Montag, 22. November 2010

Gran Tourismo 5

Da ist man grad tierisch angesickt, dass das Wochenende der zweiten Hälfte des Wortes erlegen ist, auf der Arbeit sitzt und sich fragt was man nicht alles lieber machen würde, da erheitert mir mein örtlicher Software Dealer den Tag:  Gran Tourismo 5 ist für mich reserviert! Heissa!

Ich werde im Laufe der Tage immer wieder meine Eindrücke hier schildern und regelmäßig Updates geben. Mein grober Ersteindruck: Super!
Bitte? Forza 3 is besser?! Nänänänäänäää! Über solche Fragen zerbreche ich mir hier jedenfalls nicht den Kopf. Darüber sollen sich die dämlichen Fanboys an die Gurgel gehen. Im Moment gibt sich dieses Völkchen in diversen Foren nämlich EpicFails am laufenden Band hin. Fanboys halt. ...



Wo war ich stehen geblieben? Ach ja: GT5! Das Gerücht von der 50 min langen Installation hat sich bewahrheitet und ging mir persönlich am Arsch vorbei. Die Installation ist nämlich optional und kann man ggf auch zwischendurch mal erledigen, wenn man andere Aufgaben erledigt. Ich hab bswp. währenddessen trainiert. Die Optik begeistert derzeit sehr, wirklich zu meckern hab ich nur in zwei kleinen Details: die Schatten der Autos am Startpunkt in den Wiederholungen sind am Rand stark verpixelt, was sich aber sofort ändert, wenn die Wagen losfahren. Des weiteren finde ich, dass die Bäume nicht mehr zeitgemäß aussehen und statt der zwei ineinandergesteckten Sprites ein 3D Modell verdient gehabt hätten. Dafür haben mich die Streckendetails und vor allem die Autos in den Bann gezogen. Liebevoll designt mit allerhand Details (auch im Cockpit). Eine Augenweide... sogar die Karren, die ich im echten Leben nicht wirklich beachten würde.

Nach dem Intro, in dem man in Zeitraffer von der Erzgewinnung bis zum fertigen Auto den gesamten Produktionszyklus gezeigt bekommt, findet man sich im Hauptmenue wieder und darf sich zwischen einem schnellen Rennen zwischendurch (Arcade) und der GT Karriere entscheiden. Hier fährt man testweise Autos im Training, erfährt sich in einer Art Fahrschule Lizenzen, stellt sich speziellen Herausforderungen (z.B. Kartrennen), managed ein Rennteam (B-Spec-Modus) oder fährt selber in den unterschiedlichsten Rennklassen (A-Spec-Modus).

In den Rennen, Herausforderungen usw. erfährt man sich Erfahrungspunkte, mit denen man neue Rennklassen, Autos und Strecken freischaltet, und gewinnt Geldpreise, die man in Reparaturen, neue oder gebrauchte Autos und Tuning steckt. Bislang bin ich immer noch in der Anfängerklasse unterwegs, weswegen die Gegner noch sehr handzahm fahren, aber ich bin sicher, dass sich das bald ändern wird. Ersten Erfolgen steht also nichts im Wege. Man muss lediglich vom Startgeld ein Auto kaufen... und nun soll keiner erwarten, dass er sofort mit einem Lamborghini oder auch nur einem Audi losfahren wird. Es werden kleine Brötchen gebacken! Ich bswp. fahren einen Yaris, den ich aber mit meinen Preisgeldern langsam aber sicher zur Rennsemmel hochtune.

