Posts mit dem Label Comic Review werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Comic Review werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 6. April 2017

Dienstag, 6. Dezember 2011

Die Schere und der hyperboreanische Kampfmönchyeti


Für die außergewöhnlichen Agenten der B.U.A.P gibt es nur wenige Konstanten im Leben. Als Freak existiert nun mal so etwas profanes wie Alltagstrott nicht. Die Freundschaft und Loyalität zueinander ist - trotz aller Reibereien - eine dieser Konstanten. Darum trifft die Gemeinschaft Liz´ Entführung durch den düsteren Magier Gilfryd besonders hart.

Seitdem haben Abe, Johann und Kate nur ein Ziel vor Augen: Kates RettungI Ihre Spur führt sie zu einer uralten Stadt in den eisigen Regionen des Stanovoi Gebirges. Doch was sie dort vorfinden , liegt jenseits ihrer Vorstellungskraft .

Big Trouble in Litte China


Was macht ein Verbrecherboss, wenn er ganz oben in der Nahrungskette angekommen ist? Sich auf der faulen Haut ausruhen und die Früchte seiner Arbeit genießen?  Wer das tut, ist schnell wieder weg vom Fenster, denn im Teich wachsen raschneue große Fische heran, wenn man nicht aufpasst. Der Goon weiß das nur zu gut, doch als er in trübsinniger Stimmung, melancholischen Gedanken an die Vergangenheit nachhängt, lässt er seine Deckung fallen.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Mignola, übernehmen sie!

Wenn es was zu feiern gibt und dazu der große rote Kerl auftaucht, handelt es sich nicht zwingend um Weihnachten und Santa Clause. Diesmal sind es ein Verlag und eine Comicfigur.
CROSSxCULT wird zehn Jahre alt und feiert sein Jubiläum mit der Figur, mit der der Verlag dübetierte: HELLBOY!

In den vergangenen zehn Jahren sind seit Hellboys erstem Auftritt viele weitere Erscheinungen hinzu gekommen. Sin City, Vampire Boy, B.U.A.P., The Goon, The Walking Dead, The Red Star, Umbrella Academy und Hack/Slash sind nur einige Beispiele für das breit gefächerte Portfolio von CC. Neben dem Phantastischen, Horror und Science-Fiction erscheinen bei CC auch Thriller und Krimi-Geschichten wie Torpedo, From Hell, Whiteout oder Sleepers. Seit einigen Jahren veröffentlicht der Verlag neben Graphic-Novels auch Bücher, wie beispielsweise Romane aus dem Star Trek Universum und zur BBC Serie Primeval.

Comics sind in Deutschland nach wie vor ein Nischenprodukt und daher haben es Verlage hierzulande oft schwer. Ein Grund mehr sich über 10 Jahre CROSSxCULT zu freuen: denn nicht nur, dass sie die Comic-Landschaft in unseren Gefilden um viele wundervolle Geschichten bereichert haben, so zeigt das Jubiläum auch, dass der Verlag mittlerweile eine feste Größe im Business geworden ist und ein erfolgreiches Konzept erarbeitet hat, um uns hoffentlich noch lange mit weiteren tollen Geschichten zu erfreuen.

Samstag, 2. Juli 2011

Immer mitten in die Fresse rein...

Lange Jahre war für mich LOBO von DC der lustigste und gleichzeitig brutalste Comic, den ich kannte. Gut, es gab auch damals schon Konkurrenten, die mehr Gore und Splatter darboten, aber keiner mordete mit solchem Spaß und Freude andere Wesen, wie der letzte Czarnianer. Hey, immerhin hat er seinen kompletten Planeten entvölkert, um einzigartig zu sein und war nur deswegen unsterblich, weil er aus Himmel und Hölle rausgeflogen war! Zudem hat er Superman - dem Mann aus Weißblech - den Strampler lang gezogen, das faschistische Imperium des Weihnachtsmannes zu Fall gebracht und den Fiskus das Fürchten gelehrt.
Kurz: Lobo war most epic ever.

