Montag, 28. Juli 2008

Des Teufels Advokat

Michael Clayton

Wie viel Geld ist ein Freund wert? Ist es vertretbar für Geld ein Verbrechen zu verschweigen oder sogar zu vertuschen?

Michael Clayton (George Clooney) ist Anwalt und arbeitet in der Kanzlei Kenner, Bach und Leeden. Allerdings arbeitet er dort nicht als Anwalt, wie man vermuten könnte, sondern als Hausmeister oder "Aufputzer", wie er sich selber nennt. Jedoch räumt er die Scheisse im Großen Rahmen auf, indem er wichtige Leute aus schwierigen Situationen herausboxt und sein Organisationstalent spielen lässt. Privat sieht es nicht gut bei ihm aus. Er ist geschieden, sieht nur hin und wieder seinen Sohn und er hat Schulden, die er dringend bezahlen muss bevor ein endültiger Preis eingefordert wird.


Sonntag, 27. Juli 2008

Wenn Superman der Sprit aus ginge

Superhero Movie

Was waren das noch für Zeiten in denen Jerry Zucker verantwortlich für Perlen des Humors war wie beispielsweise "Die Reise in einem verrückten Flugzeug", "Top Secret" oder "Die Nackte Kanone". Zotig derbe Kleinode vom Randbereich des Geschmacks, aber treffsicher pointiert.

Mittlerweile wird der Zuschauer mit der "Movie" Reihe gequält. Scary Movie, Fantastic Movie und nun Superhero Movie. "Superhero Movie" reiht sich sodann auch exzellent ein und präsentiert eine leidlich nacherzählte Spiderman Geschichte, der man an den entsprechenden Stellen nur den einen oder anderen Gag aufgesetzt hat.


Neulich beim Gehirn um die Ecke

Splitterwelt 

Unverschämt wie ich bin, gibts nun mal Werbung in eigener Sache. Seit etwa eineinhalb Jahren zeichne ich an einem Comic, der grob gepeilt in einem SF/Fantasy Szenario spielt und dabei Serien und Filme aller Art nebenher aufs Korn nimmt.

Dabei geht es um die zwei stets verpeilten Kumpels Sven und Axel, die zugedröhnt und vollgetankt bis zur Hirnrinde auf einer nächtlichen Wanderung fast von einem Meteoriten erschlagen werden. Als sie
die Reste des Himmelskörpers untersuchen geraten sie durch ein Dimensionstor in eine fremde Welt. Dort angekommen gibt es natürlich nur ein Ziel: nix wie heim!

Die Erlebnisse dieser Chaoten habe ich bislang in 4 Kapiteln festgehalten und gestern das erste Kapitel des zweiten Bandes fertig gestellt.

Völlig für lau und vollkommen für umme gibbet das Teil als PDF Online zum Download. 

Viel Spaß! 

ZUM COMIC GEHTS HIER LANG

Mittwoch, 23. Juli 2008

Eckaaat, die Russen sind dooo!

The Red Star

Eieiei, nach dem Auspacken des Comics dacht ich schon: "shit, der müffelt ja mehr als Raclettekäse aus der zugeschweisseten Packung."

Und das waren auch so ziemlich schon meine Negativpunkte zu "The Red Star". Hauptsache was zu meckern.

"The Red Star" spielt irgendwann in der Zukunft und zeigt das fiktive Schicksal einer Sowjetunion eingebettet in SF- und Fantasyelemente. Neben Raumschiffen tauchen auch allerhand Zauberer, Geister und sonstiger metaphysischer Schmarrn auf.

Auf den etwa 150 Seiten des ersten Bandes erzählt Christian Gossett die Geschichte von Maya und Markus Antares. Sie ist eine Zauberin, die auf dem Wolkenbrüter Konstantinov (ein Schlachtschiff) Ihren Dienst versieht. Ihr Ehemann ist einfacher Soldat. In Rückblenden erzählt Maya von der Schlacht vor Kar Dathras Tor, in der die Vereinigten Republiken des Roten Sterns (VRRS) neun Jahre zuvor vernichtend geschlagen wurden. In dieser Schlacht verlor Sie ihren Mann Markus. Oder doch nicht?