Was dem ein oder anderen sauer aufstoßen wird: von den etwa 1080 Wagen haben nur die Premium Autos (zwischen 200 und 300) ein eigens modelliertes Cockpit. Wer eh nur mit Motorhauben-, Stoßstangen- oder Außenansicht fährt, wird das egal sein. Ein Schadensmodell ist ebenfalls integriert, wird aber wohl erst im Laufe der Karriere und mit steigendem Schwierigkeitsgrad freigeschaltet werden. Ob der sich auch nur auf die Premium Wagen konzentriert und ob es Auswirkungen auf das Fahrverhalten hat, werde ich zu gegebener Zeit hier posten. Was mir auch schon sehr gut gefällt, sind die teils dynamischen Tag-Nacht-Wechsel in den Rennen. Da ich noch am Anfang stehe, kamen Wettereffekte wie Regen oder Schnee noch nicht vor, aber man kann manuell die Scheibenwischer anwerfen. Ich denke das ist ein guter Hinweis. ^^

Wer noch nie ein Gran Tourismo gezockt hat und auf Arcade Racer wie "Need for Speed" steht, sollte um GT einen Bogen machen. Hier ist der Simulationsfan angesprochen. Natürlich kann man allerhand Fahrhilfen (z.B. besserer Grip der Reifen, Ideallinie) an machen und manche sogar stufenweise zuschalten (z.B. ABS), die auch Einsteigern einen frustfreien Einstieg ermöglichen sollen. HEY! Sogar ich hab die ersten Rennen gewonnen. ^^

So, das wars fürs Erste.

*UPDATE 24.11.2010*

Holla die Waldfee! Schon lange hat mir ein Rennspiel nicht mehr so viel Spaß bereitet.
Mittlerweile bin ich auf Fahrerlevel 10 angelangt, habe in der Anfängerklasse mehrere Cups absolviert, mit Karts die Gegner abgehängt und die ersten beiden Lektionen in der NASCAR Schule geschafft.

Mein erster Eindruck vom Fahrverhalten hat sich nun gefestigt. Alle Wagen fahren sich sehr unterschiedlich. Das Kurvenverhalten, Beschleunigung, Aufschaukeln usw ist jedes mal anders. Da man zu Anfang nicht viel Kohle hat, um ständig eine bessere Karre zu kaufen, ist man zunächst aufs Tuning der ersten Schüssel angewiesen. Mein Yaris ist durch bessere Motoren, Sportauspuff, neues Getriebe, Tuningchip usw auf stolzen 139 KW angelangt. In den Cups der Gewichtsklasse "Kleinwagen" kommen mir die Gegner derzeit nicht mehr hinterher.

Die KI ist bislang noch sehr zurückhaltend, was durchaus am Schwierigkeitsgrad zu Beginn liegen mag. Unnötige Rempler oder Versuche mich von der Straße zu drängen blieben aus. Bei Überholmanövern zeigt sich immer wieder wie toll die Umsetzung des Windschattens gelungen ist. Das Drafting macht richtig Laune. Da mir die Kurse etwas zu einfach waren, verzichte ich nun auf die eingeblendete Ideallinie, die mir mal wieder gezeigt hat, dass ich dann noch gegen einen weiteren Gegner zu fahren habe: mich selbst! ^^

Nun sind die Kurse deutlich anspruchsvoller und die Gegner kleben mir wieder deutlich gefährlicher am Heck. Obwohl die Grundprinzipien der Ideallinie in meinem Kopf gespeichert sind, fällt das akkurate Abpassen der Selben schon schwerer, wenn Senken und Hügel einem nicht immer für optimale Sichtverhältnisse sorgen. Ich empfehle Euch ebenfalls nach einigen Eingewöhnungsrunden auf diese Fahrhilfe zu verzichten. Auf Dauer erhöht sich so der Anspruch und auch der Ansporn noch bessere Zeiten heraus zu fahren.

Jeweils eine Nacht- und eine Regenstrecke war ebenfalls schon auf dem Programm. Die Lichtverhältnisse waren in beiden Situationen toll umgesetzt. Nachts ging es über eine Stadtpiste, im Regen war eine "Standard" Rennstrecke zu absolvieren. Der Regeneffekt geht in Ordnung, wirkt am deutlichsten in der Cockpitansicht, was am Effekt der Scheibenwischer liegt. In voller Fahrt perlt das Wasser ab und gleitet zum Heck des Wagens. So wie es sein soll. Sobald man in einen Tunnel fährt, endet auch intelligenter Weise der Regeneffekt. Lacht jetzt nicht, dass ich das betone, aber ich habe schon mehr Spiele erlebt, in denen durch den Rumpf eines Schiffes Schilf durch ragte oder Schnee mitten IN Gebäuden fiel.

Netter Nebeneffekt für Leute, die auf der Suche nach einem neuen Wagen sind: das Wunschobjekt befindet sich vielleicht im Fuhrpark von GT5. Ich hab neulich bspw. gierig einem Honda CRZ hinter her geschielt. Dementsprechend war das eins der ersten Autos, das in meiner Garage landete. ^^

Musik wird in GT5 natürlich auch gespielt. Von Klassik über Rock, Independent oder Dance und Techno werden einige Geschmäcker bedient. Mich hat sehr gefreut, dass u.a. Bands wie Queens of the Stone Age, Eagles of Death Metal, Hot Hot Heat, Yeah Yeah Yeahs, Them Crooked Vultures und die Chemical Brothers vertreten waren. Sauber! Die Musikauswahl lässt sich für die Menüs, Rennen und Wiederholungen separat auswählen.

So, die Tage komme ich hoffentlich dazu den B-Spec Modus mal anzutesten und melde mich dann wieder.
Good Night-Good Fight!

*UPDATE 28.11.2010*

Viel kam ich in den letzten Tagen leider nicht zum Zocken, aber dafür hatte ich zwischenzeitlich die Gelegenheit eine der wichtigsten Strecken des Spiels fahren zu können. Die Rede ist natürlement von der Nordschleife des Nürburgrings. Zu finden ist sie u.a. bei den Spezial-Veranstaltungen unter der AMG Schule. Zunächst erarbeitet man sich die Nordschleife mit einem Mercedes 300SL Coupe von 1954 innerhalb von vier Einzeletappen bevor man auf die gesamte Strecke an einem Stück losgelassen wird. Toll inszeniert und mit hohem Wiedererkennungswert. Teile der Strecke kenne ich durch Rock am Ring und kann nur sagen, dass es authentisch ausschaut. Angeblich hat Polyphony knapp 80.000 Fotos allein von dieser Strecke geschossen, um möglichst jedes Detail einzufangen. Respekt!

Davon abgesehen machts eine Mordsgaudi mit dem SL über die Piste zu pesen. Sauber!
Den B-Spec  Modus, in dem man einen Rennstall leitet, habe ich nur kurz angetestet. Ganz nett, hat mich aber noch nicht so wirklich angesprochen. Ich bleibe vorerst bei meinem eigenen fahrerischen Können und arbeite mich weiter durch die Rennserien.

Dabei fällt mir auf, dass man manchmal etwas in den Hintern gekniffen sein kann, weil man unbedingt einen europäischen Oldtimer mit Baujahr ´69 und früher braucht, aber ums verrecken taucht keiner beim Gebrauchthändler auf. Immer nur Amis und Japaner... brrrr... aber Murphys Law... warum sollte micht das auch im Stich lassen?! ^^

Einige Rallystrecken habe ich ebenfalls schon ausprobiert und werde die Tage auch bei den Spezial Veranstalungen die Rally Schule besuchen. Sowohl die Schnee- als auch Dreckrennen waren bislang sehr unterhaltsam. Dass es zwischendurch mal schneit oder ein Tag-Nacht-Wechsel vollzogen wird, gefällt mir besonders gut. Von der vielgescholtenen Streckensterilität ist mir bislang nichts aufgefallen.
Ist schließlich ein Rennspiel und nicht Call of Tourismo oder ein GrandTheftAuto.

Kommentare:

  1. Hab erstmal Batman fertig gezockt und werde mich am Wochenende auch mal an GT5 begeben :) Bin echt gespannt, da ich keinen Teil der Serie bisher gespielt habe.

    AntwortenLöschen
  2. habe einen ähnlichen eindruck von gt5. wenn man von den ein - zwei revolutionen absieht, die man sich von so einem so lange entwickelten titel verspricht, dann ist gt5 auf jeden fall der ultimative simulations-racer/autosammeltitel. und genau deswegen habe ich ja auch schoon gt1-4 geliebt. die ganzen enttäuschten kommentare bei im netz verstehe ich nicht!

    AntwortenLöschen