Der Höllenbursche ist zurück


Nach langer Zeit hab ich mir diese Woche endlich mal wieder einen Schwung Comics zugelegt. Natürlich geht es mir erstmal um den Erwerb der Serienfortsetzungen. Vorher lohnt sich eine neue Serie einfach nicht. Beim Einkauf musste ich dann auch sogleich merken, dass ich wohl länger nicht die neuen Bände gekauft hatte, als ich zunächst gedacht hatte. Verdammt! Das wird ein teurer Monat!

Den Anfang macht heut erstmal "Hellboy: Band 11 - Der Krumme" aus dem Hause Cross-Cult.

Über den roten Höllenjungen muss ich glaube ich nicht mehr allzu viel sagen, die Figur sollte den meisten aus den Kinofilmen bekannt sein. Daher steige ich auch direkt ein und fasse mal zusammen, worum es denn diesmal geht.
 

Schlüsselerlebnisse


Vater ermordet, die bei der Gelegenheit gleich noch vergewaltigte Mutter hängt an der Flasche, aus der gewohnten Umgebung herausgerissen, auf einer neuen Schule mit vollkommen fremden Menschen - die Geschwister Kinsey, Bode und Tyler Locke haben´s echt nicht leicht. Nach den traumatischen Ereignissen kommt die Familie beim Bruder des Vaters unter, im sogenannten Keyhouse, wo die beiden aufgewachsen sind.

Donnerstag, 20. August 2009

Sonnenfinsternis

Sommer. Ferienzeit. Irgendwo im Süden Frankreichs.

Fünf langjährige Freunde in den Dreissigern treffen sich auf ein paar entspannte Tage, um gemeinsam eine totale Sonnenfinsternis zu erleben. Im Ferienhaus prallen die unterschiedlichen Charaktere aufeinander. Der schwule Hubert ist ewiger Single und Spaßvogel der Gruppe; Dominique ein unbeherrschter, grüblerischerKünstler; Jean-Pierre befindet sich in den Fängen einer ausgewachsenen Midlife-Crisis und Isabella ist Mutter zweier Töchter, die von ihrem Mann Dominique betrogen wird. Dass Dominique ihre Konkurrentin Helena eingeladen hat und Jean-Pierre seine gerade mal neunzehnjährige Internetbekanntschaft Jan mitbringt, lässt die Hoffnung auf Entspannung im Urlaub vollends verpuffen.


Mittwoch, 17. Dezember 2008

Redhand / Band 2

Band 2: Die Waffe der Götter

Der namenlose Held, der nur Redhand genannt wird hat auf seinen Reisen mittlerweile Silacaea erreicht, den größten Hafen der nördlichen Inseln. Hier entstand in den letzten Jahrhunderten eine prächtige Stadt. Redhand verdingt sich in verschiedenen Jobs und versucht so gut es geht ein normales Leben zu führen. Da sonst die Geschichte vorbei wäre geht das natürlich nicht lange gut. Redhand ist in einer Kneipe als der Zauberer Ishmin einen Bannzauber wirkt um mit seiner Ziehtochter der einäugigen Mara, die Gäste auszurauben. Als bei Redhand kein Zauber wirken will glauben die Menschen er sei ein Dämon. Vorbei ists mit der Ruhe. Er schließt sich vorübergehend dem Duo an, um aus der Stadt zu entkommen. Mara hat aber andere Pläne mit ihm...

Wie sagte ich zum letzten Band? Redhand hat Potential, muss aber zeigen, dass Busiek und Alberti es auszuspielen wissen. Mit "die Waffe der Götter" sind wir leider nur kleine Schrittchen weiter gekommen. Nach wie vor liegt der Hintergrund der postapokalyptischen Welt weitestgehend im Dunkeln. Auch Redhands Schicksal ist kaum deutlicher zu sehen als noch vor 48 Seiten. Schade, denn das Artwork ist wieder sehr schön, der Band liest sich in einem angenehmen Tempo und auch Spannung ist wieder ausreichend vorhanden, wenn unser Vorzeigeatheist sich mit dem Aberglauben der Menschen herumplagt.