Freitag, 18. Juli 2008

Ätsch, mein Geheimdienst ist viel schöner als deiner!

Get Smart

"Hallo Scheffchen!"

Jason Bourne, James Bond und XIII können sich warm anziehen, denn Maxwell Smart (Steve Carell) betritt nach langer Abwesenheit wieder die Bühne um die Welt zu retten. Zumindest täte Max das gerne. Als Analytiker sitzt er in der Zentrale des Geheimdienstes "Control" und verrichtet dort dröge Schreibtischarbeit. Er will endlich in den Aussendienst, doch sein Chef braucht ihn im Büro. Als der gegnerische Geheimdienst "Kaos" die Identitäten der Control-Agenten herausfindet werden diese nach und nach dahingemeuchelt. Endlich schlägt Max große Stunde. Mit Agentin 99 (Anne Hathaway) reist er nach Osteuropa, um gestohlenes spaltbares Uran zurückzuholen. Dabei setzt er seine Gadgets und seinen ganz eigenen Charme dazu ein 99 und seinem Chef (Alan Arkin) mächtig auf die Nerven zu gehen...


Dienstag, 15. Juli 2008

Unglaublich: Grünbepinselte Prügelklöte randaliert in Amerika!

Der unglaubliche Hulk

Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn...

Ja, der Hulk ist zurück und verteilt munter Veilchen wie in alten Tagen. Nachdem Bruce Banner (Edward Norton) 2003 untertauchen musste, weil General Ross (William Hurt) ihn gefangenzunehmen gedachte um aus ihm eine Waffe für das US-Militär zu basteln, verschlug es ihn nach Südamerika. Dort verdingt er sich als Arbeiter in einer Getränkefabrik. In seiner Freizeit forscht er an einem Mittel um seine Kräfte zu neutralisieren. Wir erinnern uns: Nach einer Übderdosis "Gamma Ray" ist es gefährlich Mr. Banner auf die Nerven zu gehen. Steigt sein Puls auf über 200 mutiert er in den mies gelaunten, grünhäutigen Gebäudezerbrösler HULK.


Donnerstag, 10. Juli 2008

Bewußtseinserweiternde Drogen ;)

Die hermetische Garage

Immer wieder begleiten den Leser eines Buches bei der Lektüre Fragen. Manchmal fängt dies schon beim Einband an. "Die hermetische Garage". Sofort fragt man sich: was ist die hermetische Grarage? Ist es eine Welt? Eine Dimension? Ein Paradoxon? Ist es schlicht nur eine profane hermetisch verschlossene Garage? Ist die Garage am Ende nur ein Gedankenspiel? Ein philosphischer Witz?

Auf welchen Schluss auch immer man am Ende der Lektüre kommen mag, eines ist belegt: Die hermetische Garage ist in jedem Falle ein Experiment.

Altmeister Moebius (oder auch als Giraud bekannt (Leutnant Blueberry)) erschuf Ende der Siebziger einen Comic, der monatlich erschien, jeweils nur 2 bis 4 Seiten, in denen sich dem Leser bizarre Welten mit noch seltsameren Namen und Ereignissen darboten. Ohne, dass Moebius selber genau wusste wo sich die Geschichte hinentwickeln würde, reihte er Episödchen an Episödchen bis sich tatsächlich etwa ab der Hälfte so langsam ein genaueres Bild abzeichnete.

Um nicht zu viel der Geschichte und damit der Interpretationsvielfalt vorwegzunehmen eine Andeutung der Handlung: Der Ingenieur Barnier zerstört aus Versehen einen Kabelverleger von Jerry Cornelius. Aus Angst vor dem Besitzer flieht Barnier über die verschiedenen Ebenen um auf eine andere Welt zu entkommen. Inzwischen sucht Jerry Cornelius nach seinem Ingenieur, doch sein Gegenspieler Major Grubert ist auf der Suche nach ihm und sendet seine Spione aus.

Definitiv gehört "Die hermetische Garage" in die Welt der Science Fiction, ist dabei aber sehr surreal gestaltet und mit Sicherheit nichts, was man nur "nebenher" schmökern sollte. Auch heute, da alle Episoden in einem Album erscheinen verlangt der Comic viel Aufmerksamkeit vom Leser.

