Freitag, 2. Mai 2008

"Ich bin nur ein Opfer des Kapitalismus!"

Iron Man

Die einen handeln mit Obst und Gemüse, andere mit Zeitschriften, wieder andere verkaufen Elektroartikel, preisen Dummheit oder geilen Geiz an, und dann gibt es wiederum ganz andere, die verkaufen Waffen. Im Gegensatz zu ihren Kollegen in den anderen Sparten, gehören Waffenhändler aber nicht zu der beliebtesten Sorte Mensch. In der Regel zu Recht wie ich finde. Tony Stark (Robert Downey Jr.) wird sich eines Tages nach einer Waffenschau in Afghanistan darüber bewusst, dass man in seinem Job leicht zur Zielscheibe wird.

Terroristen überfallen seinen Konvoi und entführen ihn. Durch eine Explosion drangen viele kleine Splitter in seinen Brustkorb ein. Einige, die nicht enfernt werden konnten wandern weiter in Richtung Tonys Herz. Um dies zu verhindern implantiert ihm ein ebenfalls gefangener Wissenschaftler einen an eine Autobatterie angeschlossenen Elektromagneten. Der Magnet verhindert nur das weitere Wandern der Splitter. Daher ist Tonys Leben zeitlich begrenzt. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt bis er für die Terroristen die Superwaffe Jericho zusammengebastelt hat. Doch denkt er garnicht daran aufzugeben, bastelt sich eine metallene Rüstung und mischt das Gesocks aus den Hobbitsteinhöhlen Afghanistans auf.

Zu Hause angekommen beschließt er sein Leben zu ändern und verkündet, dass seine Firma ab sofort keine Waffen mehr produzieren wird. So macht Tony sich allerhand Feinde, die garnicht ohne dieses lukrative Geschäft leben wollen und beginnen ihm das Leben schwer zu machen.

Wieder mal eine Comicverfilmung, die groß produziert ist und mit einigen bekannten Namen aufwarten kann. Neben dem Hauptdarsteller sind noch Gwyneth Paltrow, Jeff Bridges und Terrence Howard zu sehen, die allesamt eine gute Figur machen. Apropos Figur: Marvels Superheld Iron Man ist bislang in Deutschland eher weniger bekannt, was sich nach diesem Film allerdings ändern dürfte. 
 
Trotz aller überaus fantastischer Elemente (Elektromagnet! lach) weiss der Film zu überzeugen. Neben Downey Jr.´s Schauspielleistung, durch die man die Charakterentwicklung Starks vom Waffenhändler zum Pazifisten ohne Zweifel abnimmt, liegt dies auch an den toll inszenierten Actionsequenzen, die viel Spaß bereiten.

So soll Actionkino sein: es kracht an allen Enden, eine symphatische Hauptfigur, lockere Sprüche, mitreissender Soundtrack (Hans Zimmer hat die Griffel im Spiel) und vor allem: man spart sich Schmalz und Pathos. Ein Tip: den Film ganz bis zum Schluss ansehen. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Nachdem Iron Man seinen Mann gestanden hat stehen ja noch einige andere Comicverfilmungen an: Darkt Knight, Hellboy2, the Spirit, Sin City 2 + 3, Fafhrd und der Graue Mausling, Ant Man, Superhero und und und. Hoffen wir, dass man sich die Zeit nimmt all diese Filme ebenso gut in Szene zu setzen.

9 von 10 Feuerlöscherroboter

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