Samstag, 7. Januar 2017

Das dreckige Dutzend

Im Rahmen des geplanten Wicked-Vision Artikels zum zwanzigsten Geburtstag von Hellboy, stellte ich damals alle erschienen Ausgaben des Cross-Cult Verlags vor. Es handelt sich hierbei streng genommen nicht um Reviews, sondern mehr um eine Nachzeichnung von Hellboys Werdegang (Wer eine akute Spoilerallergie hat, sollte um diesen Beitrag also einen großen Bogen machen.).

Da ich mir bereits die Arbeit gemacht habe, soll diese nicht umsonst gewesen sein. Abgesehen davon gehört der Anhang zu Pulpgeddon allein schon der Vollständigkeit halber hierhin.

Los geht's - wer hätte das gedacht?! - mit Band 1:



Band 1 – Saat der Zerstörung

Nachdem ich bereits im Hauptartikel ausführlich auf die Hintergründe der Hellboy-Reihe eingegangen bin, beschränke ich mich in den Besprechungen zu den einzelnen Bänden auf kurze Inhaltsangaben und eventuelle Besonderheiten.

Wie es sich für den ersten Teil eines Zyklus gehört, erzählt Saat der Zerstörung Hellboys Origin-Story, oder zumindest einen Teil davon. Für gewöhnlich darf man sich bei Mignola nie sicher sein, wie viel vom Gesamtbild er gelüftet hat. 

Etwa fünfzig Jahre nach Hellboys Ankunft auf der Erde wird sein Ziehvater Trevor Bruttenholm Opfer eines seltsamen Froschwesens. Die Spur führt den paranormalen Ermittler und sein Team über eine verschollene Arktis-Expedition nach Cavendish-Hall. Dort trifft HB auf den Mann, der ihn einst beschworen hat: Rasputin. 

Der Mystiker offenbart ihm seine Bestimmung auf Erden: Nichts Geringeres als das Ende des Menschengeschlechts.

Eingeleitet wird der erste Band von einem Vorwort des Autors Robert Bloch (Psycho, American Gothic), der in jungen Jahren von H.P. Lovecraft Höchstselbst dazu ermutigt wurde, seine Geschichten in den damals populären Pulp-Magazinen zu publizieren.
Na wenn das mal nicht meta ist…




Band 2 – Der Teufel erwacht

Mord in einem Wachsfigurenkabinett!
Was hat das Team Ragnarök damit zu tun, dem Rasputin Ende des Zweiten Weltkriegs angehörte? Müssten die Nazis nicht längst tot oder wenigstens alt und grau sein? Und vor allem: was war in der ominösen Holzkiste, die entwendet wurde? Alles deutet auf ein Schloss in Rumänien. Dort herrschte einst der grausame Adelige Vladimir Giurescu, von dem Gerüchte behaupten, er sei ein Vampir gewesen.

Hellboy macht sich nach Europa auf, um vor Ort Nachforschungen anzustellen, nur um sich unversehends im Zentrum der drohenden Apokalypse wiederzufinden.

„Ich wollte dich verschonen, Lady, weil du eine bedeutende mythologische Gestalt bist, aber langsam gehst du mir echt auf den Sack.“ – Hellboy

In diesem Band übernahm Mike Mignola zum ersten Mal auch die Aufgabe des Texters. Zwar zeugt das Recycling von Bösewichtern nicht gerade von der hohen Kunst des Erzählens, doch tut dies der Qualität des zweiten Comics keinen Abbruch. Gekonnt verwebt Mignola Geschichten um klassische Monster mit beliebten Pulp Themen. Insgesamt gelingt es ihm den Plot um mehrere Erzählstränge für die Zukunft zu Reihe zu erweitern.

Zum ersten Mal tauchen einige Gegner auf, mit denen es HB und sein Team gelegentlich wieder zu tun bekommen werden. Sei es der in einem schwebenden Glas konservierte Kopf des Professors Hermann von Klempt, die dubiose Firma Zinco, Hekate, Göttin der Kreuzwege, oder die Baba Jaga, eine Hexe aus der russischen Folklore.

Obendrein trifft Liz Sherman in einem Subplot auf einen Homunkulus, den sie versehentlich zum Leben erweckt. Abe Sapien hingegen hört eine Prophezeiung, die ihn erst viele Jahre später in der B.U.A.P.-Reihe einholen wird.

„Abraham Sapien. Hörst du… versunkene Glocken läuten deinen Tod ein. Aus den Höhlen von Num Yabisc, finster und schrecklich tief… Der Ozean ruft seine Kinder heim.“ – Rasputin




Band 3 – Batman/Hellboy/Starman

Was für ein Interesse könnte ein geheimer Orden Neo-Nazis an Wissenschaftlern haben? Natürlich um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Grund genug für Hellboy sich der Sache anzunehmen.

Da die öffentlichkeitswirksame Entführung auf einer Tagung in Gotham City stattfand, ruft dies auch den dunklen Ritter Batman auf den Plan. Starman hingegen hat persönlichere Gründe sich den Ermittlungen anzuschließen. Bei dem Entführten handelt es sich nämlich um seinen Vater. Zusammen stellen sich die drei Helden einer uralten Bedrohung.

In der zweiten Geschichte des Bandes legt sich der sympathische Teufel in Arcadia City mit der Untoten Ghost an. Gezeichnet wurde diese Story von Scot Benefiel und Jasen Rodriguez.

Böse Zungen behaupten, dass der dritte Band zugleich der überflüssigste der Reihe ist. Schließlich tragen die Crossover-Geschichten nicht zur weiteren Entwicklung des übergeordneten Plots bei. Das schmälert den Lesespaß jedoch nicht im Mindesten.

Für Mignola könnte Batman/Hellboy/Starman zugleich ein Brückenschlag und ein Abschluss mit seiner Vergangenheit als Babysitter der Figuren anderer Zeichner gewesen sein. Schließlich hatte er für DC bereits an Batman- und Starman-Comics gearbeitet.




Band 4 – Sarg in Ketten

Folgende Kurzgeschichten sind im vierten Band enthalten:

Der Leichnam:
In Irland legt sich Hellboy Ende der Fünfziger mit der folkloristischen Unterwelt an. Kobolde, Geister, Wechselbalge, ein Leichnam, der als untotes Navi fungiert, das schweineartige Kriegsmonster Grom und die Seehexe Jenny Greenteeth kreuzen seinen Weg, bis er endlich ein verschwundenes Baby mit seiner Mutter vereinen kann.
Die Schmach, die der Wechselbalg Gruagach in dieser Geschichte erlebt, wird in späteren Bänden für Hellboy unerwartete Folgen haben.

Die Eisenschuhe:
Irland, zwei Jahre später. HB haut den Grenzgoblin Eisenschuhe aus seinen Quadratlatschen, weil er auf Reisende Jagd gemacht hat.

Die Baba Jaga:
Diese Story erzählt, wie die Hexe durch Hellboy ein Auge verlor.

Weihnachten in der Unterwelt:
Heiligabend 1989. Hellboy hilft einer sterbenden Frau ihre Tochter wiederzufinden, die fünf Jahre zuvor auf dem Friedhof verschwand. Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte.

Sarg in Ketten:
Rasputin hat ihn auf die Erde gerufen. Doch wer sind Hellboys Eltern? Die Ogdru-Jahad? Oder doch der Teufel Höchstselbst?

Die Wölfe von St. August:
Hellboy begibt sich auf den Balkan, um einem alten Werwolfsgeschlecht den Garaus zu machen.

Fast ein Gigant:
Seitdem Liz Sherman versehentlich einen künstlichen Körper zum Leben erweckt hat, ist sie im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt und droht zu sterben. Diese Geschichte schließt direkt an die fatalen Ereignisse im zweiten Band an und ebnet einem meiner Lieblingscharaktere den Weg ins Team der B.U.A.P.: Roger, der Homunkulus.




Band 5 – Die rechte Hand des Schicksals

Wie im vorherigen Band dienten auch hier hauptsächlich Motive aus Volkssagen, Märchen und Folklore als Unterbau für die enthaltenen Kurzgeschichten.

Pfannkuchen:
Weniger eine Geschichte, denn mehr eine augenzwinkernde Anekdote aus Hellboys Kindertagen.

Die Natur des Tieres:
1954. Der britische Osiris-Club bittet Hellboy im Wald des heiligen Leonard nach dem Rechten zu sehen. Gerüchte besagen, dass sich dort ein alter Drache herumtreiben soll.

König Vold:
Zwei Jahre später verschlägt es HB nach Norwegen. Dort soll er Professor Rickman zur Hand gehen, der die Geschichte eines unheimlichen Phantoms untersucht.

Köpfe:
Japan, 1967. Hellboy verbringt eine aufregende Nacht in einem Haus voller Vampire. Als er sie des Nächtens liquidieren will, muss er zu seiner Überraschung feststellen, dass ihre Köpfe fehlen.

Leben sie wohl, Mr. Tod:
Ende der Siebziger untersucht Hellboy das beunruhigende Ergebnis der Sèance eines berühmten Mediums. Geradezu lovecraftsche Schrecken lauern dort auf ihn.

Der Vôrcolac:
1982 stöbert HB auf einer Burg in Yorkshire eine Vampirin auf, nur um sich unversehens ihrem Meister gegenüber zu sehen.

Die rechte Hand des Schicksals:
In Spanien wird HB erneut mit seinem Schicksal konfrontiert und rückt dabei seine mächtige Steinhand in den Fokus. Welchem Zweck soll dieses Werkzeug am Ende dienen?
Mignola nimmt hier noch einmal direkt Bezug auf die ersten beiden Bände und auf die Kurzgeschichte Sarg in Ketten.

Die Truhe des Bösen:
Mitten in der Nacht bricht ein untersetzter Mann in ein Anwesen in England ein. Als Leuchter benutzt er eine entflammte, in Wachs getauchte, menschliche Hand, mit der er jeden im Haus lähmt. Er bricht eine Wand auf und entwendet aus einem Geheimfach eine mysteriöse Kiste. Hellboy und Abe Sapien verfolgen seine Spur. Zu ihrem Pech weiß Igor Bromhead, wie er sich Dämonen Untertan machen kann…




Band 6 – Sieger Wurm

Eine Burg in Österreich, Nazis, tot geglaubte Feinde, Aliens, geheime Experimente, eine Rakete und obendrein noch eine Legende aus der Zeit vor der Behörde für paranormale Phänomene: Lobster Johnson.

Nach all den Kurzgeschichten um Mythen und Legenden kehrt Mignola wieder zu den erzählerischen Ursprüngen zurück. Das bedeutet Nazi-Exploitation und Pulp bis der Arzt kommt.

Der zuvor erwähnte Lobster konnte 1939 nicht verhindern, dass die Faschisten den ersten Menschen ins All schicken. Als sich sechzig Jahre später die Hinweise auf eine Rückkehr der Raumkapsel verdichten, begibt sich Hellboy mit Roger nach Österreich, um sicherzugehen, dass sich keine ungebetenen Gäste im Landeanflug auf die Erde befinden.

Doch schon bevor die Kapsel landen kann, finden sich die beiden inmitten einer Falle wieder und müssen sich mit den verschiedensten Gegnern auseinandersetzen. Bei all den Geistern, Aliens und Kriegsaffen geraten Neonazis schnell zur Nebensache.

Der sechste Band gehört zu den stärksten der gesamten Reihe und markiert einen wichtigen Wendepunkt innerhalb der Storyline. Nicht allzu lange nach dieser Geschichte setzt die B.U.A.P.-Reihe ein, deren zentrales Thema zu Beginn der Froschkrieg ist.




Band 7 – Seltsame Orte

Nachdem Hellboy seinen Abschied von der B.U.A.P. genommen hat, reist er zunächst durch Afrika. In der Geschichte Der dritte Wunsch begegnet HB einem wunderlichen Eremiten, der ihn zur Küste begleitet. Von einer hohen Welle gepackt, kommt er am Meeresboden wieder zu sich. Gefesselt. Gefangengenommen von drei Meerjungfrauen. Sie dienen der Bog Roosh, einer Art Fischhexe, die zum Wohl der Erde nur eins im Sinn hat: Hellboys Ableben.

In dieser Geschichte wird klar, dass selbst die Lebewesen aus der Unterwelt, also dem Biotop von Feen, Kobolden und dergleichen, bezüglich Hellboys Schicksal schwer gespalten sind. Gruagach, der Wechselbag aus der Geschichte Der Leichnam (Band 4, Sarg in Ketten), wurde von Hellboy im Körper eines Schweins eingeschlossen. Seitdem sinnt er auf Rache. Überzeugt davon, dass die Apokalypse, die Hellboy auslösen soll, nicht nur die Menschen, sondern auch die Unterwelt vernichten wird, kündigt er an, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen.

Im zweiten Teil des Bandes folgt die Geschichte Die Insel. Hellboy erreicht nach jahrelangem Irren durch die Tiefsee endlich die Küste, wo Hekate bereits auf ihn wartet und ihm einen Waffenstillstand anbietet. Doch damit beginnt erst seine surreale Reise an seltsame Orte, an denen Raum und Zeit, Tod und Widergeburt, Illusion und Wirklichkeit zu einer phantastischen Melange vermischen.