Allerdings ist die Frage gerechtfertigt, ob die Geschichte, da als Dreiteiler ausgelegt, im letzten Drittel überhaupt zu einem vernünftigen Abschluss gebracht werden kann.
Hoffen wir das Beste.

The Goon

Band 1: Krudes Zeug

Was ist potthässlich, hat vorstehende Zähne, eine Kappe auf dem Kopf, Muskeln vom Haaransatz bis zum Arsch und den Tritt eines Mulis? Der GOON natürlich!

Eric Powells Schreckgespenst der Untoten treibt seit Ende der 90er sein Unwesen und erscheint nun beim Cross-Cult-Verlag auch auf Deutsch. Wurde auch Zeit, dass dieser sprechende-kettensägenschwingende, sinnfrei um sich ballernde, Untote quälende, immer einen lockeren Spruch absondernde, bullenhassende Unflat auch bei uns die Zeit ins Gestern zurück prügelt.

Langweilig wird es mit dem Goon jedenfalls nicht. Im ersten Band sind drei Kurzgeschichten enthalten, die uns den Alltag des Goon näher bringen. Seit der Untoten-Priester mit seiner Armee Zombies in der Stadt eingefallen ist und die Herrschaft an sich zu reissen gedachte, ist nichts mehr wie zuvor. Denn die Zombies mussten schnell fest stellen, dass außer ihnen noch die Mafia, die Bullen, Vampire und sonstiges Natterngezücht ebenfalls einen Anteil vom Kuchen wollen. Und mittendrin der mies gelaunte Goon mit seinem sadistischen Kumpel Franky.

Kurzum: in bester Lobo-Tradition bekommt die Untoten-Schaar kräftig aufs Maul. Mit total schrägen Einfällen gewürzt, bleibt hier kein Auge trocken.

Wer feinsinnige Unterhaltung sucht ist - wie der Autor so schön bemerkt - hier an der falschen Adresse. "The Goon" bietet humoriges Backenfutter für alle, die einen schrägen Humor haben.

Abgerundet wird der leider recht kurze Band (die folgenden sind deutlich dicker) von Konzeptzeichnungen und einem Interview mit dem Zeichner Eric Powell (Farben sind übrigens von Dave Stewart, der für seine Arbeit an B.U.A.P. einen Eisner Award bekam).

Freitag, 5. Dezember 2008

Der Schimpansenkomplex / Band 2

Band 2: Die Söhne des Ares

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2036.

Helen Freeman befindet sich mit weiteren Astronauten auf dem Weg zum Mars. Dort hoffen sie das Geheimnis um die Kopien von Buzz Aldrin und Neil Armstrong zu lüften, nachdem man auch auf dem Mond eine weitere Leiche von Armstrong gefunden hatte. Helens Tochter Sofia glaubt auf der Erde schon lange nicht mehr an eine Rückkehr ihrer Mutter und begibt sich selbst auf eine Reise ins Ungewisse. Während Robert verzweifelt versucht sie zu finden, entdecken die Forscher auf dem Mars eine alte Raumstation der Russen aus der Zeit des Kalten Krieges. Helen begibt sich dort auf die Suche nach den Puzzleteilen und spricht mit einer Ikone der russischen Raumfahrt als etwas Unvorhergesehenes geschieht.

Teil 2 setzt sauber dort an, wo der erste endete. Spannend wird die Geschichte um die "Relikte" des Kalten Krieges (=die Söhne des Ares (Ares, der griech. Kriegsgott; bzw. dessen römisches Pendent: Mars)) fortgeführt. Zudem werden endlich einige Antworten auf Fragen im ersten Band gegeben, allerdings auch neue aufgeworfen.

Das spannende Ende macht Lust auf den Abschluß der Trilogie mit dem die Geschichte schließlich stehen und fallen wird. Am Zeichenstil hat sich nichts geändert, der nach wie vor an die Roto-Scope-Technik aus dem Film "A Scanner Darkly" erinnert. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben (Hardcover, sauberer Druck, gutes Lettering, stabiles Papier). SF Fans, die auch mit Mystery etwas anfangen können, kann ich spätestens jetzt eine Kaufempfehlung aussprechen.

