Dienstag, 1. Mai 2012

Die fantastischen Vier zu Besuch - Stadt kaputt!



Willkommen zum 200ten Post!

Analog zu seinen Comicreihen, hat Marvel über die letzten Jahre hinweg mehrere Filme produziert, die auf ein Coming Together verschiedener Superhelden hinarbeiteten. Wer nun wegen dem Posttitel befürchtet, dass ich ein ominöses zweites Sequel von "Fantastic Four" gesehen hätte, darf sich beruhigt zurück lehnen. "The Avengers" ist ein "Fantastic Four" in "gut" geworden.

Iron Man, Thor, Captain America und Hulk geben sich in Joss Whedon´s (Serenity, Firefly, Buffy, Angel) neustem Film ein Stelldichein, was naturgemäß dazu führt, dass kein Ziegel auf dem anderen bleibt. Sie eint ein gemeinsamer Feind: Loki, Thor´s Bruder, Meister der Täuschung und der Lügen, taucht auf der Erde auf, um den Tesserakt in die gierigen Griffel zu kriegen. Für Loki ist dieser Energiewürfel die Fahrkarte in die Heimat, wo er mal wieder gedenkt die Macht an sich zu reißen - ein bisschen Rache nehmen inklusive.


Unterstützt werden die Superhelden von der Organisation SHIELD unter der Führung von Nick Fury (Samuel L. Jackson; Stirb Langsam 3, Pulp Fiction) und dessen Agenten Black Widow (Scarlett Johannson; Prestige, Iron Man 2) und Hawkeye (Jeremy Renner; Thor, Hurt Locker).

Robert Downey Jr. (Kiss Kiss Bang Bang, Sherlock Homes), Chris Evans (the Losers, Sunshine) und Chris Hemsworth (Star Trek) schlüpfen wieder in ihre Rollen als Iron Man, Captain America und Thor. Ebenso werden alle wichtigen Nebenrollen wieder mit ihren bekannten Darstellern ausgefüllt. Das sorgt auf angenehme Weise für Kontinuität. Lediglich Hulk musste neu besetzt werden, da Edward Norton nicht zur Verfügung stand. Das ist schade, aber Mark Ruffalo gibt sich keine Blöße und stellt Bruce Banner ebenso souverän dar.

Innovationspreise wird die Story des Films sicher keine gewinnen - dafür ist sie zu vorhersehbar und zu offensichtlich aus dem Setzkasten für Actionfilmdrehbücher zusammen gesteckt worden. Das ist aber nicht schlimm, da der Rest stimmt. Fantastische Optik, gut gemachte Action, One-Liner, symphatische Charaktere, ein guter fieser Oberschurke, gutes Schau- und vor allem Zusammenspiel, der Humor... kurz: "The Avengers" macht einfach Laune.

Dabei schafft es Whedon allen Figuren so viel Raum zu geben, dass sie gut zur Geltung kommen und ausreichend Tiefe erlangen, aber auch wieder so, dass einzelne Figuren nicht zu sehr dominieren. Schließlich handelt es sich um einen Team-Film. Zwar versucht Tony Stark immer wieder aus der Reihe zu tanzen, aber der Regisseur hat ihn dennoch gut im Griff.

Wer bei "The Avengers" die ganze Zeit "WTF!?" denkt, hat wohl die Vorgängerfilme nicht gesehen. Da einzelne Storyfäden aus "Thor" und "Captain America" wieder aufgegriffen werden und man nicht lang und breit von vorne alles noch mal erklärt, wäre es ratsam mindestens diese beiden zu schauen, bevor man sich "The Avengers" gönnt. Es wäre gut auch "Hulk" und "IronMan" gesehen zu haben, ist aber kein Muß.
Übrigens: wer das Szenario um Thor total doof findet, wird mit "The Avengers" nicht glücklich werden, da der Film genau das als Grundlage hat.

Ach ja, mal eine Ansage an all die Pappnasen, die Battleship, Skyline, Battle Los Angeles und andere Filme dieser Art verbrochen haben: SO inszeniert man eine Alien-Invasion - und Bioware: SO beendet man eine Alien-Invasion!

Lediglich einen Minuspunkt muss ich anführen: Also in Stuttgart hat man sowas von offensichtlich NICHT gefilmt! Ob die Amis tatsächlich denken es würde in BaWü wie in einer amerikanischen Großstadt aussehen?

Freunde der gepflegten Krachbummunterhaltung überlegen nicht mehr lange und schwingen ihren knochigen Arsch ins Kino.
"The Avengers" rockt!


Kommentare:

  1. Letzte Woche schon gesehen und total abgefeiert. Film ist eine absolute Unterhaltungsbombe. Vor allem Hulk und Iron Man rocken! Ich fand Ruffalo allerdings deutlich interessanter als Norton. Hat der Rolle noch was Neues abgewonnen. Insgesamt hat man einfach 2,5 Stunden lang Spaß im Kino.

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  2. Zweieinhalb Stunden? Haste nen DC zu sehen gekriegt oder was? ^^ Ohne Abspann sinds etwa 130 Minuten.
    Aber du hast recht: der Film ist ein echtes Brett.

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  3. Bei uns gabs 15 Minuten Pause und wir waren fast drei Stunden im Kino...von daher. Natürlich mussten wir auch in 3D gucken, was mal wieder null Mehrwert hatte. Hoffentlich ist dieser Trend bald zu Ende!

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