Mittwoch, 9. April 2008

Run Fatboy Run

Was gibt es denn schöneres im Leben als einen Menschen zu finden und mit ihm oder ihr ein glückliches Leben zu führen, das hin und wieder ruhig auch mal ein Tief haben darf?! Für Dennis (Simon Pegg) ist es der pure Alptraum. Und so kommt es, dass er seiner schwangeren Libby (Thandie Newton) an ihrem Hochzeitstag einen ungewöhnlichen Anblick beschert: seinen Rücken. Er gibt Fersengeld als gäbe es kein Morgen mehr.

Woran liegt es? Nein, Libby ist durchaus gutaussehend und eher von der liebreizenden Sorte. Vielmehr liegt es daran, dass er glaubt, er sei nicht gut genug für sie.


Fünf Jahre vergehen ohne dass die beiden sich ausgesprochen hätten. Nur durch ihren gemeinsamen Sohn haben sie noch Kontakt, der Dennis ganzer Stolz ist. Zu Recht, schließlich ist Dennis das perfekte Abziehbild eines Losers. Er arbeitet als Wachmann in einem Dessousladen eher untererfolgreich und liegt stets mit seinem Vermieter im Clinch weil er pleite ist und mit der Miete im Verzug.

Doch dann taucht Whit auf, der so ziemlich das Gegentel von Dennis darstellt: erfolgreicher Geschäftsmann, vermögend, durchtrainiert und in Libbys Bett.

Aus irgendeinem Grund fühlt sich Dennis auf einmal vom Stolz bei seinen Eiern gepackt und will es diesem dahergelaufenen amerikanischen Schnösel zeigen. Die Gelegenheit ergibt sich, als Whit verkündet er wolle beim Londoner Marathon mitlaufen.

Es gibt Schauspieler, die mag ich so garnicht auf der Leinwand sehen. Dazu gehört unter anderem David Schwimmer (Friends). Aber als Regisseur macht er eine recht passable Figur. "Run Fatboy Run!" stellt sein Regiedebut dar und er hat mit Simon Pegg und Thandie Newton auch gleich einen Glücksgriff gelandet. Ebenso die Nebenrollen sind u.a. mit Hank Azaria und Dylan Moran -beide bereits in "Shaun of the Dead" mit Pegg vor der Kamera- und Matt Lucas (Little Britain) sehr gut besetzt.

Romantische Komödien sind nun nicht so ganz mein Ding. Ich würde bspw. "Und dann kam Polly" und ähnlichem Schmonz locker 2 von 10 Brechreizen vergeben. Schwimmer schafft es jedoch sich durchgehend auf den Plot zu konzentrieren ohne uns die Ohren mit Schmalz und Süßholz zu zukleisten. Und auch das Ende ist nicht ganz so hollywoodlike, wie man es bei einem solchen Film erwarten würde. Das - und das Schauspielensemble - hebt "Run Fatboy Run!" von der einheitlichen Masse angenehm ab.

Wie für Filme dieser Art mit einem sportlichen Ziel üblich, stellt dieses auch hier den Reifungsprozess der Hauptfigur dar. Obwohl sofort klar ist womit man inhaltlich zu rechnen hat, kommt keine Langeweile auf.

Simon Pegg weiter auf Erfolgskurs.

7 von 10 ausgelatschten Joggingschuhen

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