Posts mit dem Label Eric Powell werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eric Powell werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. Dezember 2011

Big Trouble in Litte China


Was macht ein Verbrecherboss, wenn er ganz oben in der Nahrungskette angekommen ist? Sich auf der faulen Haut ausruhen und die Früchte seiner Arbeit genießen?  Wer das tut, ist schnell wieder weg vom Fenster, denn im Teich wachsen raschneue große Fische heran, wenn man nicht aufpasst. Der Goon weiß das nur zu gut, doch als er in trübsinniger Stimmung, melancholischen Gedanken an die Vergangenheit nachhängt, lässt er seine Deckung fallen.

Samstag, 2. Juli 2011

Immer mitten in die Fresse rein...

Lange Jahre war für mich LOBO von DC der lustigste und gleichzeitig brutalste Comic, den ich kannte. Gut, es gab auch damals schon Konkurrenten, die mehr Gore und Splatter darboten, aber keiner mordete mit solchem Spaß und Freude andere Wesen, wie der letzte Czarnianer. Hey, immerhin hat er seinen kompletten Planeten entvölkert, um einzigartig zu sein und war nur deswegen unsterblich, weil er aus Himmel und Hölle rausgeflogen war! Zudem hat er Superman - dem Mann aus Weißblech - den Strampler lang gezogen, das faschistische Imperium des Weihnachtsmannes zu Fall gebracht und den Fiskus das Fürchten gelehrt.
Kurz: Lobo war most epic ever.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

The Goon

Band 1: Krudes Zeug

Was ist potthässlich, hat vorstehende Zähne, eine Kappe auf dem Kopf, Muskeln vom Haaransatz bis zum Arsch und den Tritt eines Mulis? Der GOON natürlich!

Eric Powells Schreckgespenst der Untoten treibt seit Ende der 90er sein Unwesen und erscheint nun beim Cross-Cult-Verlag auch auf Deutsch. Wurde auch Zeit, dass dieser sprechende-kettensägenschwingende, sinnfrei um sich ballernde, Untote quälende, immer einen lockeren Spruch absondernde, bullenhassende Unflat auch bei uns die Zeit ins Gestern zurück prügelt.

Langweilig wird es mit dem Goon jedenfalls nicht. Im ersten Band sind drei Kurzgeschichten enthalten, die uns den Alltag des Goon näher bringen. Seit der Untoten-Priester mit seiner Armee Zombies in der Stadt eingefallen ist und die Herrschaft an sich zu reissen gedachte, ist nichts mehr wie zuvor. Denn die Zombies mussten schnell fest stellen, dass außer ihnen noch die Mafia, die Bullen, Vampire und sonstiges Natterngezücht ebenfalls einen Anteil vom Kuchen wollen. Und mittendrin der mies gelaunte Goon mit seinem sadistischen Kumpel Franky.

Kurzum: in bester Lobo-Tradition bekommt die Untoten-Schaar kräftig aufs Maul. Mit total schrägen Einfällen gewürzt, bleibt hier kein Auge trocken.

Wer feinsinnige Unterhaltung sucht ist - wie der Autor so schön bemerkt - hier an der falschen Adresse. "The Goon" bietet humoriges Backenfutter für alle, die einen schrägen Humor haben.

Abgerundet wird der leider recht kurze Band (die folgenden sind deutlich dicker) von Konzeptzeichnungen und einem Interview mit dem Zeichner Eric Powell (Farben sind übrigens von Dave Stewart, der für seine Arbeit an B.U.A.P. einen Eisner Award bekam).