Band 8 – Die Troll Hexe

Dies ist der erste in Farbe gedruckte Hellboy Band in der bei Cross-Cult erscheinenden Reihe. Dabei wird klar, warum der Verlag bislang auf die Koloration verzichtet hat. Mignolas Zeichnungen wirken in s/w einfach viel besser. Da aber nun immer häufiger Gastzeichner mit an Bord sind, fällt dieses Kriterium nicht mehr so stark ins Gewicht. Die Bände erscheinen ab hier komplett in Farbe.

Die Penanggalan:
Malaysia 1958, Hellboy stellt im Dschungel einem Wesen nach, das mit seinen Eingeweiden tötet.

Die Hydra und die Löwin_
Ausgerechnet in Alaska muss sich Hellboy Anfang der Sechziger mit Monstren aus der griechischen Mythologie herumschlagen.

Die Troll-Hexe:
In dieser Erzählung um ein ungleiches Geschwisterpaar muss HB erkennen, dass der Gegner nicht immer eindeutig zu erkennen ist.

Der Vampir von Prag:
1982 verschlägt es den Jäger des Paranormalen nach Prag, wo er es auf einen wahren Glücksspieler unter den Blutsaugern abgesehen hat. Inszeniert wurde diese humorvolle Geschichte von P. Craig Russel (Elric, Killraven, The Sandman, Doctor Strange, Fables).

Das Experiment des Dr. Carp:
In einem New Yorker Spukhaus wird HB mehr als hundert Jahre durch die Zeit zurück geschleudert und landet mitten in einem Labor, wo man scheinbar bereits auf ihn wartet.

Der Ghul:
Danach geht’s wieder zurück nach Europa, genauer gesagt nach London. Hellboys Ermittlungen haben ihn auf die Spur eines Mannes gebracht, der unnatürlich alt zu sein scheint. Er beschließt die Quelle seines Jungbrunnens finden.

Makoma:
Diese Geschichte spielt 1993, also zu einem Zeitpunkt als Trevor Bruttenholms Expedition in die Arktis als verschollen galt (Band 1, Saat der Zerstörung). Eine Mumie nimmt HB mit auf eine erzählerische Reise nach Afrika. Dort lebte einst Makoma, der durch die Lande zog, um einen Sack mit den Gebeinen seiner Feinde zu füllen.
Mignola zeichnete den Einstieg in die Story, aber sobald Hellboy in den Traumwelten versinkt, übernimmt Altmeister Richard Corben den Zeichenstift.




Band 9 – Ruf der Finsternis

Die Hexen sind in hellem Aufruhr. Ihre Königin Hekate, Göttin der Kreuzwege, ist verschwunden. Entführt von Igor Bromhead (Band 5, Die rechte Hand des Schicksals). Doch anstatt dem Finsterling in den Hintern zu treten und Hekate zu befreien, bieten sie Hellboy ihren Thron an. Das Kind einer Hexe und eines Dämons lehnt dankend ab und zieht so den Zorn der Gemeinschaft auf sich. Niemand lehnt ungestraft so ein Angebot ab.

Daher schmieden sie eine Allianz mit der Baba Jaga. Ohne zu wissen wie ihm geschieht, ist HB plötzlich in ihrem Reich jenseits der Welt gefangen. Dort hetzt sie alles auf ihn, was sie aufbieten kann: Riesenwölfe, eine Skelettarmee und einen unsterblichen, grausamen Kriegerfürsten. Und wer sich ihr dabei in den Weg stellt, wird vom Antlitz der Welt getilgt.

In der echten Welt hingegen schmiedet Hellboys selbsternannter Erzfeind Gruagach eigene, düstere Pläne und lässt seinen Worten Taten folgen…

Mit dem neunten Band betritt ein neuer Zeichner die Bühne. Duncan Fegredo übernimmt gekonnt Mike Mignolas Strich und verquickt ihn mit seinem eigenen Sitl zu einer vollkommen neuen Optik, die dennoch vertraut wird. Die Koloration aus der Feder von Dave Stewart (ausgezeichnet mit dem Eisner Award für seine Arbeit an B.U.A.P.) ist schließlich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.




Band 10 – Die Wilde Jagd

Dagda, Herr der Elfen, ist tot. Ermordet von einem Kompagnon Gruagachs, weil er ihn vor dem Öffnen der antiken Truhe warnen wollte. Zwar begeht Dagdas Häscher Selbstmord, als er erkennt, was er in seinem Wahn getan hatte. Doch der Schaden ist angerichtet, das erste Blut vergossen. Und noch mehr wird folgen, wenn Gruagach die Blutkönigin befreit hat.

Derweil wird der immer häufiger betrunkene Hellboy vom Osiris Club zur Teilnahme an der Wilden Jagd eingeladen. Dabei handelt es sich um ein Ritual, das abgehalten wird, wenn sich die Riesen erheben. Doch nicht alle in der übernatürlichen Jagdgesellschaft spielen mit offenen Karten. Unversehens gerät HB zwischen die Fronten und wird zum Protagonisten in einem uralten Konflikt um die Herrschaft über die Erde…

Alte Bekannte geben sich in der neunten Fortsetzung die Klinke in die Hand, und die Ereignisse, die sich seit dem zweiten Band entspinnen, ergeben langsam aber sicher ein deutlich erkennbares Gesamtbild. Und das hinterlässt ein ungutes Gefühl in der Magengegend.

Da es sich bei dem nächsten Band um eine weitere Kurzgeschichtensammlung handelt, sollte man ihn entweder zunächst überspringen und sofort den dritten Teil und Höhepunkt der Mignola/Fegredo Kooperation angehen oder die Sammlung vor Band Zehn lesen.




Band 11 – Der Krumme

Der Krumme:
1958 trifft Hellboy in den Appalachen auf Tom Ferrell, einen Mann, der als Jugendlicher dem Teufel seine Seele verpfändet hat. Mit ihm begibt er sich auf Wanderschaft durch die tiefen, finsteren Wälder und versucht das Geheimnis eines Hexenzirkels zu ergründen, der sich um den Krummen versammelt hat. 

Richard Corben inszenierte diese besonders skurrile Story voller Mystery, Horror und augenzwinkerndem Humor mit Bravour. Definitiv eine der besten Kurzgeschichten aus dem Hellboy Universum.

Die in Schiffen übers Meer fahren:
Mit untoten Piraten beschäftigen sich Hellboy und Abe Sapien in dieser von Josh Dysart gezeichneten Mär. Sein rotziger Zeichenstil ist für Hellboy etwas ungewohnt, passt aber hervorragend zu dieser Schauergeschichte.

In der Kapelle von Moloch:
In Südportugal legt sich Hellboy mal wieder mit einer Gottheit an. Dieses Mal hat sich Moloch eingereiht, um gepflegt die Fresse poliert zu bekommen.

Das Mal:
Zwei Wochen vor den Ereignissen in Band 9 (Ruf der Finsternis) pokert Hellboy in England mit einigen Geistern und fährt buchstäblich aus der Haut.

Wie Koschej unsterblich wurde:
Hierbei handelt es sich um die Vorgeschichte von Koschej, der im neunten Band ein Bündnis mit der Baba Jaga einging, und daraufhin Jagd auf Hellboy machte. Diese, wie auch die folgende Story wurden der russischen Folklore entlehnt und von Guy Davis gezeichnet, der bereits mit B.U.A.P. wundervolle Arbeit geleistet hat.

Baba Jagas Festmahl:
Ein einfacher Mann schlägt der Löffel zählenden Hexe ein Schnippchen.




Band 12 – Der Sturm

Hoch lebe Hellboy, der Erste; König von England!

Die Zeit drängt für den frischgebackenen Monarchen. Nimue, die Blutkönigin ist mit den Ogdru-Jahad im Bunde und schart eine Armee um sich, die nach dem Ende der Menschheit dürstet. Zum ersten Mal seit langer Zeit, losgesagt vom Alkohol, ergreift Hellboy die Initiative und zieht gegen Nimue zu Felde.

Und während Gruagach das ganze schreckliche Ausmaß seines Handelns begreift, stellt sich HB einem Gegner, der am Ende das ultimative Opfer von ihm fordern könnte.

Mit dem vorliegenden Band schlägt Mignola einen Bogen zurück zum Anfang der Geschichte und vereint die lovecraftschen Ogdru-Jagad, Geisterarmeen, Hexen und König Artus im bisherigen Höhepunkt der Serie.




Inzwischen sind drei weitere Bände erschienen, die ich ebenso wie die Ziegelsteine "Geschichten aus dem Hellboy Universum" gesondert vorstellen werde. Im ersten Kompendium hat Cross-Cult die Bände 1 bis 3 neu aufgelegt. Im zweiten Kompendium werden die Bände 5 bis 7 enthalten sein. Band 4 wird aufgrund der Crossover nicht erneut erscheinen. Da es sich dabei aber lediglich um einen launigen Ausflug in andere Gefilde handelt, der nichts mit dem eigentlichen Hellboy Plot zu tun hat, ist das nicht weiter tragisch.

Wer sich für meine Reviews zur Spin-Off Serie B.U.A.P. interessiert, kann diese bei Wicked-Vision finden.

Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers.

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