Dienstag, 24. Juni 2008

Gammelfleischskandal!

Immer Ärger mit Bernie

Jaja, die 80er, wer sie mitgemacht hat weiss wie gut es ist, dass sie vorbei sind: Ronald Reagan, Police Academy wird am Fließband produziert, Microsoft erblickt das Licht der Welt, grausame Musik, Kalter Krieg, Pastellfarbene Klamotten und Hawaiihemden, es gibt noch keinen Riesenporno namens WorldWideWeb, Tschernobyl, Hair Crimes wohin man schaut, Videospiele haben nur 16 Farben, zu Weihnachten gabs mal wieder nur Playmobil obwohl ich Lego wollte und ... ach belassen wir es dabei. Nun gut, es mag nicht nett sein das Jahrzehnt komplett zu verdammen, denn es war ja nicht alles schlecht. Es gab da beispielsweise eine ganze Reihe sehr guter Filme.

So erblickte im Sommer 1989 mit "Immer Ärger mit Bernie" eine außergewöhnliche Komödie das Licht der Welt. In der Regel gibt es in diesem Genre oft Standardkost zu geniessen. Da wären die Teeny-Komödien wie "American Pie", Beziehungskistenschrott wie "Und dann kam Polly", "Hitch der Date Doktor" usw oder einfach nur Parodie-Zoten wie die "Scary-Movie" Reihe. Das war auch in den 80ern nicht viel anders. Daher kam mit "Bernie" endlich mal eine frische Brise auf. Wie? Man nehme eine ausgefallene Idee, würze sie mit lustigen Charakteren, etwas Slapstick und vermeide Längen und zu viel Kitsch.

Unter diesen Umständen werden Richard und Larry, ihres Zeichens Yuppies, auf die Leinwand losgelassen. Die beiden arbeiten in einer Versicherungsfirma und decken einen ungeheuren Versicherungsbetrug auf. Flugs steht man beim Chef Bernie Lomax auf der Matte und informiere ihn. Bernie ist dermassen angetan, dass er Richard und Larry in sein Strandhaus einläd um am Wochenende mit den beiden zu arbeiten und abends Party zu machen. Womit unsere Vorzeigebürohengste aber nicht rechnen ist, dass Bernie den Betrug begangen hat und nun durch seinen Kumpel Vito deren Liquidierung beantragt. Vito hingegen sind Richard und Larry egal. Schließlich vögelt Bernie seine Frau. Also muss Bernie dran glauben. Endlich auf der Insel angekommen finden die Protagonisten lediglich einen mausetoten Bernie vor. Eigentlich wollte man ja schon die Polizei rufen, aber von einem Moment auf den anderen tauchen unzählige Gäste auf und belagern mit einer Party das Haus. Hmmm... wenn schon keiner merkt, dass Bernie keinen Sauerstoff mehr verbraucht, könnte man doch so tun als ob alles in Ordnung wäre und wenigstens das Wochenende genießen.... wenn man ja schonmal da ist... na wenn das mal gut geht.

Dank gutem Zusammenspiel der Charaktere, unterhaltsamer Dialoge und peinlicher Situationen besonders bei einem Kasten Bier mit ein paar Freunden ein herrlicher Spass.

7 von 10 Hypochonder

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen