Dienstag, 28. Juni 2011

Tiefflieger und Bruce Lee


Britt Reid (Seth Rogen; Ananas Express, Superbad) ist ein Taugenichts, ein verwöhntes Einzelkind, das nur in den Tag hinein lebt und das Geld des Vaters (Tom Wilkinson; RockNRolla, Michael Clayton) verprasst. Partys, Weiber, Saufen und Autos, mehr interessiert ihn nicht. Mit seinem Leben weiß er davon abgesehen nichts anzufangen. Seinem Vater, einem Zeitungsverleger, geht das mächtig auf den Zeiger. Allerdings nicht lange, denn er stirbt überraschend an einem Bienenstich (das Insekt, nicht der Kuchen!) und hinterlässt Britt die familieneigene Zeitung.

Mit seinem Erbe weiß Britt zunächst nichts anzufangen. Doch dann lernt er Kato (Jay Chou; True Legend) kennen. Der chinesische Einwanderer ist ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Egal ob Maschinenbau, Elektrik, Chemie, Kung-Fu oder Fahrkünste, Kato meistert alle Situationen und zeigt sogar Bonds Q wo der Frosch die Locken hat. Zusammen beschließen die beiden endlich etwas aus ihren – oder besser gesagt - Katos Fähigkeiten zu machen, denn Britt ist lediglich ein Vollversager mit Poserattitüden.

Samstag, 25. Juni 2011

Schattengeburt


Eigentlich wollte ich nach einem beschissenen Tag auf Jobsuche nur mein Bier in einer der zahllosen abgeranzten Kneipen in der Herbertstraße genießen, aber es hat wohl nicht sollen sein. Schon als ich herein kam, bemerkte ich, dass ein Jugendlicher sich für irgend etwas Dummes Mut antrank. Er kochte vor Wut und sah ständig zu den Spitfires Gangmitgliedern rüber, die sich am Billardtisch betranken.. Noch bevor ich meine Bestellung aufgeben konnte, nahm er einen Schlagring aus der Hosentasche und stand auf. Ohne zu zögern schnappte ich ihn mir. Trotz meinem starken Griff, zappelte er ganz schön. 

"HEY HEY! Nun kühl mal dein Mütchen ab, Kleiner! Bist wohl neu hier, was?! Mit Straßengangs legt man sich nicht an! Ganz besonders nicht, wenn man sich in einer solch üblen Spelunke herum treibt, in der jeder bewaffnet ist!
Sei froh, dass ich dich zurück gehalten habe. Die hätten dich ausgeweidet und dir in deine aufgeschlitzte Kehle gepisst - und so willst du doch nicht enden, oder?
Was? Der Typ hat dir die Freundin ausgespannt? Ach Junge, vergiss die Braut! Wenn sie sich mit so einem Spitfire-Down-Lump aus den Gassen eingelassen hat, hat sie sich selbst deklassiert. Außer Drogen, SimSinn-Schrott und Randale haben die nichts im Schädel. Vergiss sie! Sie ist es nicht wert. Keine Frau ist es wert, dass du dafür dein Leben wegwirfst.
Du glaubst, du wärst betrogen worden?
- Ach komm, wir setzen uns an die Theke. Dann erzähl ich dir mal bei einem Bierchen, wie sehr man mich gefickt hat. Dagegen ist dein gebrochenes Herz leicht zu kitten. Oh, meine Name ist übrigens Hendrik Summerset."

Donnerstag, 23. Juni 2011

"Ding dong - die Hex ist tot - sie isst kein Brot!"


Es ist ein düsteres Zeitalter.
Viele Städte der Menschen wurden auf den Ruinen alter Elfenzivilisationen erbaut, mit dem Blut und dem Vermögen von Elfen, Zwergen, Halblingen und dem menschlicher Untertanen. Rassenkonflikte schwelen allerorten und die Herrscher der Menschenreiche können das Säbelrasseln nicht sein lassen. Ränke werden geschmiedet, Allianzen eingegangen, Verrat und Mord verübt, Intrigen gesponnen, Dynastien aus der Taufe gehoben oder ausgelöscht - Politik eben. Mitten in all diesem Treiben befindet sich unversehens ein Mann, der die Politik verabscheut und nichts mit ihr zu tun haben will:
der Hexer, Geralt von Riva.

Hexer sind genetisch veränderte Menschen. In jungen Jahren werden sie mit Elixieren und Tränken traktiert, die ihr Erbgut mutieren lassen. So erlangen sie beispielsweise schnelle Reflexe, können sehr gut bei Nacht sehen und sind immung gegen fast alle Krankheiten und Toxine. Dafür überleben sie diese Prozedur oft nicht und wenn doch, werden sie unfruchtbar. Die, die erfolgreich die Ausbildung zum Hexer in der Festung Kaer Morhen abschließen, werden in die Welt entlassen, um auf Monsterjagd zu gehen. Sie nehmen Aufträge an, um Ghule, Werwölfe, Fangpire, Wyvern und anderes Kroppzeug zu erledigen. Dafür kassieren sie Geld, um ihren Unterhalt zu finanzieren.

Montag, 20. Juni 2011

"Guter Cop - Böser Cop?" "Weiss noch nicht."


New Orleans: Eine illegal eingereiste Familie aus dem Senegal wird brutal hingerichtet. Lieutenant Terence McDonagh (Nicholas Cage; Kick Ass, Duell der Magier) wird mit der Klärung des Falles beauftragt. Die Schuldigen sind recht schnell gefunden, doch kann man ihnen nichts beweisen. Terence muss also einen Weg finden, wie er die Kerle ins Gefängnis bringt. Dummerweise hat er noch mit einigen weiteren Problemen zu kämpfen, die ihm das Leben schwer machen:

Samstag, 18. Juni 2011

Zwei Herzen schlagen - Ach! - in meiner Brust!


Gibt es einen Gott? Welche Regeln muss man befolgen; welche nicht? Braucht man überhaupt Regeln? Gibt es einen großen Plan im Gefüge des Universums? Hat man eine Bestimmung? Wie muss man seine Prioritäten setzen: Ordnung vor Chaos oder Natur, mehr Empathie oder Egomanie? Was treibt uns an? Wohin treibt es uns? Was ist der Sinn des Lebens?

Mit Fragen solchen Coleurs beschäftigt sich Terrence Malick (Der schmale Grat, The New World) in seinem neusten Werk "The Tree of Life". Dass jetzt schon ein neuer Film kommt, ist ungewöhnlich. Schließlich hat er in den vier Dekaden seines Wirkens bislang nur vier Spielfilme veröffentlicht, brauchte also statistisch gesehen knapp zehn Jahre für jeden Film; und ein neuer Film ist sogar schon in Arbeit. Man könnte meinen, dass Terrence auf seine alten Tage noch in hektische Betriebsamkeit verfällt.

Freitag, 17. Juni 2011

In den Hauptrollen: Sam Rockwell, Sam Rockwell und Sam Rockwell



Was ist ein Menschenleben wert?

Zwanzig Mark irgendwas und ein paar Zerquetschte, wie ein schlauer Kopf vor einigen Jahren behauptet hat. Als Grundlage für seine Berechnungen nahm er die Werte der verschiedenen chemischem Verbindungen im menschlichen Körper und die Rohstoffpreise der damaligen Zeit.
Natürlich ist es geschmacklos und unethisch einem Leben einen exakt bezifferten Wert beizumessen; als sei man nicht mehr als die Summe seiner Bauteile. Von da an ist es nämlich nur ein Katzensprung zum Herabwürdigen des Einzelnen. Jemanden tot gefahren, ermordet oder aus Versehen ins Jenseits befördert? OK, kein Thema, das bezahlt man noch aus der Portokasse.
Spass beiseite: jedes Leben ist einzigartig und nicht beliebig reproduzierbar. Einen Verlust kann man also nie adäquat ersetzen. Mit jedem Toten geht etwas unwiderbringlich verloren.
Ersetzen könnte man das Individuum nur durch eine exakte Kopie, die dem Originial in Physiognomie und Erinnerungs- bzw. Erfahrungswerten gleicht; oder kurz: einem Klon.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Nullen und Einsen


Mich traf letztes Jahr der Schlag - im Guten, wie ich anmerken möchte - überrascht mich da doch die Ankündigung eines neuen TRON Films. "TRON" war der erste Film mit leinwandfüllenden Computeranimationen. Eine für Anfang der 80er atemberaubende Technik. Dummerweise ging der Film damals an den Kinokassen unter. Auf Video und später DVD mauserte sich "TRON" zwar doch noch über die Jahre zum kommerziellen Erfolg, aber an eine echte Fortsetzung hat niemand mehr gedacht. Super! Ein neuer TRON Film! Ick hab mir wie ein Schnitzel drauf gefreut.

Dieses Jahr traf mich der Schlag - im Schlechten allerdings - bei der Sichtung von "TRON: Legacy" konnte mich die Handlung der Fortsetzung kein bisschen überraschen und blieb auch noch weit hinter den Erwartungen zurück. Doch halt! Ein komplettes Desaster hat mich nun nicht erwartet. Zunächst zur Handlung:

Montag, 13. Juni 2011

Es war einmal im Comicwunderland...


... wir erleben ein alternatives Kalter-Krieg-Szenario mit der Cuba-Krise als Klimax und mittendrin wuseln Superhelden und Schurken umher. Wer nach dem Satz nun angefixt ist, sollte schnell ins Kino rennen und nicht weiter lesen. Der Rest ist vielleicht am Ende des Textes dann auch soweit.

Nachdem die Qualität der X-Men Reihe mit dem absolut missratenen Finale des dritten Teils und einem Wolverine Film, der die Erwartungen nicht voll erfüllen konnte, stark gesunken war, war ich nicht besonders guter Hoffnung innerhalb der nächsten Jahre wieder etwas richtig Gutes aus dem Marvel-Superhelden Universum zu sehen zu bekommen. Ich sollte mich irren...