B.U.A.P. / Band 6

Band 6: Der Garten der Seelen

Das Team hat Roger endlich beigesetzt und würde gerne einige weitere ruhige Wochen verbringen, als Abe Sapien ein Päckchen erhält, das ihn in den indonesischen Dschungel lockt. Zusammen mit Captain Daimio begibt er sich auf den langen Weg, denn jemand scheint von seiner frühreren Existenz als Mensch mit Namen Langdon Everett Caul bescheid zu wissen. Während Abe seiner Vergangenheit auf die Schliche zu kommen versucht, wird Liz im Hauptquartier von apokalyptischen Visionen geplagt und Johann fördert aus den Archiven der Behörde ein dunkles, schmutziges Geheimnis aus der Vergangenheit eines der Mitglieder hervor.

Angenehm fällt auf, dass Mignola und Arcudi mit der neuen Geschichte nach dem ruhigen letzten Band nicht mit aller Gewalt voll durchstarten, sondern wieder parallel mehrere wichtige Ereignisse in Gang setzen, deren Stein also nun erst langsam ins Rollen kommt und in den nächsten Geschichten Höchstgeschwindigkeit erreichen wird. Wie nannte man das doch gleich? Ach ja: Spannungsbogen! Und den beherrschen die beiden sehr gut. Während man gespannt und fasziniert verfolgt wie Abe auf einer Art "Insel des Dr. Moreau" wandelt, ziehen daheim im Hauptquartier dunkle Wolken herauf. Man darf sich also auf die Fortsetzung freuen. Zwar markiert "Garten der Seelen" keinen Höhepunkt Serie, bleibt aber in deren durchweg sehr hohen Qualität.

Zeichnerisch erwartet den Leser nichts großartig Neues. Und das ist auch gut so, denn Guy Davis ist brilliant wie immer. Die Technikdesigns, die an alte Jules Verne Verfilmungen erinnert, machen einfach Laune. Besonders gelungen ist die Koloration der Szenen, die im 19. Jahrhunder spielen. Die Farbpalette imitiert sehr gut den Sepia Stil alter schwarzweiss Fotographien. Für Fans der Reihe ein Pflichtkauf. Alle anderen sollten schleunigst mit Band 1 loslegen.

Dienstag, 30. September 2008

Bräute, Bier und Blaue Bohnen

Torpedo

Endlich erscheint mit Band 5 der Abschluss der Gesamtausgabe von Torpedo, dem jähzornigen Auftragsmörder, der uns bereits in den ersten vier Büchern Freud und Leid seines Berufstandes mitzuteilen wusste.

Auch im neusten Band hat Torpedo - alias Luca Torelli - nichts dazu gelernt und ist mit seinem leicht beschränkten Buddy Rascal unterwegs um mit schmutziger Arbeit Geld an Land zu schaffen. Dabei kann sich der Leser wieder auf skurrile Situationen, unnötige Gewaltausbrüche, Fettnäpfchen, schwarzen Humor und jede Menge nackte Weiber freuen - Torpedo eben.

Zeichnerisch steht Band 5 dem übrigen Werk in nichts nach. Lediglich eine Besonderheit hebt ihn hervor: in ihm sind die beiden einzigen in Albenlänge verfassten Geschichten enthalten. Fans von Torpedo, Bernet, Abuli oder Hard Boiled Geschichten im Film Noir Setting machen mit diesem Stück Comicgeschichte garantiert nichts falsch. Abgerundet wird der aktuelle Band mit einem Essay über Berufskiller in Comic, Film, Fernsehen und dem realen Pendant.

Armer Yorick - ich kannte ihn gut!

Monsieur Mardi Grad - Unter Knochen

Band 1: Willkommen!

An manchen Tagen meint es das Schicksal einfach nicht gut mit uns. Victor Tourterelle hätte entweder die Augen aufmachen oder seinem Sohn verbieten sollen mit seinem Spielzeugauto im Bad zu spielen.

Eines morgens rutscht er auf eben jenem Plastikobjekt aus und bricht sich unsanft das Genick am Badewannenrand. Unversehens findet er sich in einer Kreidewüste wieder. Staub und Geröll bis zum Horizont, der Himmel pechschwarz verdunkelt als sei hätte sich der Inhalt eines Tintenfasses darüber ergossen. Erhellt wird die Welt lediglich von einem fahlen Mond, der ebenfalls den Eindruck macht als sei er den Weg alles Irdischen gegangen. Einzig die Gebeine sind von Victor noch übrig geblieben.

Nach einigen Tagen taucht ein weiteres Skelett auf, das ihm mitteilt es sei ein Postbote und müsse ihn nach Sainte-Cecile bringen und Victor laute nun auf den Namen Mardi-Gras Aschermittwoch. Als er dann alleingelassen ohne Plan in der Stadt strandet, von zwielichtigen Gestalten in Quecksilber getaucht wird und man ihm seine Schädeldecke aufsägt platzt Mardi-Gras der Kragen. Er muss raus aus dem Irrenhaus!

Éric Liberge präsentiert mit "Unter Knochen" eine düster humorige Version des Jenseits, die trotz des bislang eher spartanischen Settings auch auf optischer Seite über die ersten 63 Seiten der auf vier Bände angelegten Geschichte zu überzeugen weiss. Die Farbpalette ist aufgrund des Themas relativ eingeschränkt, lediglich die metallischen Beschläge, mit denen Knochen repariert werden, sorgen für etwas Abwechslung. Zudem erinnern die Landschaften frappierend an Designs, die auch aus Moebius Feder stammen könnten, was selbverständlich als Kompliment zu werten ist.

Insgesamt krankt die Geschichte nur unter allgemeinen Tatsache, dass auf rund 60 Seiten nicht allzuviel Geschichte erzählt werden kann und beinahe nur Fragen gestellt werden, aber Antworten schuldig bleiben. Potential ist reichlich da. Mit Band 2 im Dezember werden wir etwas schlauer sein und wissen ob es sich lohnt den Abenteuern von Mardi-Gras weiter zu folgen.

Samstag, 27. September 2008

Hellboy vs. Unterwelt 2:0

Hellboy Band 9 - Ruf der Finsternis

Hellboy ist nach seinen höchst seltsamen Erlebnissen in Afrika nach England zurückgekehrt, wo ihn die Hexen zu ihrem neuen König küren wollen. Ihre alte Herrin Hekate - die Göttin der Kreuzwege - wurde von Igor Bromhead niedergerungen, der in der Vergangenheit auch bereits Hellboy über dessen echten Namen unter seine Knute zwingen wollte.

König der Hexen? Darauf hat HB genausowenig Lust wie auf die ganze restliche "Tier der Apokalypse" Geschichte, macht sich deshalb aus dem Staub und zieht sich den Groll aller Hexen zu.

Eine alte Feindin Hellboys - die Baba Jaga - hat nur hierauf gewartet. HB findet sich unvermittelt in ihrem Zwischenreich wieder in dem die russische Folklore lebendig geworden ist.

Wie immer versucht Hellboy nun ohne eine Ahnung oder dem Ansatz eines Planes zu einem Platz zu entkommen an dem er endlich einmal Ruhe hat. Doch der Rache der Baba Jaga entgeht man nicht so einfach.

Endlich ist die langerwartete Fortsetzung der Hellboy Reihe erschienen - wie immer in der gewohnt hohen Cross Cult Qualität. Lange mussten Fans des gepflegten Pulps und der lovecraftschen Unterhaltung warten. Mit dem neuen Hellboy betritt auch ein neuer Zeichner die Bühne. Duncan Fegredo übernimmt gekonnt den gewohnten Strich von Mike Mignola und verquickt ihn mit seinem eigenen Stil zu einer vollkommen neuen Optik, die dank der Koloration von Dave Stewart (Eisner Award für B.U.A.P) den Genuß an Hellboy noch ein weiteres Mal zu steigern weiss. Jeder, der befürchtet hat, HB könnte unter einem neuen Zeichner leiden, der sei beruhigt.

Die Story wird in einem angenehmen Tempo erzählt und macht dank des Subplots in dem einige Wesen aus der Unterwelt den kommenden Krieg und die Vernichtung der Menschheit vorbereiten Lust auf den Nachfolger. Bis dahin (wohl 2009) müssen wir uns noch gedulden und beginnen mit der Reihe am besten bei Band eins noch einmal von vorne.

Irgendeinen neuen Hinweisfitzel oder Querverweis, den man zuvor übersehen hat, lässt sich bei jedem erneuten Lesen finden und die Geschichte noch dichter erscheinen als sie auf den ersten Blick den Anschein gemacht hat.

Samstag, 16. August 2008

Am Ende macht doch jeder seinen Schnitt

Hack/SLASH

Was das horizontale Gewerbe darstellt sollte jedem klar sein. Da gibt es aber noch die Profession des horizontalisierenden Gewerbes. Nein, Menschenschieber aus Osteuropa sind damit nicht gemeint. Die Bezeichnung zielt eher auf Figuren wie Jason Vorhees, Mike Myers, Freddy Krueger, Maniac Cop oder Leatherface ab. Richtig, unsere allseits beliebten Freunde von der Slasher-Fraktion, die zielsicher und engagiert mit Vorliebe Teenys und Twens in eine endgültig horizontale Lage bringen, bevorzugt sechs Fuß tief, mit Erde aufgefüllt, Blümchen oben drauf und Grabstein inklusive.


Donnerstag, 7. August 2008

Der Schimpansenkomplex / Band 1

2035 - indischer Ozean

Das US-Militär beobachtet den Wiedereintritt einer Raumkapsel, die ins Meer zu stürzen droht. Streitkräfte vor Ort bergen die Kapsel der zwei Astronauten entsteigen. Helen Freeman von der NASA wird als Beraterin hinzugezogen, da die Astonauten die Zusammenarbeit mit den Soldaten verweigern. Als Identität der beiden Überlebenden herausstellt schrillen in Washington alle Alarmglocken. Denn, wenn sie wirklich Buzz Aldrin und Neil Armstrong sind, wer kehrte dann 1969 auf die Erde zurück? Um Nachforschungen anstellen zu können wird eine Expedidion zum Mond organisiert bei der sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten.

Mit dem ersten Band "Paradoxon" liefern Richard Marazano und Jean-Michel Ponzio den ersten Teil der SF-Mystery-Trilogie "Der Schimpansenkomplex" ab. Der generelle Look der Zeichnungen und Koloration erinnert frappierend an Linklaters Verfilmung "A Scanner Darkly" in dem die Schauspieler in ihren Sets gefilmt wurden und das Material dann nachträglich durch Rotoscope Technologie das Aussehen eines Animes verpasst bekamen. Dieser Stil weiss gekonnt die düstere Gruselstimmung einzufangen und entlässt am Ende den Leser mit dem Wunsch zu erfahren, wie Helens Reise weiter geht und wie sie mit ihren Konflikt zwischen den Pflichten als Mutter und als Astronautin lösen wird.

Sonntag, 27. Juli 2008

Neulich beim Gehirn um die Ecke

Splitterwelt 

Unverschämt wie ich bin, gibts nun mal Werbung in eigener Sache. Seit etwa eineinhalb Jahren zeichne ich an einem Comic, der grob gepeilt in einem SF/Fantasy Szenario spielt und dabei Serien und Filme aller Art nebenher aufs Korn nimmt.

Dabei geht es um die zwei stets verpeilten Kumpels Sven und Axel, die zugedröhnt und vollgetankt bis zur Hirnrinde auf einer nächtlichen Wanderung fast von einem Meteoriten erschlagen werden. Als sie
die Reste des Himmelskörpers untersuchen geraten sie durch ein Dimensionstor in eine fremde Welt. Dort angekommen gibt es natürlich nur ein Ziel: nix wie heim!

