Dienstag, 31. Januar 2017

Ich brauch nicht viel - meine Hilti, meine Stihl!


Ja, der Einstieg mit einem Auszug aus einem Rainald Grebe Song ist albern. Nein, ich wollte nicht zum Ausdruck bringen, die Amazon Originals Serie „Bosch“ wäre nach einer x-beliebigen Anleitung aus dem Serienbaumarkt von einem gelangweilten Handwerker zusammengezimmert worden. Irgendwie muss man halt anfangen.

Harry Bosch ist Kriegsveteran und Vater einer vierzehnjährigen Tochter, die er hauptsächlich deshalb seit Jahren nicht mehr gesehen hat, weil seine Ex-Frau zeitweise mit ihrem neuen Mann in Hong Kong lebt. Der andere wichtige Grund besteht darin, dass sich Bosch nur mit Mühe von seiner Arbeit als Detective des Los Angeles Police Departments loseisen kann. Das geht soweit, dass Bosch, obwohl er zu Beginn der ersten Staffel aufgrund eines Verfahrens wegen fahrlässiger Tötung eines Verdächtigen während eines Einsatzes vom Dienst freigestellt ist, weiter mit seinem Partner Jerry Edgar arbeitet.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Warrior

Als MMA und Filmfan ist es manchmal schwer zu ertragen, dass es so wenig gute Überlappungen zwischen den beiden Welten gibt. Für jeden gelungenen Gastauftritt wie George St. Pierre in Captain America 2 gibt es dutzende furchtbare Gastrollen und Direct-to-Video-Filme die man sich nicht angucken will.

Marvels erster Breakdance-Film

An dieser Stelle will ich deshalb den bislang besten MMA-Film vorstellen, den schlicht "Warrior" betitelten Film von Gavin O'Connor. Der Film erzählt die Geschichte zweier Brüder, die aus sehr unterschiedlichen Gründen am gleichen MMA-Turnier teilnehmen um das Preisgeld zu gewinnen.
Tom Hardy spielt den frisch aus dem Krieg zurück gekehrten Tommy, der teils ziellos, teils frustriert und wütend mit MMA anfängt und sich von seinem entfremdeten Alkoholikervater trainieren lässt. 

Travis Bickle 2.0
Der obere Satz macht bereits klar, warum der Film eher in einer Reihe mit Rocky steht als mit Bloodsport. Die Charaktere sind vielschichtig und die Schauspieler haben tatsächlich einiges zu tun, vor allem Nick Nolte als schuldgeplagter Vater hätte durchaus einen Oskar für die beste Nebenrolle verdient. Der zweite Hauptcharakter ist der andere Bruder Brendan, der als ehemaliger MMA-Kämpfer durch die Finanzkrise in Geldnot gerät und versucht durch ein Comeback seine Familie zu ernähren. Joel Edgerton spielt den Familienvater als Kämpfer mit Herz und Verstand, was einen schönen Kontrast zu Tom Hardys intensiver Machodarstellung ergibt.

Ein sehr entspannter Zeitgenosse
Neben den guten und vor allem glaubwürdigen Figuren sind es auch die Details, die zeigen, dass der Film MMA nicht nur als Backdrop für eine eh schon existierende Handlung verwendet. So haben die beiden Brüder bereits als in der Schule eine athletische Karriere als Ringer gehabt, ein durchaus typischer und realistischer Hintergrund vieler amerikanischer MMA-Kämpfer. Hier wird kein untrainierter Niemand in 6 Monaten zur unschlagbaren Kampfmaschine und gewinnt am Ende das große Turnier wie in Karate Kid, vielmehr ist ein beständiges Training über Jahre die Grundvoraussetzung um überhaupt eine realistische Chance zu haben. Die Arbeiterstadt Pittsburg samt seiner kaputten Infrastruktur trägt ebenfalls einiges dazu bei, dem Film einen authentischen Charme zu geben.

Ein Charakterdrama

Trotz Realismus und guter Charaktere kommt auch die Action nicht zu kurz. Die Szenen innerhalb des Rings sind spektakulär choreographiert und gut gefilmt, abgesehen von einigen etwas hektischen Schnitten kann man eigentlich nichts kritisieren. Insbesondere die Kämpfe des Veterans Brendan sind interessant, deuten sie doch zumindest ein bisschen die taktische Tiefe des MMA an. Während Tommy in klassischer Bulldozermanier seine Gegner mit purer Athletik und Aggression überwältigt muss der ältere Bruder sich immer wieder taktisch anpassen und seine Erfahrung nutzen, um gegen körperlich stärkere Gegner zu bestehen. Hier kann man schön beobachten, wie viel besser Kampfszenen werden, wenn innerhalb des Kampfes ebenfalls eine kleine Geschichte erzählt wird.

Für Fans guter Sport- und Martial Arts-Filme ist dieser Film absolut empfehlenswert und einer der wenigen Lichtblicke im dunklen Tal der MMA-inspirierten Filme der letzten Jahre.


Sonntag, 22. Januar 2017

Ich bin der Stachel - Piek! Piek! Piek!


Mrs. Perch schmeißt 'ne Party! Die alte Lady will es nochmal krachen lassen und lädt in ihr Landhaus ein. Doch dann tauchen mutierte Killerwespen auf spielen Partycrasher. Ruck zuck fließen Blut und Schnodder und jeder, der nicht eingeladen war, ergeht sich in Schadenfreude.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Das Putzig-Syndrom


Noch ziemlich benommen und äußerst ratlos wacht ein kleiner Junge in einer Höhle auf. Er kann sich weder erinnern wie er an diesen Ort gekommen ist, noch von wem diese seltsamen Zeichen stammen, die plötzlich überall auf seinem Körper zu sehen sind. Doch das ist noch nicht das Schlimmste. Neben ihm liegt eine vor Schmerzen jammernde geschundene Kreatur, ein Mischwesen mit Vogelartigen Beinen, Gefieder, einem langen buschigen Schwanz, Hörnern und einem Hundeähnlichen Kopf. Der Junge erkennt, dass es sich um einen Trico handelt, eine Rasse, die berüchtigt dafür ist, auf Menschen Jagd zu machen. Tricos Leib ist von Speeren gespickt. Obwohl der Junge große Angst vor Trico hat und am liebsten direkt nach Hause Laufen möchte, hat er Mitleid mit dem Tier und beschließt ihm zu helfen. Der Junge ahnt nicht, dass dies der Beginn einer wundersamen Reise und einer Geschichte über wahre Freundschaft ist.

Samstag, 7. Januar 2017

Das dreckige Dutzend

Im Rahmen des geplanten Wicked-Vision Artikels zum zwanzigsten Geburtstag von Hellboy, stellte ich damals alle erschienen Ausgaben des Cross-Cult Verlags vor. Es handelt sich hierbei streng genommen nicht um Reviews, sondern mehr um eine Nachzeichnung von Hellboys Werdegang (Wer eine akute Spoilerallergie hat, sollte um diesen Beitrag also einen großen Bogen machen.).

Da ich mir bereits die Arbeit gemacht habe, soll diese nicht umsonst gewesen sein. Abgesehen davon gehört der Anhang zu Pulpgeddon allein schon der Vollständigkeit halber hierhin.

Los geht's - wer hätte das gedacht?! - mit Band 1:

Pulpgeddon

Wir schreiben das Jahr 1944. Der Zweite Weltkrieg war in vollem Gange. Noch jedenfalls. Und um es kurz zu machen: für die Achsenmächte lief es nicht besonders gut. Dass Hitler noch eine Chance hatte das Ruder herumzureißen, war mehr als fraglich.

Dies war die Stunde einiger hochrangiger Nazis, die dem Okkultismus anhingen. Sie stellten allerlei absurde Theorien auf und führten verzweifelte Experimente durch, die helfen sollten wider besseren Wissens den Endsieg zu erringen. Eines Tages baten sie Grigori Jefimowitsch Rasputin um Hilfe. Der russische Mystiker hatte eigene Pläne, gab sich aber willfährig, um an die Ressourcen der Faschisten zu kommen. Mit ihren Mitteln beschwor er ein Monster in der Gestalt des Leibhaftigen. Zumindest in einer Version wie sie mit zwei Jahren ausgesehen haben könnte. Allerdings gelang es dem Dämon, sich der Kontrolle seines Meisters zu entziehen und wurde stattdessen von Professor Trevor Bruttenholm aufgefunden. Der Amerikaner nahm ihn bei sich auf und zog ihn wie einen Sohn groß.

Bin wieder dahaaa!

Holy Moly!

Da wühlt man gefühlt einmal im Jahr im Gerümpel des digitalen Kellers - aufräumen kann man das nicht nennen - und findet dann sowas!
Zugegeben: dass der Blog seit knapp dreieinhalb Jahren verwaist ist, hat selbst mich überrascht. Inzwischen sollen Blogs übrigens, wie man mir hinter vorgehaltener Hand zugeflüstert hat, schrecklich unmodern geworden sein.

Grund genug im Jahr 1 AP (Anno Postfaktum) eine Reanimation durchzuführen.