Sonntag, 27. Juli 2008

Wenn Superman der Sprit aus ginge

Superhero Movie

Was waren das noch für Zeiten in denen Jerry Zucker verantwortlich für Perlen des Humors war wie beispielsweise "Die Reise in einem verrückten Flugzeug", "Top Secret" oder "Die Nackte Kanone". Zotig derbe Kleinode vom Randbereich des Geschmacks, aber treffsicher pointiert.

Mittlerweile wird der Zuschauer mit der "Movie" Reihe gequält. Scary Movie, Fantastic Movie und nun Superhero Movie. "Superhero Movie" reiht sich sodann auch exzellent ein und präsentiert eine leidlich nacherzählte Spiderman Geschichte, der man an den entsprechenden Stellen nur den einen oder anderen Gag aufgesetzt hat.


Rick Riker, alias Flachzange, der Volldepp des Films, ist der Neffe von Albert Adams, verliebt in die schöne Nachbarin Jill Johnson und der spätere Erzfeind des Bösewichts "Hourglass", dessen bürgerlicher Name Lou Landers lautet. Wie man sieht waren richtige Kreativgenies bei der Namensgebung am Werk.

Flachzange wird auf einem Schulausflug von einer genetisch manipulierten Libelle gebissen, erlangt Superkräfte, stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste und weiss eigentlich bis zum Abspann garnicht wie ihm geschieht. Als der maskierte Dragonfly kämpft er gegen die Verbrecher in der Stadt und blablablablabla. Wer Spiderman gesehen hat kann sich den Rest des Plots kurz ins Gedächtnis rufen und weiss wie es weiter geht.

Bar jeder Überraschungen hangelt sich "Superhero Movie" uninspiriert an der Handlung des Vorbilds entlang, verliert dabei aber schon innerhalb der ersten viertel Stunde an Boden. Wer eine Parodie auf das Genre des "Comicfilms" erwartet wird eine böse Überaschung erleben. Zwar haben auch andere Superhelden kurze Auftritte, sind aber äusserst lieblos und ohne Phantasie in das Skript eingebunden, das scheinbar bei einer längeren Sitzung auf einem Flughafenklo entstanden sein muss. Wer gibt Geld für solche Skripts aus? Jeder Porno rückwärts abgespielt und als Zahlen in einer Exceltabelle dargestellt ist spannender als dieses Machwerk.

Wenigstens war Produzent Zucker konsequent: Leslie Nielsen darf ein weiteres mal den vertrottelten alten Sack mimen und die restliche Besetzung passt sich der Qualität des Skripts an. Gut, der eine oder andere gute Gag ist dann doch zu sehen, aber für eine Komödie einfach eine Blamage.

Totalausfall.

1 von 10 Fliegenklatschen

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