Montag, 12. September 2011

The Jason Statham Show


"Hier tanzen gleich die Waffen,
macht auf der Bühne Licht!
Zündet Bomben und brecht Knochen,
bis der Schuppen wackelt und zusammen bricht."

So, genug herum gealbert!
Es ist mal wieder Zeit für ein emotional aufgeladenes Jason Statham Drama. Gut, aufgeladen sind nur die Kanonen und als Drama kann man maximal das Ende des Films beschreiben, aber ein ernst gemeintes Charakterspiel würden wir von Statham eh nicht erwarten.


Und damit gehts schon zur Story:
Arthur Bishop (Jason Statham; Snatch, Expendables) ist ein Auftragskiller. Er tötet meist lautlos und lässt es aussehen, als handele es sich um Unfälle oder einen plötzlichen Herztod. Statham - ähm - Bishop ist einer der Besten seines Fachs und da "Killer" doch ziemlich unfreundlich klingt, nennt man ihn auch den "Mechanic".
Arhur war stets zuverlässig und seine Chefs zufrieden mit ihm. Doch eines schicksalhaften Tages, bekommt er den Auftrag seinen Mentor und Freund Harry McKenna (Donald Sutherland; Italien Job, Die Körperfresser kommen) wegen Verrats um die Ecke zu bringen. Als ehemaliger Pfadfinder und geistiger Zivildienstleistender, ist Arthur natürlich so nett und hilfsbereit. Ein gut gezielter Schuss mitten in die Brust verkürzt sodann Donald Sutherlands Leinwandpräsenz.
Auch wenn Arthur ganz Profi seinen Job erledigt hat, nagt das Geschehene an ihm. Kurz darauf trifft er auf Harrys impulsiven Sohn Steve (Ben Foster; Todeszug nach Yuma), der ihn bittet ihm das Töten beizubringen, damit er Rache für seinen Vater nehmen kann.
Obwohl Arthur weiß, dass er Steve letztenendes zu sich führen wird, nimmt er ihn unter seine Fittiche und stellt sich seinem härtesten Auftrag.

Um es kurz zu machen: "The Mechanic" bietet im Grunde alle Grundzutaten für einen gelungenen Actionfilm. Statham, reichlich gut inszenierte Action, Statham, Blut, Statham, kompromisslose Gewalt, Statham, ein Paar Möpse, Statham, gutes Bild und Ton, Statham und eine Prise Humor.
Vor allem aber hat man hier Statham.

Das ist soweit super, aber ich hatte beim Ende den Eindruck, dass man den Abschluss der Geschichte zu sehr auf einen unverwüstlichen Statham abgestimmt hat.
Während im Original (dt. Kalter Hauch mit Charles Bronson) alle das Zeitliche segnen, überlebt Arthur Bishop im Remake und führt den soliden Grundplot zu einem unbefriedigenden Ende. Es will einfach nicht zum Grundton des restlichen Films passen.
Schade. Im Grunde war es das aber mit ernsthaften Kritikpunkten. Am Besten man freundet sich schon vor dem Genuß des Films damit an, dann ist man nachher nicht so sehr enttäuscht.

Fazit: für Statham Fans, Freunde gepflegter "aufs Maul" Action und eine locker flockige Runde Bier mit Kumpels vorm Fernseher ist "The Mechanic" auf jeden Fall eine gute Wahl. Von inhaltlichen Abstürzen oder Dialogdesastern á la "The Transporter" wird man hier glücklicherweise verschont.
Wohl bekomms!

1 Kommentar: