Mittwoch, 17. Dezember 2008

The Goon

Band 1: Krudes Zeug

Was ist potthässlich, hat vorstehende Zähne, eine Kappe auf dem Kopf, Muskeln vom Haaransatz bis zum Arsch und den Tritt eines Mulis? Der GOON natürlich!

Eric Powells Schreckgespenst der Untoten treibt seit Ende der 90er sein Unwesen und erscheint nun beim Cross-Cult-Verlag auch auf Deutsch. Wurde auch Zeit, dass dieser sprechende-kettensägenschwingende, sinnfrei um sich ballernde, Untote quälende, immer einen lockeren Spruch absondernde, bullenhassende Unflat auch bei uns die Zeit ins Gestern zurück prügelt.

Langweilig wird es mit dem Goon jedenfalls nicht. Im ersten Band sind drei Kurzgeschichten enthalten, die uns den Alltag des Goon näher bringen. Seit der Untoten-Priester mit seiner Armee Zombies in der Stadt eingefallen ist und die Herrschaft an sich zu reissen gedachte, ist nichts mehr wie zuvor. Denn die Zombies mussten schnell fest stellen, dass außer ihnen noch die Mafia, die Bullen, Vampire und sonstiges Natterngezücht ebenfalls einen Anteil vom Kuchen wollen. Und mittendrin der mies gelaunte Goon mit seinem sadistischen Kumpel Franky.

Kurzum: in bester Lobo-Tradition bekommt die Untoten-Schaar kräftig aufs Maul. Mit total schrägen Einfällen gewürzt, bleibt hier kein Auge trocken.

Wer feinsinnige Unterhaltung sucht ist - wie der Autor so schön bemerkt - hier an der falschen Adresse. "The Goon" bietet humoriges Backenfutter für alle, die einen schrägen Humor haben.

Abgerundet wird der leider recht kurze Band (die folgenden sind deutlich dicker) von Konzeptzeichnungen und einem Interview mit dem Zeichner Eric Powell (Farben sind übrigens von Dave Stewart, der für seine Arbeit an B.U.A.P. einen Eisner Award bekam).

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