Gang, die kleinere kriminelle Delikte in ihrem Block begehen. Ein bisschen Taschendiebstahl hier, ein wenig Gras verticken dort. Eines nachts plumpst ihnen ein kleines Alien vor die Füße. Sofort befördern sie das hässliche Viech ins Jenseits und brüsten sich mit ihrer Beute. Blöderweise kommen just in diesem Moment die großen Brüder nach und sinnen auf Rache.
Doch Moses denkt nicht daran den Schwanz einzuziehen. Schließlich will er eines Tages den Block rulen und muss nun beweisen, dass er sein Zuhause auch beschützen kann. Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist die tödliche Gewalt, die die außerirdischen Eindringlinge entfesseln werden.

Ja, "Attack the Block" ist nicht perfekt. Man sieht dem Film das bescheidene Budget oft an. Zwischendurch erlaubt sich der Film einige kleinere Längen und auch mit der Logik ist es auch nicht allzu weit her, aber das nehme ich auch "Doctor Who" nicht krumm, von dem ich ehrlich gesagt mehrfach erwartet hatte, dass er gleich um die Ecke gelaufen kommt und die Gefahr mit seinem Schallschraubendreher bannt; so sehr hat mich die Produktion an die BBC Ikone erinnert.
Wie komme ich auf den Vergleich?
Ganz einfach: der Spaß am Spiel mit dem Szenario steht bei beiden Produktionen in jeder Szene ganz klar im Vordergrund.

Regisseur Joe Cornish (Tintin (Drehbuch mit Steven Moffat und Edgar Wright), Hot Fuzz (Darsteller)) schafft das Kunststück spannende Situationen zu generieren und dennoch einen erfrischend frechen Humor einzuflechten, ohne dass der Film zum grotesken Klamauk verkommt. Man fiebert immer wieder mit den jugendlichen Mistkerlen, wenn sie den Aliens entkommen müssen. Trotz dem geringen Budget sind die Action und die spaßigen Ideen sehr gut umgesetzt worden. Die Schauspieler bringen ihre zumeist prolligen Figuren sehr gut rüber und - HEY! - Nick Frost (Paul, Hot Fuzz, Shaun of the Dead, Hyperspace) mimt einen Marihuana züchtenden Dealer! Alleine das war für mich schon Grund genug dem Film eine Chance zu geben.

Fazit: für Freunde des schrägen Humors mit einem Faible für vergossenes Blut und knackige One-Liner. Mit Freunden und Bier sogar für Hip-Hop-Hasser wie mich ein wahres Fest.

Kommentare:

  1. Heh,
    den hab ich neulich auch im Kino gesehen. Ganze 6 Leute waren da. Kann ich nicht verstehen, weil das ein echt guter Film ist. Bitte mehr englische "Billigproduktionen" von dem Schlag!

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  2. WORD!
    Grad Hot Tub gesehen. War auch witzig, aber nicht so toll, wie Attack the Block.

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  3. Hot Tub Time Machine? Der hat mir auch gefallen, wesentlich lustiger als bspw. Hangover.
    Kill the Boss fand ich auch spassig. Ansonsten siehts ja grade eher mau aus mit interessanten Filmen....

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