Dankenswerterweise erscheint der Klassiker in S/W und nicht in Farbe. So kommen Moebius´ Zeichnungen noch besser zur Geltung.

Freitag, 4. Juli 2008

Necronomicon ex Morits

B.U.A.P. - Die universelle Maschine

Das Team ist nicht mehr komplett. Rogers Tod hat eine Lücke in der Behörde hinterlassen und jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während Kate Corrigan in Frankreich nach einem uralten Buch über die Erschaffung von Homunkuli sucht, um so vielleicht Rogers Körper erneuern zu können, setzen sich Captain Daimio, Liz, Abe und Johann Kraus in der Behörde zusammen, um gemeinsam den Tod ihres Freundes zu verarbeiten. Jeder erzählt aus seiner Vergangenheit von sehr persönlichen Begegnungen mit dem Tod. Dabei ahnen sie nicht, dass sich Kate in die Fänge eines skrupellosen Antiquariats begeben hat, der keine alltägliche Transaktion im Sinne hat...

Im letzten Band "Schwarze Flamme" herrschte Action als Handlungselement vor und markierte den vorläufigen (dramatischen) Höhepunkt in der Geschichte der Behörde, nicht zuletzt durch Rogers Opfer. Nun wird das Tempo merklich zurückgefahren und die ebenso für Hellboy typischen Gruselgeschichten halten wieder Einzug. Die größtenteils sehr traurigen Geschichten um Daimios Vergangenheit, einen Wendigo, Liz´ Träume über ihre tote Familie und Johann Kraus Obsession zu dem Geist einer verstorbenen Frau, lassen den Leser immer wieder zweifeln, ob Rogers Schicksal einen glücklicheren Verlauf nehmen wird.

Obwohl eine solch illustre Erzählrunde stets die Gefahr birgt, dass das Tempo vollkommen aus der Story genommen wird und im schlimmsten Fall wirkt als wolle man gezwungen mehr Tiefgang in die Figuren bringen, umschiffen Mignola und Arcudi dieses Riff gekonnt. "Die Universelle Maschine" fügt sich ohne Schrammen und Schönheitsfehler in die Reihe ein und gleicht - daran lässt die permanent vorhandene unterschwellige Bedrohung keinen Zweifel - die Ruhe vor dem Sturm, dem Verweilen im Auge eines Zyklons; nur für einen kurzen Moment bis neues Unheil droht, wenn der "Garten der Seelen" im November endlich erscheint.

Wie immer sorgt der flotte Strich von Guy Davis für wundervolle, phantasievoll gestaltete Welten, unterstützt von Dave Stewarts Kolorierung. Dass auch Mike Mignola auf den letzten Seiten den Pinsel schwingt, Hellboy seinen ersten Gastauftritt der Serie hat und trotz aller Melancholie durch die Einführung der Figur Andrew Devon auch der Humor nicht allzu kurz kommt, lässt "Die universelle Maschine" zu meinem persönlichen Favoriten avancieren.

Supermans Erben

Hancock

"Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist ein besoffenes Arschloch, das in der Gosse haust!"

Ungefähr dergestalt ist der Einstieg in Will Smiths neusten Streifen Hancock in dem er selben mimt. Hancock hat Superkräfte und greift hin und wieder ungefragt der Polizei unter die Arme. Was dabei seine Motivation ist bleibt im Großen und Ganzen im Dunkel, denn beliebt macht er sich hierdurch nicht.

Jedesmal, wenn John Hancock auf Verbrecherjagd geht legt er halb L.A. in Schutt und Asche, weswegen die Stadtherren schon die Portokasse anrühren müssen um die Reparaturen zu bezahlen. Als Hancock dem erfolglosen PR-Berater Ray (Jason Bateman) das Leben rettet bietet dieser ihm an sein Image aufzupolieren, damit die Menschen ihn endlich lieb haben. Der Plan: Hancock geht in den Knast. Wenn ein paar Wochen vergangen sind und die Verbrechensrate steigt, wird er schon vermisst werden...