Mittwoch, 23. März 2011

Alien³

Bei Teil 3 versucht sich nun David Fincher und tritt damit keine leichte Nachfolge an, wurde Teil 1 doch von Ridley Scott und Teil 2 von James Cameron in Szene gesetzt. Keine leichte Aufgabe für den ehemaligen Werbeclipfilmer, der hiermit den Einstieg in Hollywood schafft und so den Weg für seine späteren Werke "Se7en" und "Fight Club" ebnet.

Die Story ist wieder schnell umrissen:

Auf Grund einer technischen Störung wird die Rettungskapsel mit Ripley, Newt, Hicks und Bishop abgeworfen und legt eine Notlandung hin. Die restlichen Überlebenden aus Teil 2 (Bishop, Newt und Hicks) sind nach dem Absturz auf den düsteren und von Läusen und Dauerregen geplagten Gefängnisplaneten Fiorina "Fury" 161 tot und Ripley hat es mal wieder gerade so überlebt. Die Insassen zeigen alle eine eigene Persönlichkeit und sind sehr religiös. Hintergründe der Religion bleiben allerdings im Dunkeln und werden nicht weiter ausgeführt. Als einzige Frau unter all den Männern führt dies natürlich zu Spannungen und sie wird nur leidlich geduldet. Was sich aber ändert, als das Alien auftaucht und die wilde Hatz beginnt. 

Fincher orientiert sich hier klar an der Vorlage von Scott, denn es gibt hier wieder nur ein Alien, enge Gänge und keine Waffen. Man beachte auch den Funkspruch am Ende des Films ;-) Diese Fortsetzung ist nochmals dreckiger, düsterer und brutaler als seine Vorgänger und es wird auf Kosten der Action wieder mehr auf Spannung gesetzt. Der Film kann die Spannung zwar nicht über die komplette Laufzeit hoch halten und kommt erst wieder gegen Ende so richtig in Fahrt, aber im Großen und Ganzen gute Arbeit.

Technisch ist das Ganze gut umgesetzt, auch wenn das CGI-Alien manchmal doch etwas merkwürdig anmutet. Aber damals war die Technik ja nicht so perfekt wie heute. Überhaupt die gesamte Optik des Films weiß zu gefallen, denn wenn man den Planeten so betrachtet, dann hat man auch ohne Alien echt keinen Bock darauf hier länger zu verweilen.

Auch Teil 3 ist eine gelungene Fortsetzung und ist wieder mehr im SF-Horror-Genre anzusiedeln. Kommt zwar nicht an die ersten beiden Teile ran, aber immer noch sehenswert.

Wer weiß, was aus dem Stoff hätte werden können, wenn man Fincher im Jahre 1992 mal freie Hand gelassen hätte? Die Produzenten haben da reingepfuscht, mehrere Drehbuchautoren wurden verschlissen und Fincher musste den Film mehrfach umschneiden. Hier seien die Bonus-Inhalte empfohlen, die den ganzen Entstehungsprozess von Anfang bis Ende begleiten.

7 von 10 Ganzkörperenthaarungen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen