Montag, 15. August 2011

Ich geh mit meiner Laterne...


Da ich dieses Jahr bereits mehrfach auf die Fülle an neuen Comic-Verfilmungen hingewiesen hab, spare ich mir dieses Mal die Leier und lege direkt mit der Inhaltsangabe von "Green Lantern" los.


Hal Jordan (Ryan Reynolds; Blade: Trinity, X-Men Origins: Wolverine) ist ein begnadeter Jetpilot. Leider ist er auch sehr verantwortungslos, impulsiv und handelt ohne vorher über die möglichen Konsequenzen nachzudenken. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er eines Nachts einem Alien begegnet, das ihm einen mysteriösen Ring und eine Grüne Laterne über- und dann den Löffel abgibt. Ziemlich verwirrt nimmt er beides mit in seine Wohnung. Hal findet dort heraus, dass er mit Hilfe des Ringes alle Dinge projezieren kann, die er in seiner Vorstellung generiert. Zwar lässt sich damit auch eine Menge Unfug anstellen, doch ist der Ring eigentlich mit einer wichtigen Aufgabe verknüpft.


Im All existiert nämlich das sogenannte Green Lantern Korps, das über den Frieden wacht. Da der Film sonst ziemlich langweilig werden würde, ist es mit dem Frieden nicht allzu weit her und die Kacke ist ziemlich am Dampfen. Nun muss Hal schleunigst erwachsen werden, damit die Erde nicht vernichtet wird....

Vorneweg: zu den Besten Comicumsetzungen darf sich Green Lantern nicht zählen. Die Effekte wirken teilweise zu künstlich, die Figuren und der Plot könnten vielschichtiger sein und insgesamt wird mir ein bisschen zu viel Pathos auf die Leinwand gebannt. Dafür ist die Action gut gemacht, der launige Film ist recht kurzweilig - da auch relativ kurz - aber meiner Meinung nach nicht konsequent genug. Gerade bei "Green Lantern" wären mehr over-the-top Figuren und Storytwists, die bei anderen Filmen gestört hätten, Pflicht gewesen.Vom "Casino Royale" Regisseur Martin Campbell hätte ich mehr erwartet.

Aber alles Gemeckere mal bei Seite gelassen: von den Figuren her hat mir Sinestro mit am Besten gefallen. Zum einen kann Mark Strong (Kick-Ass, Robin Hood, Sherlock Holmes, RockN´Rolla) gut schauspielern  und zum anderen darf er einige der undurchschaubareren Figuren spielen. Zwar kommt seine Rolle nicht richtig zum tragen, aber ein zweiter Teil mit ihm als handlungstragende Figur wird am Ende mehr als nur angedeutet.

"Green Lantern" ist immerhin gut genug, dass ich mich auf einen zweiten Teil freue. Und das sollte man doch auch mal positiv anmerken.


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