Samstag, 28. Mai 2011

Schreeeeeeiiii 4

Keine Bange, hier geht's nicht um Hokio Totel... Kokio Tohel.... sorry, die Tastatur verweigert sich bei der Eingabe des Namens ^^

Vielmehr geht es um die Rückkehr von Wes Craven zum Scream-Franchise nach 11 Jahren Abstinenz.

1996 leitete Craven mit seinem Filmbeitrag "SCREAM" eine neue Ära des Horrorfilmes ein. Wobei Ära eventuell doch etwas hoch gegriffen ist. Besser wäre wohl "hat dem Horrorfilm neues Leben eingehaucht".

Scream 2 aus 1997 war ganz ok und über Scream 3 aus dem Jahre 2000 decke ich lieber den Mantel des Schweigens. Naja gut, ok, die Fortsetzungen kann man sich auch ansehen ohne gleich Augenkrebs zu bekommen. Aber die waren halt logischerweise nicht so gut wie das Original.

Jetzt, 11 Jahre nach Teil 3, gilt getreu des Remake-/Fortsetzungsgesetzes:
Neues Jahrzehnt, neue Regeln!

Das ist keine Komödie, das ist ein Horrorfilm. Menschen leben, Menschen sterben
und du solltest besser anfangen zu laufen!

Richtig gelesen, neue Regeln. Denn Teil 4 hält sich schon wie seine Vorgänger nicht wirklich an die Genre-Konventionen um einen Horrorfilm zu überleben; wie sie zum Teil auch schon im Original aufgezählt wurden:
  • Geh nicht an die Tür.
  • Geh nicht ans Telefon.
  • Geh nicht zurück ins Haus.
  • Versuch nicht, dich zu verstecken.
  • Frag nie: Wer ist da?
  • Sag nie: Ich bin gleich wieder zurück! … denn du wirst es nicht sein
  • wer vorehelichen Sex hat, stirbt (ergo: Jungfrauen werden verschont)
Ganz ehrlich, wenn man sich heutzutage Horrorfilme anschaut, dann weiß man auch fast immer: oh der/die/das geht als nächstes drauf, vorzugsweise auf diese und jene Art.

Und genau da setzt auch Scream 4 an:
Das Unerwartete ist mittlerweile schon ein Klischee und Jungfrauen werden auch nicht mehr zwangsweise verschont. Es ist egal wer du bist, was du kannst, wie du dich gibst: Du bist einfach nur ein Tötungsobjekt. Man kann die Zuschauer nicht mehr wirklich schocken. Dies wird auch schön in den ersten ca. 10 Minuten des Films abgehandelt, quasi als Kommentar zum Horrorkino der Gegenwart.

Kurz zur Story:
Sidney Prescott (Neve Campbell) ist auf einer Lesereise für Ihr neues Buch "Out of the Darkness" und macht einen Halt in der Stadt in der alles begann: Woodsborro. Passenderweise ist zeitgleich auch das 10-jährige Jubiläum der ersten Taten von Ghostface. Die Jugend feiert dies gebührend u. a. mit einem "Stabathon" in dem nacheinander alle STAB-Filme laufen. Nebenbei wird sich bei jeder Gelegenheit selbst gefilmt, man geht undurchsichtige Kontakte über Facebook, Twitter etc. ein und spielt sich gegenseitig Streiche mit der Ghostface-VoiceApp. Was natürlich den möglichen Täterkreis nicht gerade eingrenzt, denn die Rückkehr von Sid nimmt Ghostface zum Anlass um sich quasi selbst zu würdigen und beginnt das lustige Teenieslashen...

Neben Neve Campbell sind auch wieder Courtney Cox (Gale Weathers-Riley) und David Arquette (Sheriff Dewey Riley) mit von der Partie. Die einzigen Darsteller die in allen bisherigen Teilen auch dabei waren.

Die erste Regel von Remakes: Leg dich nicht mit dem Original an!

Ich bin wahrlich kein Fan von Remakes aka Neuinterpretationen, Prequels und zigtausend Sequels, aber hier gelingt es Craven doch sehr gut, seinen SCREAM ins neue Jahrtausend zu transportieren und quasi sich selbst zu remaken bzw. zu re-interpretieren. Und er zeigt, das man Filme wie Scary Movie nicht braucht, wenn man sich selbst auch nicht allzu ernst nimmt. Wobei ich Scary Movie eh so lustig finde wie nen Pickel am Arsch...

Der Film ist kurzweilig, hat Spannung und Humor, daher:

8 von 10 Telefonapps

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