Dienstag, 13. Mai 2008

Unterwürfige Sperma-Rambos als Fickfleisch missbraucht - Teil IV

Batman Begins

HA! Reingefallen! Hier geht es nicht um Pornos, sondern um Filme! Wer die Überschrift aber mag, darf sich gerne unter http://lyrik2000.sarento.de/porngen.php mit dem Pornotitelgenerator neue erstellen lassen. Viel Spass! Was wollte ich eigentlich nochmal? Ach ja: Filme!


2005 stand für Batman Fans die Kinowelt Kopf. SO hatte man ihren Lieblingshelden noch nie gesehen. Ganz besonders nicht SO realistisch - soweit man das bei einer phantasievollen Comicverfilmung überhaupt sagen kann. Und auch die Kinogänger, die sich nie mit den Comics beschäftigt haben wunderten sich: "nanu, keine Fortsetzung? Das spielt davor? Ne, dazwischen? Auch nicht! Die Geschichte mit seinen Eltern ist so anders als im ersten Film..." Na logisch! Christopher Nolan stand Pate für diese Neuinterpretation des Dunklen Ritters. Anlässlich der in diesem Jahr anstehenden Fortsetzung huldige ich einmal mehr mit einem kurzen Rückblick einem Höhepunkt des Genres.

"Als Mensch aus Fleisch und Blut werde ich ignoriert oder getötet, aber als Symbol kann ich unbestechlich sein und unvergänglich."

Milliardär Bruce Wayne (Christian Bale) hat ein Problem; genauer gesagt hat er deren Zwei: zum einen hat er eine ausgeprägte Phobie gegenüber Fledermäusen seit er als kleiner Bengel ein bisschen zu tief in einen Brunnenschacht gelinst hat.  Zum anderen wurden seine Eltern vor seinen Augen von einem hundsgewöhnlichen Tagedieb erschossen, als sich die Familie nach einem Opernbesuch auf dem Weg nach hause befand. Dass er sie nicht beschützen konnte und er hilflos zusehen musste erschütterte ihn zutiefst. Als Bruce erwachsen ist wird der Mörder nach einem Kronzeugenprozess gegen einen wichtigen Gothamer Unterweltboss freigelassen. Bruces Hass nährte seit Jahren seinen Drang nach Rache und er ist entschlossen den Mörder seiner Eltern zu richten. Doch jemand anderes kommt ihm zuvor.

Verwirrt und desillousioniert verlässt Bruce Amerika um durch die Welt zu reisen und zu lernen wie er diejenigen bekämpfen kann, die Gotham in einen Sumpf aus Drogen, Korruption und Prostitution verwandelt haben. Er lebt ohne Geld in den Tag hinein und muss jederzeit um sein Überleben kämpfen. Als er schließlich in Asien verhaftet wird gewährt der mysteriöse Ducard (Liam Neeson) ihm eine zweite Chance. Die Gesellschaft der Schatten lehrt ihn mit seinen Ängsten umzugehen und bildet ihn zu einem Einzelkämpfer aus. Aufgrund unvereinbarer Differenzen bricht Bruce mit der Gesellschaft der Schatten und kehrt nach Gotham zurück um sich dort mit Hilfe seiner neuen Fähigkeiten und seines treuen Butlers Alfred (Michael Caine) eine zweite Identität aufzubauen, die der Unterwelt das Fürchten lehren soll: BATMAN!

Statt nach den beiden großartigen Verfilmungen von Tim Burton und den unseligen Pop-Pappmaché Filmchen von Joel Schuhmacher einfach die Geschichte fortzuspinnen und einen fünften Teil zu drehen, entwickelte Nolan u.a. auf Grundlage von Frank Millers Batman Comics (Batman: Year One und Der Dunkle Ritter kehrt zurück) seine eigene Vision der Geschichte. Dreh- und Angelpunkt sind realistischere Technik, die Batman zur Verfügung stehen und eine apokalyptischere Stimmung in den eingefangenen Bildern, die so garnicht nach Comic aussehen wollen. Dadurch wirkt der Film beklemmender als seine Vorgänger. Zusätzlich verleiht der Blick auf Batmans erste Gehversuche den Figuren erheblich mehr Tiefe und macht glaubhafter, warum das Industrie-Magnaten-Söhnchen überhaupt so töfte auf den Putz hauen kann.

Zusätzlich hilft es "Batman Begins" ungemein, dass der Superheld ein Mensch und kein Mutant ist, der mit allerlei seltsamen Superkräften daher kommt und gegen "normale" Kriminelle... naja nicht ganz soooo normal antreten muss. Das erhöht beachtlich die Identifikationsmöglichkeit mit den Figuren.

Vorbei sind die Zeiten von poppigen Farben und der manchmal etwas peinlichen Kostüme. Vielen Dank dafür. Denn was in Comics cool ausschaut kann in Echt leider oft sehr peinlich sein. Hinzu kommen ein düsterer Soundtrack von Hänschen Zimmer und James Newton Howard, die hoffentlich bei dem Nachfolger wieder an Bord sind, und eine weniger statische Kameraführung. Zwar wird es in einigen Szenen relativ verwackelt und recht nah am Geschehen gezeigt, aber Batman Begins ist noch meilenweit vom übelkeiterregenden Bilderwürfeln der Bourne Filme entfernt.

"Sind sie allein?" "Jetzt sind wir ZWEI!"

Die Schauspieler... was soll ich dazu sagen? Christian Bale, Liam Neeson, Gary Oldman (Detective Gordon), Michael Caine, Cilian Murphy (Scarecrow) und Ken Watanabe (R´as al Gul) überzeugen durch die Bank weg. Michal Caine stiehlt wie immer allen die Show sobald er im Bild erscheint wofür ihm ein "Ich bin unwürdig, ich bin Asche!" gewidmet sei. Einzig Katie Holmes schuldert sich so durch. Der Frau mit der Halbseitengesichtslähmung fehlt einach die Ausstrahlung für ihre Rolle. Ein Glück, dass im Nachfolger die wichtigen Parts mit den bekannten Schauspielern und ihre Rolle umbesetzt wurde.

Fazit: Gelungenes Actionkino mit ausgereifter Geschichte und dem Potential zu einem Klassiker. Es bleibt anhand der bereits gezeigten Trailer zu "Dark Knight" zu hoffen, dass auch in der Fortsetzung das Klassenziel erreicht oder gar übertroffen wird. Wer unbedingt will, darf sich über das Thema Selbstjustiz eine empörte Meinung bilden und den Film hassen. 

9 von 10 Microwellensender

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen