Sonntag, 12. Oktober 2008

Dieses Review zerstört sich in 5 Sekunden von selbst...

Burn after reading

Wer Filme wie "The Big Lebowski", "O Brother where art thou" oder "Ladykillers" kennt, der weiss womit er zu rechnen hat, wenn die Coen Brothers eine neue Komödie auf den Markt bringen: rabenschwarzen Humor vom Scheitel bis zu Sohle.

Dieser Erwartung werden die beiden auch bei "Burn after reading" voll gerecht.

Wie immer ist ein Haufen hoffnungsloser Trottel und einige eiskalte Figuren in die Handlung verwickelt. Diesmal allerdings wird zusätzlich noch die CIA aufs Korn genommen. Hier arbeitet auch Analyst Osborne Cox (John Malkovich), der wegen eines Alkoholproblems versetzt werden soll. Choleriker wie er ist kündigt er direkt und will seine Memoiren schreiben. Sein ihm untreues Weib (Tilda Swinton) sieht nun den Zeitpunkt gekommen die Scheidung einzureichen. Vorher allerdings sollte man noch die schmutzige Wäsche aussortieren. Also sichert sie alle Daten von Osbornes Computer. Auf dem Weg zu ihrem Anwalt geht die CD allerdings im Fitnessstudio "Hardbodies" verloren um den Angestellten Chad Feldheimer und Linda Litzke (Brad Pitt, Frances McDormand)in die Griffel zu fallen.

Linda ist in den Vierzigern, Single und redet sich ein sie bräuchte dringend einige Schönheitsoperationen. Da ihre Krankenkasse die Eingriffe nicht bezahlen will muss sie anderweitig an die Kohle kommen. Die CD mit brisantem Inhalt kommt da gerade recht. Linda und der prollige Chad wollen den Datenträger gegen einen Finderlohn zurück geben. Allerdings haben die beiden nicht mit dem cholerischen Osborne gerechnet, dem die Scheisse bis zum Hals steht. Der denkt natürlich er wird erpresst und wählt die Methode "Angriff ist die beste Verteidigung".

Wie immer konnten die Coen Brothers eine fantastische Schauspielerriege verpflichten. Neben den bereits genannten Darstellern brillieren auch noch George Clooney als paranoider Schwerenöter und David Rasche (aka Sledge Hammer) und J.K. Simmons als planlose CIA Agenten.

Allerdings sollte sich der Zuschauer auch auf ein eher gemächliches Erzähltempo gefasst machen. Neben den Schauspielern, die sich mit ihren komödiantischen Talenten austoben (ganz weit vorne: Brad Pitt) hat der Film leider auch einige Längen zu bieten. Bei einer Komödie wirkt sich so etwas leider recht störend aus.

Wer damit zurecht kommt darf sich auf ein Coen typisch gemeines, blutiges Spektakel freuen, das den vorigen Filmen der Brüder allerdings nicht ganz das Wasser reichen kann.

7 von 10 Fahrrädern

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