Die Erlebnisse dieser Chaoten habe ich bislang in 4 Kapiteln festgehalten und gestern das erste Kapitel des zweiten Bandes fertig gestellt.

Völlig für lau und vollkommen für umme gibbet das Teil als PDF Online zum Download. 

Viel Spaß! 

ZUM COMIC GEHTS HIER LANG

Mittwoch, 23. Juli 2008

Eckaaat, die Russen sind dooo!

The Red Star

Eieiei, nach dem Auspacken des Comics dacht ich schon: "shit, der müffelt ja mehr als Raclettekäse aus der zugeschweisseten Packung."

Und das waren auch so ziemlich schon meine Negativpunkte zu "The Red Star". Hauptsache was zu meckern.

"The Red Star" spielt irgendwann in der Zukunft und zeigt das fiktive Schicksal einer Sowjetunion eingebettet in SF- und Fantasyelemente. Neben Raumschiffen tauchen auch allerhand Zauberer, Geister und sonstiger metaphysischer Schmarrn auf.

Auf den etwa 150 Seiten des ersten Bandes erzählt Christian Gossett die Geschichte von Maya und Markus Antares. Sie ist eine Zauberin, die auf dem Wolkenbrüter Konstantinov (ein Schlachtschiff) Ihren Dienst versieht. Ihr Ehemann ist einfacher Soldat. In Rückblenden erzählt Maya von der Schlacht vor Kar Dathras Tor, in der die Vereinigten Republiken des Roten Sterns (VRRS) neun Jahre zuvor vernichtend geschlagen wurden. In dieser Schlacht verlor Sie ihren Mann Markus. Oder doch nicht?


Donnerstag, 10. Juli 2008

Bewußtseinserweiternde Drogen ;)

Die hermetische Garage

Immer wieder begleiten den Leser eines Buches bei der Lektüre Fragen. Manchmal fängt dies schon beim Einband an. "Die hermetische Garage". Sofort fragt man sich: was ist die hermetische Grarage? Ist es eine Welt? Eine Dimension? Ein Paradoxon? Ist es schlicht nur eine profane hermetisch verschlossene Garage? Ist die Garage am Ende nur ein Gedankenspiel? Ein philosphischer Witz?

Auf welchen Schluss auch immer man am Ende der Lektüre kommen mag, eines ist belegt: Die hermetische Garage ist in jedem Falle ein Experiment.

Altmeister Moebius (oder auch als Giraud bekannt (Leutnant Blueberry)) erschuf Ende der Siebziger einen Comic, der monatlich erschien, jeweils nur 2 bis 4 Seiten, in denen sich dem Leser bizarre Welten mit noch seltsameren Namen und Ereignissen darboten. Ohne, dass Moebius selber genau wusste wo sich die Geschichte hinentwickeln würde, reihte er Episödchen an Episödchen bis sich tatsächlich etwa ab der Hälfte so langsam ein genaueres Bild abzeichnete.

Um nicht zu viel der Geschichte und damit der Interpretationsvielfalt vorwegzunehmen eine Andeutung der Handlung: Der Ingenieur Barnier zerstört aus Versehen einen Kabelverleger von Jerry Cornelius. Aus Angst vor dem Besitzer flieht Barnier über die verschiedenen Ebenen um auf eine andere Welt zu entkommen. Inzwischen sucht Jerry Cornelius nach seinem Ingenieur, doch sein Gegenspieler Major Grubert ist auf der Suche nach ihm und sendet seine Spione aus.

Definitiv gehört "Die hermetische Garage" in die Welt der Science Fiction, ist dabei aber sehr surreal gestaltet und mit Sicherheit nichts, was man nur "nebenher" schmökern sollte. Auch heute, da alle Episoden in einem Album erscheinen verlangt der Comic viel Aufmerksamkeit vom Leser.

Dankenswerterweise erscheint der Klassiker in S/W und nicht in Farbe. So kommen Moebius´ Zeichnungen noch besser zur Geltung.