Freitag, 10. Dezember 2010

We want YOU!

Die Überschrift hört sich komisch an, ist aber so ^^ Die englische Subline zu ALIENS lautete nämlich: Now it's war! und involviert "Space-Marines" in den Plot.

Bei der Fortsetzung zu Alien, welche sinnigerweise Aliens genannt wurde, sind einige Neuerungen in Kraft getreten:
  • James Cameron platzt sich nun auf den Regiestuhl
  • Ripley hantiert mit richtigen Wummen
  • es wurde das erste Mal der Namen der Firma genannt (Weyland-Yutani)
  • eine ganze Heerschar von Aliens
  • mehr als 7 Darsteller
  • das Ganze an sich spielt sich auf mehr Fläche ab, nicht nur in paar Gängen/Kabinen
  • eine Alien-Königin ist mit von der Partie
  • die Marines sind auch dabei *uraa*
Das Review bezieht sich auf die 20 Minuten längere - in meinen Augen bessere - Schnittfassung gegenüber der Kinofassung und wie schon das Review zu Teil 1 auf die Blu-Ray-Fassung.



Seit dem ersten Film sind 57 Jahre vergangen und Ripley treibt immer noch im Kälteschlaf durchs All. Sie wird zufällig entdeckt und zu einer Raumstation gebracht um zu berichten was geschehen ist. Die Geschichte glaubt ihr zunächst kein Aas. Auf dem aus dem ersten Teil bekannten Planeten LV-426 wurde eine Kolonie errichtet. Und als der Kontakt dorthin abbricht, glaubt man den Berichten von Ripley schon mehr und sendet einen Rettuns-/Suchtrupp aus. Doch man kommt zu spät, die Kolonie wurde bereits von den Aliens überrannt und es beginnt wieder ein Kampf ums nackte Überleben...

James Cameron landete mit der Fortsetzung des grandiosen ersten Teiles einen Erfolgshit. Berechtigterweise in meinen Augen. Er hat nicht einfach nur eine platte Neuinterpretation bzw. eine simple Kopie des ersten Teiles gemacht, sondern wirklich eine stimmige Fortsetzung.

Durch die Kombination "Marines" und "Alienmassen" (hier kommt auch erstmals der Begriff "Xenomorph" zum Einsatz) kommt es natürlich auch zu viel mehr Action als noch im ersten Teil. Dennoch schafft Cameron den Spagat zwischen Geballer und Spannung. Ja richtig, die Spannung hat im Vergleich zum ersten Teil nicht gelitten. Dies merkt man in der Fortsetzung dann auch wieder an klaustrophobischen und düsteren Gängen (aber nicht immer die gleichen, es sind mehr Schauplätze) und Hallen, der tristen Planetenoberfläche an sich und später dann, wenn sich die Protagonisten mehr und mehr verbarrikadieren. Und über all dem die ständige Bedrohung durch die Aliens. Es bleibt immer spannend und es kommt keine Langeweile auf, auch wenn mal keinerlei Action in den Szenen ist. Ach ja, der Bewegungssensor ist gegenüber dem ersten Teil natürlich etwas modifiziert und trägt nicht unerheblich zur Spannung bei.

Schauspielerische Leistungen sind hier neben der von Sigourney Weaver noch Michael Biehn als Soldat und Lance Henriksen als Android hervorzuheben, sowie Carrie Henn als das kleine Mädchen welches den ersten Angriff der Aliens überlebt hat. Aber auch der Rest macht seine Arbeit gut/glaubwürdig.

Ein Film, bei dem wirklich alles passt:
  • Atmosphäre
  • Effeke
  • Musik
  • Besetzung
  • Story
Mit diesem Film wurde der Level bei Sci-Fi-Filmen nochmals angehoben und gehört wie schon der erste Teil in jede gut sortierte Heimvideothek.

10 von 10 Alienköniginnen

Kommentare:

  1. Meiner Meinung nach der beste AlienFilm. :)

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  2. Nicht nur deiner Meinung nach. Und noch dazu einer der wenigen Filme aus der Zeit, der gezwigt hat, dass eine Fortsetzung nicht zwangsläufig das Aufwärmen alter Ideen sein muss und somit auch als eigenes Werk gut dasteht.

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  3. Richtig. Normal sind Fortsetzungen nur ein lauer Aufguss des Originals.

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