Mittwoch, 23. März 2011

Watson, fahr schon mal den Wagen vor!

Wer kennt ihn nicht, den ollen Detektiv mit seiner Schirmkappe, der Meerschaumpfeife und dem genialen Verstand der mit unbestechlicher Logik arbeitet? Klar, die Rede ist von Sherlock Holmes, Privatdetektiv und quasi freier Mitarbeiter/Berater des Scotland Yard bei kniffligen Fällen.

Mit zu den bekanntesten Fällen dürfte der Hund von Baskerville zählen sowie die Studie in Scharlachrot.

Steven Moffat (u. a. Skripte für Dr. Who) hat sich den etwas in die Jahre gekommenen Detektivstories rund um Sherlock Holmes angenommen und das ganze in das Jahr 2010 transportiert. Somit heisst es statt Notizbuch Smartphone (I don't call, i text!) und Homepage, statt Pferdekutsche Taxi und statt Pfeife Nikotinpflaster ;-) Und Dr. Watson hält die Abenteuer von Ihm und Holmes natürlich zeitgemäß in einem Blog fest :-)




Für die erste Staffel wurden aus den Vorlagen der Fälle "A Study In Scarlet" die erste Episode "A Study In Pink", für die zweite Episode "The Blind Banker"  eine Mischung aus "The Dancing Men" und "The Valley Of Fear" genommen und für die dritte Episode "The Great Game" eine Mischung aus "A Study In Scarlet", "The Adventure Of The Bruce-Partington Plans", "The Five Orange Pips" und "The Final Problem". Da meine Sherlock Holmes-Zeit doch etwas her ist, hab ich auch keinerlei Plan, wie die Geschichten im Deutschen heissen (ausser "Eine Studie in Scharlachrot"). Die vorgenannten Informationen hab ich mir aus dem Netz zusammengesucht. Man kann ja echt nicht alles wissen ;-) :-)

Quellen waren:
http://www.ignisart.com/camdenhouse/canon/index.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Sherlock_(TV_series)

Die Kenner von den ganzen Geschichten rund um Sherlock Holmes werden in der Serie sicherlich mehrere Parallelen zu den alten Verfilmungen bzw. Büchern finden. Eine Parallele ist auf jeden Fall, wie Watson und Holmes zusammenfinden. Watson ist frisch aus Afghanistan zurück und auf der Suche nach einer Bleibe. Er landet schliesslich in der Baker Street 221B bei Holmes.

Es gibt nicht viele Serien von der Insel, die mich begeistern oder einfach nur unterhalten können (bewusst fallen mir da jetzt nur die Miniserie Yorkshire Killer, Fawlty Towers, Monty Python und Primeval ein), aber die Neuinterpretation "Sherlock" gehört auf jeden Fall dazu. Die Darsteller von Holmes (Benedict Cumberbatch) und Watson (Martin Freeman) ergänzen sich übrigens hervorragend und ergeben eine gute Einheit.

Die ganze Serie kommt erfrischend rüber, die Mischung aus Action und Humor (die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten -> herrlich :-)) kommt nicht zu kurz. Man erwischt sich auch selbst dabei, wie man unbewusst einen "Wettbewerb" vor dem Fernseher mit Holmes eingeht, indem man selbst nach Hinweisen sucht ^^

Es gibt sicherlich noch Verbesserungspotential, fehlerfrei wird diese Interpretation auch nicht von statten gegangen sein, aber dennoch:

Alles in allem eine kurzweilige Unterhaltung, aufgeteilt in 3 jeweils 90-minütige Episoden. Klare Empfehlung, nur die Sherlock Holmes-Freunde aus Deutschland müssen sich noch etwas gedulden. Auf Deutsch wird die Serie erst im Herbst diesen Jahres ausgestrahlt werden (voraussichtlich auf Kabel 1).

8 von 10 Nikotinpflastern

PS:
Welche Fälle in der nächsten Staffel ausgestrahlt werden bzw auf welchen Originalvorlagen diese basieren ist derzeit noch nicht bekannt. Es darf aber spekuliert werden, da Moffat dem The Guardian (Zeitung) erzählt hat:

"You can have three words to work from: Adler, Hound, Reichenbach. Those are your clues."

Das schliesst in meinen Augen wegen Hound "Der Hund der Baskervilles", wegen Adler die Figur Irene Adler (u. a. "Ein Skandal in Böhmen") und wegen Reichenbach die Reichenbachfälle aus "Das letzte Problem" mit ein. Ich bin gespannt :-)

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