Diverse Gedanken - neudeutsch "Reviews" - zu Filmen, Comics, Büchern, Hörspielen ... was uns gerade so unter die Augen und Ohren kommt.
Montag, 19. September 2011
Von alltäglichen Monstern
"Stellenanzeige:
Demnächst wird in unserem Unternehmen eine Stelle in leitender Position frei.
Sind Sie teamfähig, freundlich, durchsetzungsfähig und in der Lage eine Vorbildfunktion einzunehmen? Haben Sie bereits Erfahrung in der Führung und Koordination eines Teams? Dann bewerben Sie sich.
Denn die schreckliche Pissnelke, die uns bislang das Leben schwer gemacht hat, wird jetzt kalt gemacht! Während Sie diese Zeilen lesen, wird ein Plan zur Terminierung dieses oberarroganten, selbstgefälligen Chauvinistenschweins durchgeführt, das morgens in die Kanne mit dem frisch aufgebrühten Kaffee spuckt. Wir werden Sorge dafür tragen, dass bis zum Assessment Center die Blutflecken wieder entfernt werden.
Bitte nur ernst gemeinte Zuschriften mit den üblichen Bewerbungsunterlagen."
So, im Grunde ist damit schon das Wichtigste zu "Horrible Bosses" gesagt worden, der in Deutschland passend mit dem deutschen (?!) Titel "Kill the Boss" in den Kinos läuft. Wer oder was sich da wieder nichts gedacht hat, kann uns heute mal egal sein, denn die beste Nachricht vorneweg: der Film macht Laune!
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Freitag, 16. September 2011
Lady Cacaoblood - the Professional
Ja, ich weiss: Selbstjustiz ist nicht gut, gegen das Gesetz; alles würde im Chaos enden, wenn jeder danach handeln würde und eigentlich verabscheue ich sowas ja auch im echten Leben.
ABER - wer kennt nicht die Sehnsucht jemandem, der wirklich unverschämt ist, einem den letzten Nerv raubt oder einen in die Pfanne haut, mal so richtig die fiese Fresse aus der Schnauze zu schlagen? Eben! Und darum liebe ich Rachefilme.
Montag, 12. September 2011
The Jason Statham Show
"Hier tanzen gleich die Waffen,
macht auf der Bühne Licht!
Zündet Bomben und brecht Knochen,
bis der Schuppen wackelt und zusammen bricht."
So, genug herum gealbert!
Es ist mal wieder Zeit für ein emotional aufgeladenes Jason Statham Drama. Gut, aufgeladen sind nur die Kanonen und als Drama kann man maximal das Ende des Films beschreiben, aber ein ernst gemeintes Charakterspiel würden wir von Statham eh nicht erwarten.
Samstag, 3. September 2011
Einmal Djihad im Fladenbrot schön scharf, bitte!
Hubert Bonisseur de la Bath (Jean Dujardin; Lucky Luke, 39.90 €) ist OSS 117, erfolgreichster Agent im französischen Geheimdienst. Dabei darf man sich gerne fragen, warum das überhaupt so ist, denn Hubert ist ein ungebildeter Volldepp, der nur mit mehr Glück als Verstand seine Aufgaben löst. Dabei geht er erwartungsgemäß eher unkonventionell vor. Die Bösewichter unseres Planeten hassen ihn - vermutlich weil er viel böser lachen kann als sie selber. Oder es liegt an dem latenten Rassismus, den er zur Schau stellt. Hubert hat für jeden eine Schublade und das kommuniziert er auch ungeniert.
Dienstag, 30. August 2011
Im Auftrag Ihrer Majestät - öh - oder auch nicht!
Es gibt ein paar gute Agentenparodien. "Spione wie wir" mit Dan Akroyd und Chevy Chase bspw. oder auch "Get Smart" mit Steve Carell sind zwei würdige Vertreter dieses Genres. Doch eine astreine James Bond Verwurstung fehlte da doch noch. Gut, böse Zungen könnten behaupten, dass die Roger Moore Bonds und die meisten Pierce Brosnan Bondfilme durchaus auch als Parodie durchgehen könnten, aber offiziell sind die nunmal leider ernst gemeint.
Also muss hier gefälligst Abhilfe geschaffen werden. Ausgerechnet aus Frankreich kommt da die cineastische Rettung. "OSS 117 - Er sich ist selbst genug" schimpft sich das gute Stück und basiert auf der Agentenromanserie "OSS 117" von Jean Bruce, die ab 1949 erschien. Nach den ernst gemeinten Verfilmungen der 50er-70er Jahre, wagte man sich 2006 zum ersten mal mit "OSS 117 - Der Spion, der sich liebte" auf das Parkett der Parodien. Und das kann ich nur gut heißen, denn so viel Retro auf einmal erträgt man bei neuen Filmen einfach nicht, wenn es nicht wenigstens witzig gemeint ist.
Mittwoch, 24. August 2011
The Buddy-Movie strikes back!
Benehmen ist Glücksache. Dass das Sprichwort nicht nur auf Menschen zutrifft, müssen der Schriftsteller Clive (Nick Frost; Hyperdrive, Radio Rock Revolution) und sein zeichnerisch begabter Kumpel Graeme (Simon Pegg; Band of Brothers, Run Fatboy Run!) auf ihrer Rundreise durch die USA feststellen.
Montag, 15. August 2011
Ich geh mit meiner Laterne...
Da ich dieses Jahr bereits mehrfach auf die Fülle an neuen Comic-Verfilmungen hingewiesen hab, spare ich mir dieses Mal die Leier und lege direkt mit der Inhaltsangabe von "Green Lantern" los.
Hal Jordan (Ryan Reynolds; Blade: Trinity, X-Men Origins: Wolverine) ist ein begnadeter Jetpilot. Leider ist er auch sehr verantwortungslos, impulsiv und handelt ohne vorher über die möglichen Konsequenzen nachzudenken. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er eines Nachts einem Alien begegnet, das ihm einen mysteriösen Ring und eine Grüne Laterne über- und dann den Löffel abgibt. Ziemlich verwirrt nimmt er beides mit in seine Wohnung. Hal findet dort heraus, dass er mit Hilfe des Ringes alle Dinge projezieren kann, die er in seiner Vorstellung generiert. Zwar lässt sich damit auch eine Menge Unfug anstellen, doch ist der Ring eigentlich mit einer wichtigen Aufgabe verknüpft.
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