Donnerstag, 10. Juli 2008

Bewußtseinserweiternde Drogen ;)

Die hermetische Garage

Immer wieder begleiten den Leser eines Buches bei der Lektüre Fragen. Manchmal fängt dies schon beim Einband an. "Die hermetische Garage". Sofort fragt man sich: was ist die hermetische Grarage? Ist es eine Welt? Eine Dimension? Ein Paradoxon? Ist es schlicht nur eine profane hermetisch verschlossene Garage? Ist die Garage am Ende nur ein Gedankenspiel? Ein philosphischer Witz?

Auf welchen Schluss auch immer man am Ende der Lektüre kommen mag, eines ist belegt: Die hermetische Garage ist in jedem Falle ein Experiment.

Altmeister Moebius (oder auch als Giraud bekannt (Leutnant Blueberry)) erschuf Ende der Siebziger einen Comic, der monatlich erschien, jeweils nur 2 bis 4 Seiten, in denen sich dem Leser bizarre Welten mit noch seltsameren Namen und Ereignissen darboten. Ohne, dass Moebius selber genau wusste wo sich die Geschichte hinentwickeln würde, reihte er Episödchen an Episödchen bis sich tatsächlich etwa ab der Hälfte so langsam ein genaueres Bild abzeichnete.

Um nicht zu viel der Geschichte und damit der Interpretationsvielfalt vorwegzunehmen eine Andeutung der Handlung: Der Ingenieur Barnier zerstört aus Versehen einen Kabelverleger von Jerry Cornelius. Aus Angst vor dem Besitzer flieht Barnier über die verschiedenen Ebenen um auf eine andere Welt zu entkommen. Inzwischen sucht Jerry Cornelius nach seinem Ingenieur, doch sein Gegenspieler Major Grubert ist auf der Suche nach ihm und sendet seine Spione aus.

Definitiv gehört "Die hermetische Garage" in die Welt der Science Fiction, ist dabei aber sehr surreal gestaltet und mit Sicherheit nichts, was man nur "nebenher" schmökern sollte. Auch heute, da alle Episoden in einem Album erscheinen verlangt der Comic viel Aufmerksamkeit vom Leser.

Dankenswerterweise erscheint der Klassiker in S/W und nicht in Farbe. So kommen Moebius´ Zeichnungen noch besser zur Geltung.

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