Montag, 10. Dezember 2007

Das Schreien der Lämmer

Black Sheep

Während man fast zwei Jahrzehnte doch ziemlich bierernst im Horror und Splattergenre unterwegs war, häufen sich in den letzten beiden Jahren die Horrorkomödien. Und da ich ein Freund ebendieses Genres bin, freut mich das sehr. Verarschungen machen einfach mehr Spaß. Und mit den bisherigen Filmen wurden bereits eine Menge Subgenres bedient.

SHAUN OF THE DEAD bspw. nahm sich des Zombiethemas an, SLITHER parodierte schleimiges Ausserirdisches Gekröse, das in unsere Münder will, SEVERANCE ließ Serienmörder und die Folter-Horror-Ich-Find-Dich-Im-Wald-Weil-Ich-Ein-Böser-Soldat-BinFilme ziemlich alt aussehen und BUBA-HO-TEP versuchte sich am Mystery-Plot. Im Grunde bleibt hier nur noch ein großes Gebiet unbearbeitet und das ist, RICHTIG: das der Tierhorrorfilme. Nachdem uns weisse Haie, Tarantula, Killerschnecken, Octopusse aus der Tiefsee, wildgewordene Bernhardiner, mörderische Bienen- und Wespenschwärme, Anacondas, Alligatoren, Raben, Fliegen, Vogelspinnen, Skorpione, Piranhas und Monty Pythons Killerkarnickel uns das fürchten lehrten, werden die Schafe ihr Schweigen beenden.

Korrekt, BLACK SHEEP läßt die Wollflusen auf uns los. Henry Oldfield kehrt nach vielen Jahren auf die väterliche Farm zurück nachdem ebendieser den Löffel abgegeben hatte, weil er ein Schaf fangen und dabei den Steilabhang vor den Klippen übersah. Doch sein Bruder hat großes mit der Farm vor und Henry ist ihm im Weg, sodaß er ihn nur schnell wieder loswerden will. Dummerweise sind da wieder die Umweltschützer aktiv ohne deren absolut idiotisches Verhalten das Unheil garnicht seinen Lauf nehmen könnte. Zu blöd aber auch, dass Henry aufgrund eines Kindheitstraumas eine absolut unbegründet irrationale Angst vor Schafen hat.

Der Neuseeländische Film ist dabei recht gut gemacht für ein Erstlingswerk. Die Effekte gehen in Ordnung (Weta-Workshop war am Werke) und der Score ist auch passabel. Insgesamt überwiegt der Humor die ruhigen und trocken Phasen, aber so hundertprozentig will Black Sheep dann doch nicht zünden. Zu wenig geistreicher Wortwitz und Slapstick bzw, skurrille Situationen, was sich bei der Grundkonstellation der Geschichte anbietet, helfen einem zu übersehen, dass man den Film deutlich kürzer hätte halten können. Hier wäre mehr drin gewesen. Dennock ein lustiger Film für zwischendurch, bei dem man sich mit Freunden und ein, zwei Kästen Bier entspannen kann.

Waidmannsheil!

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