Samstag, 25. Februar 2012

Battlefield: Stallone Company


Barney Ross (Sylvester Stallone; Demolition Man, Judge Dredd) leitet die Söldnertruppe "Expendables". Man kann sie für alle mehr oder weniger schmutzigen Jobs anheuern. Ihr aktueller Auftrag führt die Truppe auf die Insel Vilena, die von ihrem Diktator befreit werden soll. Auftrag erkannt - Gefahr ausgelöscht - oder so ähnlich.


Ja, mehr passiert im Film "Expendables" nicht und im Grunde ist das auch gut so. Schließlich handelt es sich um eine Hommage an das Action Kino der 80er bis 90er. Und wie es sich für einen zünftigen Film dieser Gattung gehört, ist eine zu komplexe Story einfach fehl am Platze. Schließlich will der geneigte Zuschauer möglichst eines sehen: dass ihr Held den Bösen den Arsch aufreißt - und zwar auf die männlich unfeine Art. Wie ihr herauslesen könnt mag ich solche Filme. Das kommt zum einen daher, dass ich alter Sack mit diesem Action Kino aufgewachsen bin und zum anderen, weil es in unserer zivilisierten (?!) Zeit einfach unheimlich viel Spaß macht, wie jemand, der es verdient hat, nach alt hergebrachter Sitte gezeigt bekommt, wo der Frosch die Locken hat.

Und in dieser Disziplin erreicht "Expendables" auch fast volle Punktzahl. Wer dem Film nun vorwerfen möchte, dass die Dialoge oft nur aus One-Linern bestehen, das Geschehen sehr brachial,animalisch und stumpf ist, der hat den Schuss noch nicht gehört. Noch mal zum Mitschreiben: DAS MUSS SO SEIN!

Neben den inhaltlichen Anknüpfpunkten zu den Vorbildern, schaffte es Stallone zusätzlich noch einige  Darsteller aus dieser Zeit um sich zu scharen. Dolph Lundgren, Jet Li, Eric Roberts, Mickey Rourke, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis gesellen sich zu aktuellen Darstellern wie Jason Statham, Steve Austin, Terry Crews und Randy Coutre. Für die Fortsetzung, die es hoffentlich noch dieses Jahr in die Lichtspielhäuser schafft, haben bereits Jean-Claude Van Damme und Chuck Norris zugesagt. In dem Stil darf es gerne weiter gehen. Alleine schon um den Trash Faktor zu erhöhen.

Bekanntlich ist der im Vorteil, der Lesen kann. Schon kurz nachdem "Expendables" im Kino angelaufen war, ließ Stallone verlauten, dass er auf Blu-Ray einen Directors Cut veröffentlichen will, da er mit der Kinofassung nicht besonders glücklich war. Wer darum um die Kino-BD einen großen Bogen gemacht hat, muss sich nun nicht ärgern. Denn endlich hat es der Directors Cut zum kleinen Preis in die hiesigen Läden geschafft.

Knapp zehn Minuten länger und in weiten Teilen umgeschnitten, kommt der DC daher. Insgesamt habe ich von dieser Version einen sehr guten Eindruck. Der Film ist zwar länger geworden, aber nicht langatmiger. Einige Actionsequenzen wirken nun in ihrer Abfolge schlüssiger. Zwar kommt Jet Li immer noch zu kurz im Film, aber seine Szenen wurden etwas ausgebaut. Zusätzlich wurde an einigen Stellen der Soundtrack verändert, was dem Geschehen mehr Drive verpasst. Der DC wirkt deutlich runder als die Kinofassung. Wer diese bereits sein eigen nennt, muss nicht noch zusätzlich in den DC investieren, aber alle, die gewartet haben, dürfen nun zugreifen.

Wer auf Actionfilme steht und diese Testosterongranate mit dem Generationentreffen der Actionstars noch nicht gesehen hat, und auf Actionfilme steht, macht mit "Expendables" nichts falsch.

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