Sonntag, 29. Januar 2012

Apollo 18

Als Fan von Weltraumfilmen bzw Sci-Fi-Filmenen und Filmen nach (angeblich) wahren Begebenheiten musste etwas zur Überbrückung her um die Wartezeit auf "Prometheus" und einem evtl. zweiten Teil von "Cloverfield" zu verkürzen.

Neben dem - in meinen Augen gelungenen - Cloverfield und dem absolut großartigen "Moon" hat sich mir Apollo 18 schon alleine von der Story her geradezu aufgedrängt:
Offiziell hat am 7. Dezember 1972 das letzte Mal ein Mensch seine Fußabdrücke auf dem Mond hinterlassen. Seitdem soll niemand mehr den einzig natürlichen Satelliten der Erde betreten haben. Doch ist das wirklich wahr?

Nun gefundene Videoaufnahmen der Apollo 18 Besatzung sprechen eine deutliche Sprache: Die Mission fand statt und die Menschheit hat ihre guten Gründe, den Mond niemals wieder anzufliegen. Denn schon kurz nach der Landung beginnen sich seltsame Ereignisse zu häufen: Die Kommunikation fällt aus, technische Störungen treten auf und es wird schnell klar: Sie sind nicht allein.
Es gibt ja schon einiges an sogenannten "Found-Footage"-Filmen, die angeblich wahre Begebenheiten dokumentieren. Zu den bekanntesten - und ich glaube auch allerersten - Filmen gehören "Blair Witch Project" und "Cannibal Holocaust". Zu weiteren - mehr oder weniger bekannten - Vertretern dieses Genres gehören u. a. "Troll Hunter",  "[Rec]", "Diary Of The Dead", "Cloverfield" und "Paranormal Activity". Eines haben diese Streifen jedenfalls gemeinsam, sie spielen alle auf der Erde und haben als Story Kannibalismus, Ausserirdische oder Übernatürliches.


Regisseur Gonzalo Lopes-Gallago geht nun mit dem Schauplatz einen anderen Weg und hat sich den Mond dafür ausgesucht. Entkommt man auf der Erde schon schwer seinen Gegnern, so ist es im Weltall doch unmöglich sich dem Ganzen zu entziehen. Gut ist auch, das Gonzalo nicht den Weg der Verschwörungstheorien eingeschlagen hat und behauptet, das die Mondlandung etc. nie statt gefunden hätte. Nein, er geht den Weg, das die weiteren Apollo-Missionen aus Budgetgründen nie weiter verfolgt wurden. Offiziell. Inoffiziell hatte es natürlich weitere Missionen gegeben, welche nun mit dem "gefunden", im Internet veröffentlichten Filmmaterial und Transcripten belegt sind.

Die Grundidee des Filmes ist wie so oft weit hergeholt, aber über die meiste Zeit des Filmes bleibt diese auch sehr spannend. Dies bleibt auch so lange auf einem überraschend hohen Niveau, so lange man nicht weiß, was denn nun die Astronauten (bzw. Kosmonauten, denn die Russen sind natürlich auch vertreten... wenn auch sehr tot ^^) auf dem Erdtrabanten erwartet. Die Umsetzung dieses "was" hätte in meinem Augen schon besser sein können, aber damit haben ja eigentlich alle "found footage"-Filme zu kämpfen. Inkonsequent ist dabei natürlich auch, im Abspann die Darsteller/Schauspieler aufzulisten; das hätte man schon etwas auf die Spitze treiben können (s. Blair Witch Project) wenn man schon die "found footage" Schiene reitet.

Die Darsteller machen Ihren Job solide, als bekanntes Gesicht ist mir nur Ryan Robbins aufgefallen. Dieser gibt normalerweise den "Henry Foss" in der Serie "Sanctuary" und hat hier die eher kleinere Rolle der armen Sau, die nur um den Mond kreisen darf anstatt diesen zu betreten.

Von der Machart bzw. Technik des Filmes bin ich schon überzeugt; die Kameras im Inneren der Mondlandefähre sind statisch verbaut, immer nur ein Blickwinkel aus den diversen Kameras, teilweise etwas verrauscht. Was den Eindruck der "Echtheit" des Filmmaterials schon unterstützt und somit auch gut umgesetzt ist. Die Bilder der mittels an Raumanzügen befestigten Kameras wissen auch zu überzeugen und vermitteln durch die verwackelten Bilder etwas Authenzität. Bei reinen Actionfilmen gefallen mir verwackelte und hektische Kamerabilder überhaupt nicht, aber in diesem Fall passt es einfach.

Die Story an sich finde ich auch interessant, auch wenn leider das Ganze zum Ende hin mehr und mehr Richtung "ALIEN" abdriftet. Das hätte man auch mehr der Fantasie des Zuschauers überlassen können und besser nur Andeutungen geliefert.

Wer Spaß hat an dem Genre des gefakten echten Filmes (^^) sollte sich den Streifen mal geben. Es ist kein absoluter Reisser, aber auch keine verschwendete Lebenszeit.




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