Mittwoch, 24. August 2011

The Buddy-Movie strikes back!


Benehmen ist Glücksache. Dass das Sprichwort nicht nur auf Menschen zutrifft, müssen der Schriftsteller Clive (Nick Frost; Hyperdrive, Radio Rock Revolution) und sein zeichnerisch begabter Kumpel Graeme (Simon Pegg; Band of Brothers, Run Fatboy Run!) auf ihrer Rundreise durch die USA feststellen.

Die beiden britischen Nerds haben auf ihrem Trip allerlei mit UFO Geschichten behaftete Stationen wie die Area 51 auf der Route und stolpern eines Nachts unverhofft über einen echten Außerirdischen.
Paul, wie der rotzfreche Kerl heißt (im Original von Seth Rogen, im Deutschen von Bela B gesprochen), ist nämlich auf der Flucht vor dem FBI und braucht dringend zwei Trottel, die ihm aus dem Schlamassel helfen.

Wie es sich für eine ordentliche Buddy Komödie gehört, läuft die Rettungsmission natürlich nicht reibungslos ab und bringt die drei Jungs immer wieder in allerlei skurille Situationen. Nach "Hot Fuzz" und "Shaun of the Dead" stehen Pegg und Frost endlich wieder gemeinsam vor der Kamera. Ohne Edgar Wright als Co-Autor und Regisseur handelt es sich dabei zwar nicht um den dritten Teil der Cornetto-Trilogie, aber "Paul" steht in der selben Tradition wie seine Vorgänger. Zum einen war Simon Pegg - diesmal mit Nick Frost - für das Drehbuch verantwortlich und zum anderen ist der aktuelle Film wieder eine Hommage an Genrefilme und daher mit allerlei Filmzitaten gespickt.

"Shaun of the Dead" nahm den Zombie-Film aufs Korn, "Hot Fuzz" knöpfte sich Polizei Filme im Stil von Lethal Weapon oder Bad Boys vor. Natürlich wiederholt man sich nicht und konzentriert sich diesmal auf Science-Fiction Filme. Von "Star Wars" über "Begegnung der dritten Art" bis "Zurück in die Zukunft" ist fast alles dabei, was Rang und Namen hat. Schön ist da, dass die Zitate nicht wie in den Scary Movie Filmen und deren Kotzbrocken-Derivaten mit Ankündigung dem Zuschauer vorgekaut werden, sondern sich harmonisch in den Storyverlauf einfügen, so wie bisher von Pegg ud Frost gewohnt.


Wer sich mit all den Vorbildern nicht auskennt, muss aber keinen Bogen um "Paul" machen, im Gegenteil. Auch ohne Vorwissen ist der Film sehr unterhaltsam und verständlich. Alle anderen haben dank vieler kleiner Aha-Momente schlicht eine ganze Menge mehr Spaß beim Schauen.
Paul ist sehr gut, fällt allerdings im Vergleich zu seinen Vorgängern etwas ab. Ich behaupte einfach mal, dass es am neuen Regisseur Greg Mottola  (Superbad) gelegen hat. Das Ganze wäre noch etwas britischer und bissiger gegangen.

So, nun genug gemeckert! Wer wie ich darbender Fan der Buddy-Movies ist, kommt um "Paul" eh nicht drum rum. Alle SF- und Komödien-Fans sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren. Viel falsch machen kann man bei diesem Film nicht. Die Effekte sitzen meist perfekt, die Gags sind auf den Punkt gebracht und die Schauspieler passend gecastet.
Und jetzt ab in den Laden!

Kommentare:

  1. Auch schon fast wieder ein halbes Jahr seit wir den im Kino gesehen haben......Leider fehlt dem Film die kennzeichnende Handschrift von Edgar Wright, ansonsten gibts eigentlich kaum was zu meckern. Sehr lustige Unterhaltung!

    P.S: Der Affen-Film, dessen deutschen Titel du zu Recht nicht aussprechen,lesen oder hören willst, ist ein Highlight des laufenden Kinojahres.

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  2. Wahr wahr.... seufz... Wird Zeit sich mal wieder zu sehen.
    WAT!? Echt? Für mich war das Thema sowas von durch... den haste dir freiwillig angetan?

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  3. Hätte ich nach dem ersten Trailer auch nicht gedacht. Eigentlich stand der ganz fest auf der "völlig überflüssig" Liste. Hab mich dann aber doch überreden lassen und das allgemeine Echo war auch durchweg positiv.
    Der Film hat mit den anderen PdA Filmen ziemlich wenig gemein und erzählt eigenständig die "Vorgeschichte". Der ein oder andere menschliche Charakter ist nicht so wirklich stark ausgearbeitet(simple Handlungsmotive und kaum Entwicklung), was aber verkraftbar ist, da der Affe den Protagonisten gibt und da wurde nicht viel falsch gemacht. Natürlich hat man das alles schon mal irgendwie in x-Variationen gesehen, aber selten so stimmig und geschlossen. Davon ab ist das CGI wirklich unfassbar gut. Ich kanns nur empfehlen.

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