Was ist ein Menschenleben wert?
Zwanzig Mark irgendwas und ein paar Zerquetschte, wie ein schlauer Kopf vor einigen Jahren behauptet hat. Als Grundlage für seine Berechnungen nahm er die Werte der verschiedenen chemischem Verbindungen im menschlichen Körper und die Rohstoffpreise der damaligen Zeit.
Natürlich ist es geschmacklos und unethisch einem Leben einen exakt bezifferten Wert beizumessen; als sei man nicht mehr als die Summe seiner Bauteile. Von da an ist es nämlich nur ein Katzensprung zum Herabwürdigen des Einzelnen. Jemanden tot gefahren, ermordet oder aus Versehen ins Jenseits befördert? OK, kein Thema, das bezahlt man noch aus der Portokasse.
Spass beiseite: jedes Leben ist einzigartig und nicht beliebig reproduzierbar. Einen Verlust kann man also nie adäquat ersetzen. Mit jedem Toten geht etwas unwiderbringlich verloren.
Ersetzen könnte man das Individuum nur durch eine exakte Kopie, die dem Originial in Physiognomie und Erinnerungs- bzw. Erfahrungswerten gleicht; oder kurz: einem Klon.
Ersetzen könnte man das Individuum nur durch eine exakte Kopie, die dem Originial in Physiognomie und Erinnerungs- bzw. Erfahrungswerten gleicht; oder kurz: einem Klon.
