Sonntag, 22. Januar 2017

Ich bin der Stachel - Piek! Piek! Piek!


Mrs. Perch schmeißt 'ne Party! Die alte Lady will es nochmal krachen lassen und lädt in ihr Landhaus ein. Doch dann tauchen mutierte Killerwespen auf spielen Partycrasher. Ruck zuck fließen Blut und Schnodder und jeder, der nicht eingeladen war, ergeht sich in Schadenfreude.

Das Beste vorneweg: Stung ist kein Remake!

Und... ja.... das wars im Grunde auch schon. Geht nach Hause, hängt ein Bild auf oder redet mal wieder mit euren Kindern oder PartnerInnen!

Immer noch da?! 
Nun gut, dann doch ein klein wenig ausführlicher...

Man kann Stung eine Menge Dinge vorwerfen: ein uninspiriertes Drehbuch mit einer unglücklichen Wahl der Location beispielsweise. Der Film soll in Amerika spielen? Ich würde eher sagen, die haben irgendwo in der Nordrhein-Westfälischen Pampa gefilmt. Warum nicht gleich den Ort der Handlung nach Frankreich, ins UK oder nach Schland transferieren? Inhaltlich hätte es keinen Unterschied gemacht.

Nicht nur, dass der Mangel an Ideen beinahe kritische Masse erreicht, hatte der Autor des Skripts scheinbar nur eine grobe Vorstellung davon welches Genre er bedienen wollte. Mehr Horror oder doch lieber Comedy? Das Problem dabei ist, dass der Film kaum Spannung erzeugt und die Gags nur selten zünden. Weder wollen der Ansatz mit skurrilen Charakteren, noch Situationskomik funktionieren.

Zwischendurch versucht sich der Film dann darin unglaublich ernst zu wirken - sollte wohl der Spannung dienlich sein. Falls ja, dann sei Autor Adam Aresty gesagt, dass man dafür Sorge tragen muss, die Figuren irgendwie sympatisch rüber zu bringen. Wie soll ich denn mit Dumpfbacken und Schnarchnasen mitfiebern? 



Die bestenfalls maue Leistung der beiden Hauptdarsteller Jessica Cook und Matt O'Leary hilft an der Stelle dann auch kein bisschen. Ein wenig wundert es mich, wie es das Produktionsteam geschafft hat Lance Henriksen und Clifton Collins Jr. an Bord zu holen. Zugegeben: ein klein wenig reißen sie das Ruder dann wieder herum, weil sie gegen das Drehbuch ankämpfen und ihr Bestes geben. Lance im gelangweilten Dauerstrackmodus sorgt hin und wieder für echte Schmunzler. Leider können auch sie dem Film nicht die entscheidende Wendung geben.

Gemessen am Budget von 2,5 Millionen Dollar ist der Streifen äußerst manierlich gemacht. Solide Kameraarbeit, Effekte gehen meist in Ordnung, Ausleuchtung usw sind stimmig. Mit Musik und Schnitt war ich nicht immer zufrieden. Gerade mit diesen Instrumenten hätte man noch für ein Minimum an Spannung sorgen können.



Das Schlimmste Vergehen jedoch, das Stung begeht, ist langweilig zu sein; stinklangweilig um genau zu sein. Es dauert viel zu lange bis die Action los geht, die Zeit bis dahin wird nicht unterhaltsam gefüllt, und dann tritt der Film immer wieder auf die Bremse.


Nicht mal besoffen zu genießen und bloß für Leute zu empfehlen, die unbedingt jedes Creature-Feature gesehen haben müssen.

1 Kommentar:

  1. Er hat ja nur 8 Euro gekostet und man kann ihn immerhin weiterverschenken...

    Und so hattest du auch mal Material für nen Verriss hier :-D

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