Samstag, 3. September 2011

Einmal Djihad im Fladenbrot schön scharf, bitte!


Hubert Bonisseur de la Bath (Jean Dujardin; Lucky Luke, 39.90 €) ist OSS 117, erfolgreichster Agent im französischen Geheimdienst. Dabei darf man sich gerne fragen, warum das überhaupt so ist, denn Hubert ist ein ungebildeter Volldepp, der nur mit mehr Glück als Verstand seine Aufgaben löst. Dabei geht er erwartungsgemäß eher unkonventionell vor. Die Bösewichter unseres Planeten hassen ihn - vermutlich weil er viel böser lachen kann als sie selber. Oder es liegt an dem latenten Rassismus, den er zur Schau stellt. Hubert hat für jeden eine Schublade und das kommuniziert er auch ungeniert.


Dieses Mal geht es nach Ägypten; Kairo um genau zu sein. Huberts bester Freund Jack ist dort im Einsatz ermordet worden. Seine Aufgabe ist nun, dessen Stelle zu übernehmen und herauszufinden, welchen Machenschaften Jack dort auf die Spur gekommen ist. Dabei muss der Meisterspion feststellen, dass im Schmelztiegel Kairo 1955 mehr als nur eine Partei ihr Süppchen zu kochen versucht. Ruck zuck findet sich OSS 117 mitten im größten Schlamassel wieder und hat wie immer keinen Plan, wie er da wieder raus kommen soll.

"Der Spion, der sich liebte" war 2006 die erste Agentenparodie auf Basis des OSS 117-Stoffes und nimmt wie der Nachfolger "Er selbst ist sich genug" gekonnt die Klischees alter Bond und anderer Agenten Filme auf die Schippe. Mit der Fortsetzung gemein hat der Film nicht nur den Hauptdarsteller, sondern auch den Humor und die Machart; kein Wunder, schließlich waren bei beiden Filmen das gleiche Team beschäftigt.
Besonders in Bezug auf die gesamte Ausstattung ist das ein Kompliment. Schließlich schafften die Künstler es auch hier, die Epoche treffend umzusetzen. Man fühlt sich wirklich in die 50er Jahre zurück versetzt.

Ebenfalls wieder mit an Bord: Oliver Kalkofe zeichnet für das Synchronbuch verantwortlich und spricht die Hauptrolle. Allerdings habe ich den Humor in "Er selbst ist sich genug" als etwas bissiger und pointierter empfunden. Insgesamt machen beide OSS 117 ordentlich Laune - besonders mit ein Paar Kumpels und einer Kiste Bier sollte keine Langeweile aufkommen.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen