Freitag, 5. Dezember 2008

B.U.A.P. / Band 6

Band 6: Der Garten der Seelen

Das Team hat Roger endlich beigesetzt und würde gerne einige weitere ruhige Wochen verbringen, als Abe Sapien ein Päckchen erhält, das ihn in den indonesischen Dschungel lockt. Zusammen mit Captain Daimio begibt er sich auf den langen Weg, denn jemand scheint von seiner frühreren Existenz als Mensch mit Namen Langdon Everett Caul bescheid zu wissen. Während Abe seiner Vergangenheit auf die Schliche zu kommen versucht, wird Liz im Hauptquartier von apokalyptischen Visionen geplagt und Johann fördert aus den Archiven der Behörde ein dunkles, schmutziges Geheimnis aus der Vergangenheit eines der Mitglieder hervor.

Angenehm fällt auf, dass Mignola und Arcudi mit der neuen Geschichte nach dem ruhigen letzten Band nicht mit aller Gewalt voll durchstarten, sondern wieder parallel mehrere wichtige Ereignisse in Gang setzen, deren Stein also nun erst langsam ins Rollen kommt und in den nächsten Geschichten Höchstgeschwindigkeit erreichen wird. Wie nannte man das doch gleich? Ach ja: Spannungsbogen! Und den beherrschen die beiden sehr gut. Während man gespannt und fasziniert verfolgt wie Abe auf einer Art "Insel des Dr. Moreau" wandelt, ziehen daheim im Hauptquartier dunkle Wolken herauf. Man darf sich also auf die Fortsetzung freuen. Zwar markiert "Garten der Seelen" keinen Höhepunkt Serie, bleibt aber in deren durchweg sehr hohen Qualität.

Zeichnerisch erwartet den Leser nichts großartig Neues. Und das ist auch gut so, denn Guy Davis ist brilliant wie immer. Die Technikdesigns, die an alte Jules Verne Verfilmungen erinnert, machen einfach Laune. Besonders gelungen ist die Koloration der Szenen, die im 19. Jahrhunder spielen. Die Farbpalette imitiert sehr gut den Sepia Stil alter schwarzweiss Fotographien. Für Fans der Reihe ein Pflichtkauf. Alle anderen sollten schleunigst mit Band 1 loslegen.

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